Kandidatin beim Zocker-Special

„Es war eine total unterhaltsame Show“: Rosenheimerin bei „Wer wird Millionär?“

Doris Hofmeister-Voit aus Rosenheim hat beim „Zocker-Special“ der TV-Quizshow „Wer wird Millionär“ mitgemacht. Das Foto zeigt sie kurz vor der Aufzeichnung der Sendung in einem Kölner Studio.
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Doris Hofmeister-Voit aus Rosenheim hat beim „Zocker-Special“ der TV-Quizshow „Wer wird Millionär“ mitgemacht. Das Foto zeigt sie kurz vor der Aufzeichnung der Sendung in einem Kölner Studio.
  • Alexandra Schöne
    vonAlexandra Schöne
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Wer wird Millionär?“ ist die bekannteste deutsche TV-Quizshow. Doris Hofmeister-Voit aus Rosenheim hatte es in die Sendung geschafft – auf den Sitz vor Günther Jauch leider nicht. Dennoch hat sie die Show genossen, wie sie im OVB-Interview verrät.

Update 20. Januar

Doris Hofmeister-Voit aus Rosenheim war beim großen Zocker-Spezial der TV-Quizshow „Wer wird Millionär?“ dabei. Auf den Kandidatenstuhl gegenüber von Moderator Günther Jauch hat sie es am Ende zwar nicht geschafft. Doch stolz, dabei gewesen zu sein, ist sie trotzdem. Ein Resümee der 51-jährigen Rosenheimerin.

Frau Hofmeister-Voit, sind Sie enttäuscht, dass Sie es nicht auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?“ geschafft haben?

Doris Hofmeister-Voit: Enttäuscht bin ich natürlich. So eine Chance hat man ja nur einmal im Leben. Bei den Kandidaten, die auf dem Stuhl saßen, haben die Runden ewig gedauert, es wurde viel geredet. Diese Zeit hat den anderen Kandidaten, die auch auf den Stuhl wollten, am Ende gefehlt. Aber immerhin war ich dabei, darauf bin ich stolz. Es war ein prägendes Erlebnis.

Was wird Ihnen am meisten im Gedächtnis bleiben?

Hofmeister-Voit: Es war eine total unterhaltsame Show! Es hat es ja noch nie gegeben, dass zwei Kandidaten hintereinander von einem so hohen Betrag so weit runter gefallen sind. Da waren wir alle geschockt. Man fiebert ja total mit denen mit, die auf dem Stuhl sitzen!

Wie war die Atmosphäre im Studio?

Hofmeister-Voit: Alles waren mucksmäuschenstill. Auch am Anfang der Sendepausen, erstmal hat niemand etwas gesagt. Die Show war an Spannung kaum zu überbieten. Das Resultat konnte man so nicht absehen. Es war eine denkwürdige Sendung.

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Artikel vom 11. Januar:

Rosenheim – „Doris Hofmeister-Voit ist Fernsehkameras gewohnt. Die 51-jährige ehemalige Stewardess hat schon in mehreren kleinen Filmproduktionen mitgewirkt. Sie hatte Sprechrollen unter anderem in der RTL2-Serie „Die Straßencops“. Und auch mit Quizshows hat sie schon Erfahrung. So hat sie bereits bei „Sag die Wahrheit“ des SWR teilgenommen. Das habe ihr so viel Spaß gemacht, dass sie noch weiter kommen wollte – in den „Olymp de Quizshows“, wie Doris Hofmeister-Voit sagt. Zu „Wer wird Millionär?“. Sie ist überzeugt: „Darüber kommt nichts mehr. Es ist der Mercedes unter den Quizshows.“

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Kurzerhand bewarb sie sich im Februar über die App der Produktionsfirma für die Teilnahme an der Sendung. Drei Wochen später sei sie von einer Mitarbeiterin der Firma angerufen worden. Sie habe zehn Wissensfragen beantworten müssen – „völlig aus dem Stegreif“.

Sonderausgabe „Zocker-Spezial“

Ein paar Tage später dann wieder das gleiche Spiel. Doch diesmal seien es 15 Fragen gewesen. Weil Doris Hofmeister-Voit mehr als 90 Prozent davon richtig beantworten konnte, wurde sie zur Sonderausgabe „Zocker-Spezial“ eingeladen. Das Besondere hierbei: Statt einer Million Euro können die Kandidaten zwei Millionen gewinnen. Die Regeln des Zocker-Spezials sind für die Kandidaten jedoch etwas riskanter als normalerweise. Wie im klassischen Format gibt es 15 Fragen und vier Joker, die allerdings erst ab der zehnten Frage angewendet dürfen. Doris Hofmeister-Voit ließ sich davon nicht beeindrucken. „Ich dachte mir, warum nicht? Ich wollte es einfach mal ausprobieren.“

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Die 51-Jährige weiß, wo ihre Stärken liegen. Sie ist freiberufliche Dolmetscherin für Italienisch, kennt sich mit Sprachen und Literatur aus. Außerdem sei sie in den Wissensbereichen Politik, Lifestyle und Musik bewandert, sagt sie. In den Wochen vor der Aufzeichnung in einem Kölner Studio habe sie auch aufmerksam die Nachrichten verfolgt Zeitungen gelesen. Sie habe Bestseller-Listen von Büchern, Filmen und Liedern studiert, um sich einen Überblick zu verschaffen. Bei der konkreten Vorbereitung habe ihr auch die „Wer wird Millionär?“-Trainingsapp geholfen. Mit ihr könne man Fragen anschauen und beantworten.

Nötig ist umfassende Allgemeinbildung

Doch diese Vorbereitung reicht ihrer Überzeugung nach nicht für eine erfolgreiche Teilnahme aus. „Man muss eine umfassende Allgemeinbildung haben“, sagt Doris Hofmeister-Voit. „Man muss sich informieren, viel lesen und die Augen offen halten.“ Und das nicht nur von gestern auf heute, sondern langfristig.

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Wie weit sie am Ende in der eigentlichen Sendung gekommen ist, verrät sie nicht. Aber auf die Frage, was ihr am besten gefallen hat, sagt sie schnell: das Treffen mit Günther Jauch. „Super sympathisch, bodenständig und freundlich“ sind die ersten Worte, die ihr einfallen. „Er ist wirklich so, wie er im Fernsehen rüberkommt. Er hat keine Allüren“, sagt sie. „Er hat ein unglaublich großes Allgemeinwissen und ist während der Sendung hochkonzentriert.“ Mit seiner jugendlichen und unterhaltsamen Art habe er ihr ein wenig die Aufregung genommen.

Keine Fotos mit Günther Jauch

Dass sie wegen Corona keine Bilder mit Günther Jauch machen durfte, bedauert sie. Schlimmer sei allerdings gewesen, dass ihr Mann – ebenfalls wegen der Pandemie –  nicht im Publikum sitzen durfte. Trotzdem sei es eine „einmalige Erfahrung“ gewesen. „Ich fühle mich geehrt, dabei gewesen zu sein“, sagt sie.

Doris Hofmeister-Voit ist am 11. Januar und am 15. Januar jeweils um 20.15 Uhr auf RTL zu sehen.

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