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IHK und City-Management ziehen Bilanz

Wirtschaftsvertreter: Rosenheimer Handel und Gastronomie glimpflich durch Lockdown gekommen

Sehen der wirtschaftlichen Entwicklung in Rosenheims Innenstadt optimistisch entgegen: der Rosenheimer Regionalausschussvorsitzende der IHK München und Oberbayern, Andreas Bensegger, und die Geschäftsführerin des Rosenheimer City Managements, Sabrina Obermoser
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Sehen der wirtschaftlichen Entwicklung in Rosenheims Innenstadt optimistisch entgegen: der Rosenheimer Regionalausschussvorsitzende der IHK München und Oberbayern, Andreas Bensegger, und die Geschäftsführerin des Rosenheimer City Managements, Sabrina Obermoser
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Der Einzelhandel wie auch die Gastronomie litten naturgemäß unter den jüngsten Corona-Beschränkungen, aber in Rosenheim stünden die Geschäfte und Lokale noch einigermaßen gut da. Doch zum einen mussten Unternehmen deswegen Rücklagen aufbrauchen, zum anderen gibt es bange Blicke Richtung Herbst.

Rosenheim – Der Rosenheimer Einzelhandel wie auch die Gastronomie seien recht glimpflich durch den harten Lockdown gekommen. Dieses Fazit ziehen die Geschäftsführerin des Rosenheimer City-Managements, Sabrina Obermoser, und der Vorsitzende des Rosenheimer Regionalausschusses der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern (IHK), Andreas Bensegger.

Fast wieder Niveau von 2019

Das Niveau der Anzahl an Geschäften liege fast wieder auf dem von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, berichtet Obermoser. Zurück führt sie das vor allem darauf, dass es sich um Geschäfte handle, deren Inhaber fest in Rosenheim verwurzelt seien. Dies sei jedoch nicht ohne Blessuren verlaufen, wie der IHK-Vorsitzende Bensegger betont.

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„Die Unternehmen lebten und leben zum Teil auch von ihrer Substanz“, ergänzt der Geschäftsführer des gleichnamigen Büroausstatters und meint damit Rücklagen, die sich die Unternehmen durch „nachhaltiges Wirtschaften“ aufgebaut hätten. Begeisterung, das Geschäft mit diesem Polster am Laufen zu halten, gebe es natürlich keine. „Schließlich mussten diese Rücklagen ja auch irgendwie erwirtschaftet werden“, sagt Bensegger.

Mehr Leerstände als vor Corona

Auf der anderen Seite gebe es mehr Leerstände als vor Corona. Dies jedoch bei anhaltender Nachfrage nach gewerblichen Flächen, jedoch vornehmlich nach kleineren. Hier stünden vor allem „jüngere und kreativere“ Unternehmer in den Startlöchern, große Ketten hielten sich – mit Ausnahmen wie Gerry Weber – bei ihren Expansionsplänen zurück und wollten die Entwicklung der Corona-Pandemie im Herbst abwarten.

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„Wir haben durchaus den ein oder anderen Einzelhändler, der gerne in Rosenheim eröffnen möchte, aber noch nicht die passende Fläche gefunden hat“, berichtet die Chefin des City-Managements, dass derzeit eher großflächige Räume zur Verfügung stünden. Es gebe aber auch viele Flächen, die derzeit umgebaut würden und aus diesen Grund zumindest zeitweise leer stünden.

Erschwinglichere Mieten

„Unsere Stadt hat eine gewisse Kauf- und Anziehungskraft“, gibt sich Obermoser vom Standort Rosenheim überzeugt. Und Andreas Bensegger sieht zudem eine weitere Entwicklung, die sich auf dem Markt für gewerbliche Immobilien abzeichne: Mieter setzten weniger auf hohe, denn auf konstante Einnahmen und zuverlässige Vermieter. Das mache die Mieten erschwinglicher.

Blick richtet sich auf den Herbst

Viele hänge nun davon ab, was der Herbst bringe. Positiv stimmt Sabrina Obermoser, dass insbesondere die Banken optimistisch in die Zukunft blickten. Aber auch, wenn die Region derzeit eine Phase der Leichtigkeit durchlebe, dürfe man vor allem bei der Gastronomie nicht vergessen:

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Die Auslastung im Innenbereich liege noch immer nicht bei 100 Prozent, betont Andreas Bensegger, dass die geltenden Abstandsregeln noch immer Einschränkungen für die Wirte mit sich brächten. Und das bei gleichen Fixkosten. „Auch hier werden sich die Themen noch justieren“, prognostiziert der Unternehmer. Das könne auch bedeuten, dass die Gastronomie ihre Zahl an Ruhetagen nach dem Ende der Freiluftsaison erhöhe.

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