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Bayerischer Verdienstorden

Wie Hansi Flick: Gold-Reiterin Jessica von Bredow-Werndl gehört zum „exklusivsten Club Bayerns“

Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl mit dem Bayerischen Verdienstorden.
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Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl mit dem Bayerischen Verdienstorden.
  • VonCornelia Schramm
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Es ist die höchste Auszeichnung, die der Freistaat vergibt: der Bayerische Verdienstorden. In der Münchner Residenz wurden am Montag (14. März) 47 Bayern von Ministerpräsident Markus Söder ausgezeichnet – ihre Verdienste um die Gesellschaft könnten kaum unterschiedlicher sein. Auch Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl gehört dazu.

München – Natalie Geisenberger strahlt über das ganze Gesicht und hält die Schatulle aus blauem Samt fest in der Hand. Als mehrfache Olympiasiegerin weiß die 34-Jährige aus dem Landkreis Miesbach, wie es sich anfühlt für gute Leistungen ausgezeichnet zu werden. Aber diese Würdigung sei etwas ganz Besonderes. „Es ist eine unglaubliche Ehre zu diesem erlesenen Kreis zu gehören“, erklärte sie gestern. Markus Söder (CSU), der Bayerische Ministerpräsident, hatte ihr zuvor zwar keine Goldmedaille, aber ein kleines silbernes Kreuz überreicht – den Bayerischen Verdienstorden. Auch Jessica von Bredow-Werndl, Doppel-Olympiasiegerin von Tokio im Dressurreiten aus Aubenhausen, gehörte zu den Geehrten.

„Herzlich Willkommen im exklusivsten Club, den es in Bayern gibt“, hatte Söder ihr und den 46 anderen Preisträgern zugerufen. Im Antiquarium der Münchner Residenz überreichte er ihnen allen die höchste Auszeichnung, die der Freistaat zu vergeben hat. Aber nicht nur deshalb ist der Bayerische Verdienstorden besonders. „Die Zahl der Ordensträger ist auf 2000 limitiert“, erklärte Söder. „Außerdem können sie weder verkauft noch vererbt werden.“ Wer ihn erhalte, sei überaus engagiert, voller Mut und Optimismus und damit ein „Vorbild für uns alle“, sagte Söder.

Zwischen 19 und 88 Jahre alt sind all jene, die den Verdienstorden überreicht bekamen – und auch ansonsten könnten die Geehrten kaum unterschiedlicher sein. „Manche Gesichter hier sind sehr prominent“, sagte Söder. „Andere stehen nicht im Rampenlicht – sind deshalb aber nicht weniger wichtig für unsere Gesellschaft.“ Personen aus Medizin und Wissenschaft, Kunst und Kultur, aus dem Sport, aber auch aus der Pflege, der Verwaltung und der freien Wirtschaft sind unter ihnen. So exklusiv der Club, so bunt ist er auch.

Sichtlich gerührt war Dietmar Holzapfel, Wirt der Deutschen Eiche, die in München als traditionsreicher Treffpunkt der queeren Szene gilt. „Vor zwanzig Jahren verteufelte Edmund Stoiber die gleichgeschlechtliche, eingetragene Lebenspartnerschaft noch öffentlich“, sagte Holzapfel, der sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Homosexuellen und die Aids-Hilfe engagiert. „Heute wurde ich ja quasi als Aktivist der Szene geehrt – ein tolles Gefühl.“

Ob Sportprominenz oder Privatperson, alle fühlten sich gleichermaßen geehrt: Isaak Cissé, wohl der bekannteste Taxifahrer Münchens, posierte gemeinsam mit Fußball-Nationaltrainer Hansi Flick, der unter anderem für sein Engagement in der Stiftung „We kick Corona“ den Verdienstorden bekam. Ähnlich wie Cissé konnte auch Anneliese Göller, Landesbäuerin des Bauernverbandes, ihr Glück kaum fassen. „Ich bin überwältigt und werde mich weiterhin für die Wertschätzung der Landwirtschaft stark machen.“

Von A bis Z – die Liste der Bayern, die gestern mit dem Verdienstorden geehrt wurden

Husein Alsamkari stellte sich einem Attentäter; Prof. Dr. Frank Arloth: Amtschef im Bayerischen Justizministerium; Kabarettistin Elisabeth Aumeier; Grünen-Politikerin Margarete Bause;

Tamara Bischof: Landrätin des Landkreises Kitzingen; Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl; Radsportlerin Lisa Brennauer; Prof. Dr. Cosima Brucker: Leiterin der Klinik für Frauenheilkunde in Nürnberg; Ilona Brunner: Vorsitzende der Elternvereinigung der Wirtschaftsschulen Bayern; General Christoper G. Cavoli: Kommandeur der US Army Europe and Africa; Isaak Cissé: Taxifahrer und Sympathieträger in München; Juliana Daum: Vorsitzende im Verbraucherservice Bayern e.V. im Katholischen Deutschen Frauenbund; Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel: Präsidentin der Universität Augsburg; Kamile Erdemir: Selbsthilfegruppe Türkisch-deutscher Verein zur Integration behinderter Menschen; Fußballbundestrainer Hansi Flick; Ernst Fuchs: Chefredakteur der Passauer Neuen Presse; Kanutin Ricarda Funk; Rennrodlerin Natalie Geisenberger; Anneliese Göller: Landesbäuerin der Landfrauengruppe des Bayerischen Bauernverbandes; Karl-Heinz Görrissen: zuletzt Leiter der Abteilung „Leitung, Politische Planung, Koordinierung“ im Bundesverkehrsministerium; CSU-Politiker Hans Herold; Angelika Himmelstoß: Vorsitzende der Elternvereinigung der Fachoberschulen Bayern; Marianne Hinterbrandner: ehemals erste weibliche Gauvorständin im Bayerischen Trachtenverband; Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch; Prof. Dr. Michael Hoelscher: Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München; Dietmar Holzapfel: Wirt der Deutschen Eiche; Musikerin Doris Hrda („Nicki“); Kabarettist Klaus Karl-Kraus; Prof. Dr. Oliver Keppler: Direktor der Virologie am Max-von-Pettenkofer-Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der LMU München; Kabarettist Wolfgang Krebs; Walburga Krefting: Vorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft Bayern; Kathleen Krüger: Team-Managerin der Profi-Fußballmannschaft des FC Bayern München; Thomas Lobensteiner: Vorsitzender der Bergwacht Bayern; Johanna Mayer: Äbtissin Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth auf Frauenchiemsee; Evelyn Meining: Intendantin Mozartfest Würzburg; Fernseh- und Radiomoderatorin Katrin Müller-Hohenstein; Christian Neureuther: ehemaliger Skirennfahrer und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung; Bayerischer Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo; Dr. Annekathrin Preidel: Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern; Prof. Dr. Ulrike Protzer: Direktorin des Instituts für Virologie an der TU München und am Helmholtz Zentrum München; SPD-Politikerin Doris Rauscher; Medienmanagerin und Filmproduzentin Prof. Bettina Reitz; Mundart-Forscher Prof. Dr. Anthony Rowley; Kilian Sendner: ehrenamtlicher Stadtrat von Nürnberg; Dr. Martina Stauch kämpft gegen Krebserkrankungen; Prof. Dr. Thomas Wustrow: Experte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde; Dr. Armin Zitzmann: Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung

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