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Bilanz zu „Saurier - Giganten der Meere“

Von den Sauriern in die Eiszeit: Rosenheimer Lokschuppen verrät Details zur nächsten Ausstellung

Die Kälte und die Mammuts ziehen ein: Im Rosenheimer Lokschuppen beginnt am 18 März 2022 die Ausstellung „Eiszeit“.
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Die Kälte und die Mammuts ziehen ein: Im Rosenheimer Lokschuppen beginnt am 18 März 2022 die Ausstellung „Eiszeit“.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Es war eine in jeder Hinsicht besondere Ausstellung im Rosenheimer Lockschuppen, die mit dem dritten Lockdown zwei Wochen früher enden musste als geplant. Mit der neuen Sammlung über die „Eiszeit“ hoffen die Betreiber auf einen Neuanfang und verraten, was die Besucher ab dem 18. März 2022 erwartet.

Rosenheim – Vom 26. September 2019 bis zum 24. November 2021 waren die „Saurier – Giganten der Meere“ in der Rosenheimer Innenstadt zu sehen – allerdings mit 284 Tagen Unterbrechung. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verstauen die Mitarbeiter des Museums nun die Überreste der Saurier zurück in die Kisten, in denen sie vor über zwei Jahren nach Rosenheim transportiert wurden. „Es war eigentlich unsere schönste Ausstellung“, meint Peter Lutz, Geschäftsführer der Rosenheimer Veranstaltungs- und Kongress-Gesellschaft (VKR). Doch die rund 200 000 Besucher mussten sich immer wieder gedulden, um die Giganten der Meere aus nächster Nähe betrachten zu können.

Rekordstart wird zum Trauerspiel

Die insgesamt fünfterfolgreichste Ausstellung verzeichnete laut Lutz schon in den ersten drei Monaten rekordverdächtige 75 000 Besucher. Doch dann begann die Corona-Pandemie und mit ihr das „Trauerspiel“. Drei Lockdowns, staatliche Vorgaben, erhebliche Einschränkungen und Hygieneauflagen prägten die Zeit nach dem so guten Start. Das Ergebnis: Nur noch 52 000 Besucher im gesamten Jahr 2020, deutlich weniger als alleine in den ersten drei Monaten. „Das tut schon weh“, sagt Lutz.

Dass die Riesenechsen nicht wie geplant als Sammlung auf Tournee gehen, ist nun der Schlusspunkt der Berg- und Talfahrt, die der Lokschuppen mit den Sauriern erlebte. „Durch die Corona-Pandemie ist die internationale Vermarktung von Ausstellungen zum Erliegen gekommen. Aktuell besteht aufgrund von finanziellen Einbrüchen kein Interesse mehr an Komplett-Übernahmen“, berichtet der Geschäftsführer. Daher verstreuen sich die Überreste der Ausstellung nun in verschiedene Richtungen. Die eigens gefertigten Modelle, Repliken, Vitrinen und Medienstationen sind größtenteils verkauft. Die Ausstellungsarchitektur wird eingelagert, die Originale gehen zurück in die Staatssammlung.

Bis Anfang Januar werden die Räume geleert, um für das neue Thema „Eiszeit“ Platz zu schaffen. An die Stelle des Plesiosaurus rückt dann der „Mann aus Neuessing“. Die neue Hauptattraktion ist ein einzigartig gut erhaltenes Skelett, das in der Klausenhöhle im niederbayerischen Landkreis Kelheim gefunden wurde. Zusammen mit Repliken, Konstruktionen und Originalfunden von tonnenschwere Mammuts, meterlangen Höhlenlöwen und Wollnashörnern repräsentiert das Skelett die Kaltzeit von vor 40 000 bis vor 15 000 Jahren.

Das Team des Rosenheimer Lokschuppen nimmt Abschied von den Giganten der Meere (von links): VKR-Geschäftsführer Peter Lutz, Laura Steinhuber, Elisabeth Scheueregger, Stefanie Kießling, Johannes Bichler, Andra Hinrichsen , Thomas Wagner und Barbara Ilsanker.

„Wir wollen das Skelett und die aktuellsten genetischen Analysen möglichst würdevoll präsentieren“, betont der Leiter des Lokschuppens, Peter Miesbeck. Stilistisch orientieret sich das Museum dabei an der Darstellung der Saurier.

Um sich Bild von der Eiszeit machen zu können, erwarten den Besucher aus Kunstsoff nachgebildete Mammuts, Auerochsen oder Riesenhirsche. Aber auch bewegte Bilder, interaktive Stationen und aufwendige Animationen sind Teil des neuen Programms. In Workshops können sich Gruppen von Schulklassen außerdem mit der Handwerkskunst in der Eiszeit auseinandersetzen und sich selbst an Musikinstrumenten, Zeichnungen oder Schmuck versuchen.

Ein besonderes Augenmerk legt der Lokschuppen im kommenden Jahr auch auf ein derzeit brisantes Thema. „Gegen Ende der Ausstellung stellen wir unter dem Motto ‚Von der Eis- zur Heißzeit‘ die Fakten und Folgen des aktuellen Klimawandels dar“, meint Miesbeck.

Nach der Kälte kommen die Vulkane

Sollte alles nach Plan laufen, wird die Ausstellung nach zweimonatigen Aufbauarbeiten bis zum 11. Dezember zu sehen sein. Mit der folgenden Sammlung im Jahr 2023, die sich mit dem Thema Vulkane beschäftigt, hoffen alle Beteiligten, wieder in einen normalen Rhythmus zu kommen. Denn so schön die Meeressaurier auch waren, so gerne will Miesbeck die durch Corona geprägte Ausstellung nun möglichst schnell abhacken.

Mehr Platz rund um die neue Sammlung

Mit dem Startschuss der neuen Ausstellung hofft der Geschäftsführer Peter Lutz, auch endlich den Umbau des Lokschuppens gebührend einweihen zu können. Für 12,5 Millionen Euro errichtete das Rosenheimer Architektenbüro Krug Grossmann einen „Kopfbau im Stil des bestehenden Gebäudes“, um mehr Raum für Gastronomie, Museumsshop, Sanitäranlagen und Pädagogikräume zu schaffen. Das lokale Großbauprojekt, das bereits seit 2017 von der Stadt Rosenheim geplant wurde, war jedoch erst zum ersten Lockdown komplett abgeschlossen. Zum Beginn der „Eiszeit“ soll dieser Platz daher nun endlich zur Geltung kommen.

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