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Neueröffnung zum 7. Oktober

„Das belebt das ganze Viertel“: Was die Wendelstein Werkstätten für den Aicherpark bedeuten

Birgit Häfele präsentiert den Likör, den es im Werkstattladen zu kaufen gibt.
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Birgit Häfele präsentiert den Likör, den es im Werkstattladen zu kaufen gibt.
  • Thomas Stöppler
    VonThomas Stöppler
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Zwei Jahre nachdem der Werkstattladen in der Hochgernstraße schließen musste, starten die Wendelstein Werkstätten einen neuen Versuch im Aicher-Park. Der Hackerangriff auf die Caritas macht den Start nicht gerade einfacher. Doch stoppen lassen sie sich davon nicht.

Rosenheim - Der 7. Oktober stand nun mal bereits eine Weile fest. Und weil der Termin nicht ganz zufällig gewählt war, denn schließlich wird heute „das ganze Haus 20 Jahre alt“, wie Birgit Häfele von den Wendelstein Werkstätten erklärt, verschiebt man dann eine Eröffnung auch nicht - trotz des Hackerangriffs auf die Caritas.

Das „ganze Haus“ sind die Werkstätten im Aicherpark und heute kommt endlich wieder ein Laden hinzu.

„Bin optimistisch, dass es schön wird“

Aber ob unter den Umständen alles fertig wird? „Nein, aber ich bin optimistisch, dass es schön wird“, sagt Häfele. Dass es schön werden kann, sieht man bereits: Der Raum ist hell und groß, die Regale sind einfach, aber schick. „Bestimmt wird nicht alles perfekt sein, aber ich weiß, dass die Produkte toll sind“, sagt Häfele.

Und von diesen gibt es schon einige zu bestaunen, etwa selbstgezogene, bunte Kerzen oder Karten mit Pflanzenmotiven, die per Offset gedruckt worden sind. Alle Motive haben die Mitarbeiter der Wendelsteinwerkstätten selbst gestaltet, die Kerzen natürlich auch. Die Karten und Kerzen werden direkt im gleichen Gebäude hergestellt und immer wieder kommt einer der Mitarbeiter in den noch geschlossenen Laden, um sich zu erkundigen, wie das mit dem Mittagessen jetzt funktioniert. Der Hackerangriff hat auch nicht vor Mittagspausen halt gemacht, statt mit elektronischer Karte zu bezahlen, verteilt Häfele nun Essensmarken.

Wie auch in den Werkstätten haben die Mitarbeiter im Laden psychische Beeinträchtigungen. „Die Mitarbeiter im Laden haben bereits Erfahrung im Verkauf vom Christkindlmarkt“, erzählt Häfele. Sechs werden im Verkauf arbeiten. Hinter dem Tresen wird es für die Angestellten einen kleinen Rückzugsraum geben, wenn die Belastungen zu groß werden. „Für die Menschen hier ist es auch toll, einfach in Kontakt treten zu können“, sagt Häfele. Aber der Laden ist kein caritativer Betrieb, „alles soll wirtschaftlich sein“, sagt Häfele.

Ein Gewinn für den Aicher-Park

Dass sie keine elektronische Werbung machen konnte, tut Häfele schon leid, aber sie bemüht sich das positiv zu sehen: „Da können wir langsam anfangen, unsere Produkte sind eben so gut, das funktioniert dann schon.“ Zum Beispiel die Designerlinie Side by Side, die ebenfalls nur wenige Meter entfernt gefertigt wird: Vom Notenständer über den Messerblock bis zum Gewürzregal gibt es allerlei Utensilien für den Hausgebrauch. Aber auch Lebensmittelöle gibt es zu erwerben, genau wie den ein oder anderen Likör.

Auch für den Aicher-Park als solchen ist die Neueröffnung ein Gewinn: „Wir sind ganz außer uns“, sagt Harald Bühler, Sprecher der Interessensgemeinschaft Aicher-Park, „das belebt das ganze Viertel.“ Bühler erwartet, dass der Laden Menschen anlockt, die sonst nicht kommen würden. Dazu käme eben der soziale Aspekt: „So soll es doch sein“, sagt Bühler, „das ist ja die Wirtschaft, die wir alle wollen“.

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