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Mit vielversprechenden Neuentdeckungen

Rosenheimer Kleinkunsttage: Vorhang auf für große Kunst in kleinem Rahmen

„Tschefefem“ kommen aus Tirol und der Steiermark.
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„Tschefefem“ kommen aus Tirol und der Steiermark.
  • VonKarin Wunsam
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Nach zwei Jahren coronabedingter Pause starten die Rosenheimer Kleinkunsttage heuer in die 36. Runde. Von Freitag, 14., bis Samstag, 29. Oktober, erwartet die Besucher wieder ein breit gefächertes Programm mit namhaften Künstlern aus Deutschland und Österreich sowie vielversprechenden Neuentdeckungen.

Rosenheim – Veranstalter der Rosenheimer Kleinkunsttage ist der Förderverein Jugendarbeit Rosenheim (FJR) in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und dem Stadtjugendamt. Hauptorganisator ist Sepp Hirle. Seit 1995 gelingt es ihm nicht nur, jedes Jahr bekannte Künstler nach Rosenheim zu holen. Er beweist auch immer wieder ein gutes Gespür dafür, welches junge Talent das Zeug zum Bühnenstar hat. So mancher bekannte Künstler aus der Kabarett-, Musik-, Comedy- und Theaterszene hat seine ersten Bühnenerfahrungen bei den Rosenheimer Kleinkunsttagen gemacht. Eine davon ist beispielsweise die Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin Sissi Perlinger. 1986 hatte sie ihren ersten Auftritt bei den Rosenheimer Kleinkunsttagen.

Heute genießt Perlinger Kultstatus

Damals stand sie noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Heute genießt sie Kultstatus. Weitere große Namen aus der Szene sind Martina Schwarzmann und Michael Mittermeir, die ebenfalls ganz zu Beginn ihrer Karriere durch Sepp Hirle Auftrittsmöglichkeiten in Rosenheim erhalten haben.

„Neue Fronten aufzubrechen ist die Devise und Mut zum Risiko. Dem Kulturinteressierten etwas Neues auf den Bühnen zu präsentieren und nicht nur die bekannten einheimischen Protagonisten vorzuführen, welche das ganze Jahr über sowieso irgendwo bei uns zu sehen sind“, so Sepp Hirle. Darum würden mittlerweile auch viele Agenturen gerne auf Rosenheim zukommen, wenn sie neue Entdeckungen in ihr Künstler-Portfolio aufnehmen. Für dieses große kulturelle Engagement wurde Sepp Hirle kürzlich mit der Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern ausgezeichnet.

Auch für die Kleinkunsttage 2022 ist es dem Rosenheimer wieder gelungen, ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Programm zusammenzustellen. Ralf Winkelbeiner ist der Newcomer der bayerischen Kabarettszene. Die meisten seiner Auftritte sind in kürzester Zeit ausverkauft. Um möglichst vielen seiner Fans die Möglichkeit zu geben, ihn nun auch live in Rosenheim zu erleben, tritt er am Donnerstag, 20. Oktober, im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter mit seinem aktuellen Programm „Pfenningguad“ auf. Alle anderen 12 Veranstaltungen finden aber im Lokschuppen mit „nur“ rund 200 Sitzplätzen statt. „Kleinkunst“ bedeutet eben, dass Künstler in kleinem Rahmen auftreten. Der Vorteil für die Besucher: Sie kommen den Künstlern so viel näher als auf großen Bühnen. Und auch die Künstler genießen es, die Reaktionen auf ihr Programm mal wieder hautnah zu erleben.

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Dieter Hildebrand, Gerhard Polt, Ottfried Fischer, Georg Danzer, Hans Söllner, Lisa Fitz und Katja Ebstein – sie alle waren schon einmal oder sogar mehrmals bei den Rosenheimer Kleinkunsttagen vertreten. Sepp Hirle ist es aber auch wichtig, jungen Talenten eine Chance zu geben, die insbesondere in unserer Region noch wenig bekannt sind. Zum ersten Mal in Rosenheim zu Gast sind heuer beispielsweise die Kabarettistin Claudia Pichler, die bayerische Musikformation „D`BavaResi“ in der Besetzung Sebastian Horn (3/4 Blut), Mathias Kellner (Solomusikkabarettist) und Otto Schellinger oder die „Scharfrichter-Beil 2019“-Gewinnerin Lucy van Kuhl mit ihrem Klavier-Chanson-Kabarett „Dazwischen“.

