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Auf einer Länge von 600 Metern

Damit Fische besser wandern können: Umbauarbeiten an der Mangfall bei Rosenheim

Die Arbeiten zur Sohlschwelle an der Mangfall laufen.
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Die Arbeiten zur Sohlschwelle an der Mangfall laufen.

Seit vergangener Woche baut das Wasserwirtschaftsamt mit seiner Flussmeisterstelle Rosenheim drei Sohlschwellen an der Mangfall im Bereich oberhalb des Turnerstegs auf einer Länge von 600 Metern um.

Rosenheim – Es entstehen mehrere Rampen, mit denen ein Nadelöhr für die Wanderung von Fischen und anderen Kleinstlebewesen zwischen Inn und der Mangfall verschwindet. Die Umbaumaßnahmen wurden in Abstimmung mit dem örtlichen Fischereiverein und der Fachberatung für Fischerei geplant.

Je nach Witterung werden die Arbeiten bis ins nächste Jahr dauern. Vorübergehende Beeinträchtigungen für Spaziergänger und Radfahrer durch die Maßnahme sind nicht auszuschließen. Wegen der Gefahren, die mit dem Baustellenbetrieb verbunden sind, müssen die Baustellenbereiche am Ufer gemieden und Absperrungen beachtet werden.

Eineinhalb Meter hohe Abstürze werden abgeflacht

Die Baumaßnahme ist einer von vielen Umbauten, die zu einer Verbesserung der ökologischen Situation an der Mangfall beitragen. Mit den Arbeiten wird der Fluss an dieser Stelle naturnah gestaltet und der Lebensraum für die Gewässerbewohner vergrößert. Die bestehenden rund einen halben Meter hohen Abstürze werden nach und nach durch niedrigere Querriegel aus Wasserbausteinen ersetzt. Zwischen den Riegeln entstehen Beckenstrukturen, die gewährleisten, dass Fische auch bei Niedrigwasser wandern können. Die Umbauten sind ein Schritt im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

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Die Mangfall wurde vor mehr aus 100 Jahren ausgebaut und begradigt, um die Holztrift zur Saline Rosenheim zu erleichtern und um die Wasserkraft zu nutzen. Dabei wurde der ehemals gewundene, verzweigte Verlauf der Mangfall verkürzt, was zu einem höheren Gefälle und einer höheren Fließgeschwindigkeit geführt hat. Um trotzdem die Kiessohle der Mangfall vor Erosion und Eintiefung zu schützen, hat man eine Vielzahl von Sohlabstürzen eingebaut. Diese Abstürze, die bis zu 1,5 Meter hoch sind, verhindern die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers. (re)

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