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Online-Shop eröffnet am 9. September, 19 Uhr

Vom Vize-Weltmeistertitel zur Chocolaterie: Tamara Seidenglanz aus Rosenheim backt jetzt vegan

Ein eingespieltes Team: Tamara Seidenglanz und Max Wittl haben sich während ihrer Ausbildung kennengelernt und arbeiten seitdem eng zusammen.
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Ein eingespieltes Team: Tamara Seidenglanz und Max Wittl haben sich während ihrer Ausbildung kennengelernt und arbeiten seitdem eng zusammen.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Viele Menschen ernähren sich mittlerweile ohne tierische Produkte. Trotzdem gibt es immer noch etliche Vorurteile und Klischees. Ein Konditoren-Paar will dem jetzt entgegenwirken und eröffnet am 9. September, um 19 Uhr, die Chocolaterie „La Mara“.

Rosenheim – Tamara Seidenglanz und Max Wittl haben schon immer davon geträumt, irgendwann einmal eine vegane Konditorei zu eröffnen. „Wir leben seit neun Jahren vegan, haben aber im Job immer wieder Ausnahmen gemacht“, sagt Wittl. Denn Backen ohne Milch, Eier und Butter schien lange Zeit unvorstellbar. Zumindest bis sich das Paar mit den Lebensmitteln und deren Konsistenz auseinandergesetzt hat. Sie führten Berechnungen durch, fanden heraus, wie viel Fett und Eiweiß es braucht, damit die Praline oder das Stück Kuchen schmeckt und durch welche veganen Produkte Eier, Milch und Butter ersetzt werden können.

Ein Rezept zum Nachbacken: Statt Milch und Sahne setzt das Paar auf Pflanzendrinks und Kokosfett.

Ohne Milch, Butter und Eier

Statt Milch setzen sie auf Pflanzendrinks, statt Butter auf Kokosfett. Sie probieren verschiedene Rezepte aus, vergleichen Rohstoffe miteinander, und verbessern, wo es etwas zu verbessern gibt. „Unser Anspruch war es von Anfang an, vegane Produkte zu kreieren, die genauso gut oder sogar besser schmecken als normale Angebote“, sagt Seidenglanz.

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Dafür hat die gebürtige Rosenheimerin auch den Schlaf- und Freizeitmangel der vergangenen Monate in Kauf genommen. „Wir haben es an manchen Tagen gerade so geschafft, zum Schlafen nach Hause zu fahren“, sagt Wittl und lacht.

13 Stunden in einer gläsernen Box

Doch das Paar weiß, wie viel Einsatz notwendig ist, um Erfolge zu erzielen. So hat Tamara Seidenglanz 2018 beispielsweise 13 Stunden in einer gläsernen Box auf der internationalen Bäckerei-Ausstellung in München geschuftet, um am Ende als zweitbeste Jung-Konditorin der Welt ausgezeichnet zu werden.

Bei der Arbeit: Tamara Seidenglanz füllt die Masse in eine dafür vorgesehene Form.

Eine Nische, die es noch nicht gibt

Ein Jahr später holte sich das Paar den Titel bei der TV-Show „Das große Backen – Die Profis“. Neben dem goldenen Cupcake gab es zudem noch eine 10.000 Euro Siegprämie. Seitdem sind die beiden nicht nur durch die Welt gereist, sondern haben sich auch neue Inspirationen geholt und an ihrem Plan gefeilt, eine vegane Konditorei zu eröffnen – wenn auch vorerst nur mit einem Online-Verkauf.

Zwölf verschiedene Pralinensorten

Angeboten werden ab dem 9. September zwölf verschiedene Pralinen und Tafelschokolade sowie Trinkschokolade. Hergestellt von Tamara Seidenglanz und Max Wittl in ihrer kleinen Manufaktur in Barbing im Landkreis Regensburg. Alle Produkte sind vegan und nachhaltig produziert, schön verpackt in kleinen Papierboxen.

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„Wir sind nur zu zweit und haben keine Angestellten“, sagt Max Wittl. In den vergangenen Tagen hätten die beiden etliches vorbereitet, fühlen sich gewappnet für die ersten Bestellungen aus Deutschland und der Schweiz. „Alles was wir dahaben, werden wir auf die Website stellen“, sagt Seidenglanz. Sollte etwas ausverkauft sein, wird es nachproduziert.

Zwölf vegane Pralinen-Sorten stellen Tamara Seidenglanz und Max Wittl in ihrer Chocolaterie her.

Heimlicher Favorit: Pekanus-Karamell

Das Konzept steht. Jetzt hoffen Tamara Seidenglanz und Max Wittl darauf, dass die veganen Pralinen den Leuten genauso gut schmecken wie ihnen selbst. Denn Favoriten haben die beiden schon jetzt. Seidenglanz schwärmt am Telefon von der Praline „Pekanuss-Karamell“, Wittl von der Sorte „Schwarze Vanille“, die, wie er sagt, besonders cremig ist.

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Wie das neue Angebot angenommen wird, wird sich zeigen. Das Paar jedenfalls hat sich mit dem Online-Shop einen Lebenstraum erfüllt – und hat bereits neue Ziele. Irgendwann wollen die beiden Kurse geben, vielleicht sogar eine vegane Akademie gründen, um Interessierten das Backen von veganen Rezepten beizubringen. Aber erst einmal freut sich das Paar darauf, dass es endlich losgeht. „Das ist unser Beitrag für eine süßere und nachhaltigere Welt.“

Die Chocolaterie ist online zu finden unter www.la-mara.de.

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