Musikalische Klangreise

Ein musikalisches Schmankerl ist die steiermärkisch-tirolersche-südtiroler Formation „Tschefefem“ mit einer Klangreise durch verschiedene Genres und Nationen. Am letzten Tag der Kleinkunsttage lassen dann die bayerischen Schauspieler Johanna Bittenbinder, Heinz-Josef Braun und Stefan Murr den unsterblichen „Jennerwein“ in einem Spektakel aufleben. Musikalisch begleitet werden sie dabei von der „vogelwuidn“ Musik „Art Ensemble of Passau“.

Die Rosenheiimer Kleinkunsttage zählen zu den langlebigsten Veranstaltungsreihen in Stadt und Landkreis Rosenheim. Es gibt ein treues Stammpublikum – das zeigt auch die gleichbleibend hohe Zahl an verkauften Festivalpässen. Die Eintrittspreise werden so kalkuliert, dass alle Interessierten die Möglichkeit haben, dabei zu sein. Ein möglicher Überschuss kommt, nach den Worten von Hirle, in vollem Maße Projekten in der Rosenheimer Jugendarbeit zugute.

Festivalpass, Entdeckerticket und Busvorteil

• Der Festivalpass gilt für alle 13 Veranstaltungen. Er ist auch auf andere Personen übertragbar. Inhaber dieses Passes erhalten eine Sitzplatzreservierung. Der Preis dafür beträgt 200 Euro, ermäßigt 182 Euro.

• Der „Pass 5 “ ist das Entdecker-Ticket. Damit entscheidet man sich speziell für Künstler und Gruppen, die erstmals in Rosenheim auftreten. Heuer sind das: Lucy van Kuhl am 18. Oktober mit ihrem Klavier-Chanson-Kabarett, die „Folsom Prison Band“ mit einer Homage an Johnny Cash und Country-Musik am 21. Oktober, Tschejefem, eine Klangreise durch verschiedene Genres und Nationen am 25. Oktober, Kabarett mit Holger Paetz am Donnerstag, 27. Oktober und das Musikalische-Hörspiel-Spektakel „Jennerwein“ am 29. Oktober. Das Entdecker-Ticket kostet 78 Euro, ermäßigt 71 Euro. Festivalpass und „Pass 5“ gibt es ausschließlich unter info@kleinkunsstage.de oder Telefon 08031 / 8873871 Die bestellten Pässe können an der Abendkasse abgeholt und bezahlt werden.

• Programmheft oder Flyer dienen als Treuepass . Abstempeln lassen – ab der dritten Karte gibt es den ermäßigten Preis, also zwei Euro günstiger.

• Tickets gibt es im Vorverkauf im Kroiss-Ticket-Zentrum, Stollstraße 1 (Busbahnhof), Telefon 08031 / 15 0 01 oder Online zum selbst Ausdrucken unter www.okticket.de/kleinkunsttage.

• Vorverkaufkarten sind auch Bustickets: Man kann damit werktags mit den Linien 1 bis 12 in ganz Rosenheim und Kolbermoor zu den Veranstaltungen hin- und zurückfahren.

• Bei allen Veranstaltungen in der Bühne im Rosenheimer Lokschuppen ist das Festival-Cafè ab 19 Uhr und nach den Vorstellungen für die Besucher geöffnet.

Alle 13 Veranstaltungen im Überblick

Freitag, 14. Oktober

Querbeet – Der Kleinkunstmix „Querbeet“ eröffnet Kleinkunsttagemit zwei Rosenheimer Künstlergruppen. Das Programm steht unter dem Motto „Liebe im Büro“. Das Comedy-Duo„Steckerlfisch und Schlagsahne“ alias Angelika Aschbacher und Christian Haller erleben auf der Bühne böswillige Lästereien und geheime Liebeleien zwischen Computertastenspiel und Kaffeepause. Der zweite Teil des Abends gehört„Cream Cake“ mit den drei vielseitigen Sängerinnen Angelika Aschbacher, Julia Schmarsel und Irmi Stocker und einer gut eingespielten Band.

