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Nachricht verbreitete sich via Internet

Aufatmen nach Weltkriegsbomben-Alarm in Rosenheim: So lief der Einsatz ab

Das Gelände der Baywa-Wiese, auf dem die Bombe gefunden wurde.
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Das Gelände der Baywa-Wiese, auf dem die Bombe gefunden wurde.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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  • Michael Weiser
    Michael Weiser
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Nach stundenlanger konzentrierter Arbeit konnten Experten eine Fliegerbombe in Rosenheim entschärfen. Doch zwischen Fund und letztlicher Entwarnung lag eine bange Zeit - auch für Anwohner, denn die Nachricht verbreitete sich via Netz in Windeseile.

Rosenheim – 80 Zentimeter groß, rund 50 Kilo schwer und über einen Radius von Hunderten von Metern brandgefährlich: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist gestern Abend in Rosenheim entschärft worden. Nach Stunden des Bangens und Wartens meldeten die aus Ingolstadt und München angereisten Spezialisten um 20.11 Uhr Entwarnung.

Bombenfund in Rosenheim am 23. August (Teil 2)

Bombenfund in Rosenheim am 23. August (Teil 2)
Bombenfund in Rosenheim am 23. August (Teil 2)
Bombenfund in Rosenheim am 23. August (Teil 2)
Bombenfund in Rosenheim am 23. August (Teil 2)
Bombenfund in Rosenheim am 23. August (Teil 2)

Der Sprengkörper war am frühen Nachmittag bei den Bauarbeiten auf der BayWa-Wiese unweit der Miesbacher Straße freigelegt worden. Es handelte sich, so die ersten Meldungen der Stadt, um eine 50- bis 60-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einer Größe von rund 80 Zentimetern. Der Kampfmittelräumdienst war bald vor Ort, der Fundort wurde abgesperrt. Der städtische Krisenstab wurde ebenfalls einberufen.

+++ Bombe in Rosenheim entschärft - hier geht‘s zur Liveticker-Nachlese +++

Für die Entschärfung der Fliegerbombe musste das Gebiet in einem Radius von 300 Metern mit rund 1400 Anwohnern geräumt werden. Eine Notfallunterkunft wurde in der Turnhalle der Schule Aising an der Gärtnerstraße 6 bereitgestellt. Dort standen seit dem Nachmittag 15 Retter der Malteser zur Betreuung der evakuierten Rosenheimer bereit. Allerdings trafen dort Bewohner eher vereinzelt ein. Dass die Menschen im Fall einer Evakuierung bei Bekannten oder Verwandten Unterschlupf suchten, erlebe man mittlerweile bei Bombenentschärfungen häufiger, so Rosenheims Stadtbrandrat Hans Meyrl.

In der Vorbereitung der Arbeiten musste auch die Panoramakreuzung Kufsteiner Straße/Miesbacher Straße beidseitig gesperrt werden.

Auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützen bei der Sperrung der Panoramakreuzung sowie bei der Einrichtung einer Umleitung.

Mit nassem Haar aus dem Gefahrenbereich

Die Nachricht, dass in ihrer Gegend eine Bombe gefunden worden sei, erreichte viele Menschen, die nahe der BayWa-Wiese wohnen oder arbeiten, nicht direkt – etwa über Nachbarn – sondern übers weltweite Netz. „Ich hab‘s online gelesen“, sagt Apothekerin Ursula Schaumberg, „die Kunden wussten es noch nicht.“

Anders bei Friseurin Isabell Berndorfer in ihrem kleinen Salon etwa 200 Meter vom Fundort der Bombe entfernt. „Mir hat gerade eine Kundin von der Bombe erzählt.“ Die beiden Frauen berieten kurz übers weitere Vorgehen, schließlich ging die Kundin mit nassen Haaren wieder heim. Die Bombe war gegen 14.30 Uhr entdeckt worden. Nach nicht ganz zwei Stunden war nach Mitteilung der Stadt die Räumung des Geländes abgeschlossen. Die Spezialisten mussten erneut mit höchster Sorgfalt an die tödliche Altlast des Weltkrieges herangehen. Die Fliegerbombe präsentierte sich als stark verrosteter, nichtsdestotrotz höchst gefährlicher Sprengkörper.

Fotos vom Bombenfund in Rosenheim am 23. August

Bombenfund auf Baustelle an Happinger Straße in Rosenheim
Bombenfund auf Baustelle an Happinger Straße in Rosenheim
Bombenfund auf Baustelle an Happinger Straße in Rosenheim
Bombenfund auf Baustelle an Happinger Straße in Rosenheim
Fotos vom Bombenfund in Rosenheim am 23. August

Die Bombe war mit 20 Kilogramm Sprengstoff gefüllt. Nach über 75 Jahren im Rosenheimer Erdreich wies sie nach Worten von Stadt-Sprecher Christian Baab noch zwei intakte Zünder auf. Erst am 29. Juli war in Rohrdorf eine 250- Kilo-Bombe entdeckt und entschärft worden.

Der Krisenstab der Stadt bedankte sich für die „rasche und reibungslose Räumung sowie für das Verständnis und die Kooperation der Bürgerinnen und Bürger“. Insgesamt waren rund 280 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienst, Bergwacht, THW und Polizei im Einsatz. 

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