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KUNDGEBUNG AM LUDWIGSPLATZ

Wie Rosenheimer Bürger Menschen in Afghanistan unterstützen wollen

In etlichen Städten setzen sich Bürger für die Aufnahme von afghanischen Staatsbürgern ein. Jetzt findet auch in Rosenheim eine Kundgebung statt.
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In etlichen Städten setzen sich Bürger für die Aufnahme von afghanischen Staatsbürgern ein. Jetzt findet auch in Rosenheim eine Kundgebung statt.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan sind die Menschen weiterhin in Gefahr. Am Ludwigplatz wird deshalb am Samstag (21. August) um 18 Uhr unter dem Motto „Seebrücke jetzt“ für die Aufnahme von afghanischen Staatsbürgern demonstriert. Organisiert haben die Kundgebung die Grüne Jugend und die Linken

Rosenheim – .„Wir wollen damit auf die Situation in Afghanistan aufmerksam machen“, sagt Antonia Heil von der Grünen Jugend. Geplant sei neben mehreren Reden – unter anderem von Thomas Nowotny von der Initiative für Erinnerungskultur und Stolpersteine – auch, dass eine Menschenkette gebildet wird.

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Ob und wie sich das aufgrund der hohen Sieben-Tages-Inzidenz und den damit verbunden Corona-Auflagen umsetzen lässt, werde sich laut den Veranstaltern erst kurzfristig entscheiden.

Forderungen der „Seebrücke“ anschließen

„Wir wollen während der Kundgebung nicht lange herumreden, da wir uns den Forderungen der ‚Seebrücke’ anschließen“, sagt Heil. Bei der „Seebrücke“ handelt es sich um eine Initiative, die sich schwerpunktmäßig für die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus Seenot einsetzt.

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Die politische Bewegung richtet sich gegen eine „europäische Abschottungspolitik“ und die „Kriminalisierung von Seenotrettung im Mittelmeer“, wie es auf ihrer Homepage zu lesen ist. Jetzt fordern sie einzelne Kommunen auf, Geflüchtete aus Afghanistan aufzunehmen.

Zentrale Zuweisung von der Regierung

Doch ganz so einfach scheint die Umsetzung dieser Forderung nicht zu sein. „Die Flüchtlinge werden zentral von der Regierung von Oberbayern an die Kreisverwaltungsbehörden zugewiesen“, heißt es aus dem Rathaus. Welche Auswirkungen es auf den Verteilungsschlüssel hätte, wenn eine Stadt zusätzliche Flüchtlinge über das zugewiesene Kontingent hinaus aufnehmen würde, müsste mit der Regierung geklärt werden.

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„Ich bin der Ansicht, dass eine solche Erklärung durch die städtischen Gremien autorisiert werden müsste“, sagt Herbert Hoch, Dezernent für Recht, Sicherheit und Ordnung.

Nicht überblickbares Durcheinander

Auf die Frage, ob Rosenheim Möglichkeiten sieht, für die Betroffenen in Afghanistan Hilfe anzubieten, heißt es: „Wir vertreten die Auffassung, dass dies ein Thema ist, das zunächst bundes- und allenfalls landespolitisch behandelt werden kann. Initiativen durch einzelne Kommunen würden hier zu einem nicht überblickbaren Durcheinander führen.“

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