„Innauen Süd“ entlasten

Weniger Autos, mehr Räder: Grüne fordern Verkehrskonzept für Rosenheimer Naherholungsgebiete

Die Rosenheimer Grünen fordern ein Verkehrskonzept, mit dem Ziel, das Landschaftsschutzgebiet „Innauen Süd“, vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten.
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Die Rosenheimer Grünen fordern ein Verkehrskonzept, mit dem Ziel, das Landschaftsschutzgebiet „Innauen Süd“, vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Für das Naherholungsgebiet „Happinger Seen“ soll ein Verkehrskonzept entwickelt werden. Jedenfalls wenn es nach den Grünen geht. Während die Stadt warten will, bis die Planungen der Deutschen Bahn zu den Bahnübergängen in Happing konkreter werden, fordern die Stadträte eine schnellere Umsetzung.

Rosenheim – Franz Opperer, Fraktionsvorsitzender der Grünen, sorgt sich um die Verkehrssituation im Rosenheimer Naherholungsgebiet. „Wir brauchen ein Verkehrskonzept. Die Bahn wird das Problem für uns nicht lösen“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Aussschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV. So seien gerade in den Sommermonaten die Wege und Straßen rund um den Floriansee, Happinger-Au-See und Happinger See mit Auto- und Radfahrern sowie Fußgängern stark frequentiert.

Keine Verkehrsführung oder Geschwindigkeitsbegrenzung

Eine klare Verkehrsführung aber sei nicht erkennbar. Auch von Geschwindigkeitsbegrenzungen fehle jede Spur. „Die Autos brettern teilweise mit 80 um die Kurve“, kritisierte Stadtrat Peter Weigel (Grüne). Hinzu komme, dass Wildparker oft notwendige Rettungswege behindern. Für ihn und seine Fraktionskollegen steht deshalb fest: Ein Konzept muss her, mit dem Ziel, das Landschaftsschutzgebiet „Innauen Süd“, vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten.

Radverkehr soll attraktiver werden

Die Stadt selbst will den Antrag zwar aufgreifen – aber erst, wenn die Planungen der Deutschen Bahn zu den Bahnübergängen in Happing „hinreichend konkret“ sind. Unverständnis darüber herrscht beim Fraktionsvorsitzenden Franz Opperer: „Wir können nicht darauf warten, was die Bahn zu uns sagt. Wir müssen der Bahn sagen, was wir wollen.“

Mehr auf Fahrradverkehr konzentrieren

Eine Veränderung wünscht sich auch Stadtrat Robert Metzger (SPD). Ihm liegen vor allem die „sicheren Radwege“ am Herzen. „Wir müssen uns auf den Fahrradverkehr konzentrieren, unabhängig von der Bahn.“ Es ist eine Meinung, die auch der Fraktionsvorsitzende der CSU, Herbert Borrmann, teilt: „Wir müssen den Radverkehr attraktiver machen.“

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Die Radwege im Naherholungsgebiet, unter anderem in der Moosbachstraße, seien eine Katastrophe. Oft müsse man die Räder schieben. Er forderte einen „gescheiten Untergrund“. „Bis Frühjahr gehört etwas gemacht, und wenn es nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist“, ergänzte Peter Weigel.

Straße für Autofahrer unattraktiv machen

Stadträtin Daniela Dieckhoff (Grüne) schlug eine Tempo-30-Zone vor. Ziel sollte es sein, „die Straße für Autofahrer unattraktiv zu machen“ – allerdings ohne „bauliche Änderungen“.

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„Der Durchgangsverkehr muss raus“, zeigte sie sich überzeugt. Ginge es nach ihr, sollte die Moosbachstraße außerdem zu „Rosenheims erster Fahrradstraße“ umgewandelt werden. Ein Vorschlag, dem auch die Stadt positiv gegenüberstand.

Konzept in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses

Oberbürgermeister Andreas März (CSU) versprach, sich die Anregungen anzuschauen, um herauszufinden, ob „kurzfristige Umsetzungen möglich sind“. Einstimmig einigte man sich, dass im nächsten Verkehrssausschuss ein Konzept vorgestellt werden soll.

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