Lokalmatadore: „Steckerlfisch und Schlagsahne“, alias Angelika Aschbacher und Christian Haller.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Samstag, 15. Oktober

Mit seinem aktuellen Programm „Unverpackt“ kommt Ludwig Müller . Die Zuschauer erwartet Kabarett auf österreichische Art: sprachverliebt, satirisch schräg. Müller ist seit Jahren auf renommierten Kabarettbühnen zu Gast. Seine Spezialdisziplin: Parodie von Sprachen und Dialekten.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Sonntag, 16. Oktober

Claudia Pichler kennt man nicht zuletzt aus Grünwald-TV. Ihr zweites Programm heißt „Eine Frau sieht weißblau“. Die gebürtige Münchnerin macht sich darin charmant und deftig ihren eigenen Reim auf ihr bayrisches Universum und garniert das Ganze mit launigen Liedern.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Dienstag, 18. Oktober

Lucy van Kuhl , die Gewinnerin des Passauer Scharfrichterbeils 2019, zeigt in ihrem neuen Programm, dass der „Dazwischen“-Zustand aufregend ist. Auf humorvoll- nachdenklich Art erzählt und besingt sie in sensiblen Chansons und knackig-pointierten Kabarett-Liedern Situationen aus dem Leben.

Chansonniere: Lucy van Kuhl.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Mittwoch, 19. Oktober

D`BavaResi sind drei g´standene Männer aus Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz, die sich einer Sache verpflichtet haben: Lieder von bayrischen Künstlern neu, frisch und schräg zu interpretieren. Dabei huldigen sie Größen wie Willy Michl, Ringsgwandl und der Spider Murphy Gang.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Donnerstag, 20. Oktober

Der Manchinger Kabarett ist Ralf Winkelbeiner kommt mit seinem aktuellen Programm „Pfennigguad“ nach Rosenheim. Der sympathische Bilderbuch-Bayer ist dafür bekannt, sein Publikum ab der ersten Minute mit auf eine Reise durch den Wahnsinn des alltäglichen Lebens zu nehmen.

Gasthaus Höhensteiger

Westerndorf St. Peter, 20 Uhr

Freitag, 21. Oktober

Die Folsom Prison Band erinnert an den legendären Johnny Cash. Der Abend ist eine Hommage zu Ehren des Königs der Country-Musik mit Hits und Raritäten. Aufgebaut um die Songs von Cash, gibt es Material seiner Weggefährten wie Willi Nelson, Hank Williams, Buddy Holly und Elvis Presley.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Samstag, 22. Oktober

Ein Grenzgänger zwischen Humor, Musik, Poesie und Pointen ist Severin Gröbner . „Gut möglich“ lautet der Titel seines aktuellen Programms. Der Kabarettist, Gewinner des Dieter-Hildebrandt-Preises 2022, beschäftigt sich dabei mit viel schwarzem Humor mit der Apokalypse der Menschheit.

Schwarzer Humor: Severin Gröbner.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Dienstag, 25. Oktober

Tschejefem sind drei junge, kreative und ambitionierte Musiker, die ihre musikalischen Visionen, Ideen und Träume auf der Bühne realisieren. Mit Gesang, Zither, Klarinette, Kontrabass und Steirischer Harmonika erzählen sie Geschichten. „Rosalie“ lautet der Titel ihres aktuellen Programms.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Mittwoch, 26. Oktober

Der Freiburger Kabarettist Jess Jochimsen tourt seit über 25 Jahren auf Kabarettbühnen, durch Hörfunk und Fernsehen. Mit seinem aktuellen Programm „Meine Gedanken möchte ich manchmal haben“ liefert er eine Bestandsaufnahme der politischen Lage.

Kabarettist: Jess Jochimsen.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Donnerstag, 27. Oktober

Holger Paetz – ist Kabarettist und Sprachvirtuose. Er bringt seine Zuhörer zum Lachen und macht sie gleichzeitig nachdenklich. 2018 wurde er in die Süddeutsche Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber aufgenommen. Der Titel seines aktuellen Programms lautet „Liebes Klima gute Besserung.“

Sprachvirtuose Holger Paetz.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Freitag, 28. Oktober

Nach seinen erfolgreichen Programmen „Schmitt“, „Aufbassn!“ und „Von Kopf bis Blues“ präsentiert der aktuelle Deutsche Kabarettmeister Martin Schmitt „Jetzt ist Blues mit Lustig“ – eine Mischung aus humoristischen, ironischen, hintergründigen und ernsten Geschichten und Liedern.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

Samstag, 29. Oktober

Jennerwein – in diesem Live-Hörspiel-Spektakel wird das sagenumwobene Leben des Georg Jennerwein von seiner Zeugung bis zu seinem Tod spannend und hautnah erzählt. Die Schauspieler Johanna Bittenbinder, Heinz-Josef Braun und Stefan Murr verkörpern dabei alle Figuren und erzählen die Geschichte aus eigener Perspektive.

Bühne im Lokschuppen, 20 Uhr

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