Viel Leistung

Man muss schon etwas leisten, wenn man sich etwas leisten können will. Normalerweise fordert das Leistungsprinzip von jedem, sich leistungsfähig zu halten. Gelegentlich wird man zur Leistungssteigerung angespornt, oder man spornt sich selber an. Oft bleibt es beim Anspornen. Man muss auseinanderzuhalten verstehen, was man sich und was man den anderen leistet.

Da gibt es Leute, von denen heißt es immer wieder: "Na, was der sich so leistet, das geht auf keine Kuhhaut!" Und man fragt sie energisch: "Was haben Sie sich denn da schon wieder geleistet?" Einer dieser Leistungsträger stand vor kurzem bei der Besetzung eines Vertrauenspostens zur Debatte. "Der?" rief man. "Ganz und gar unmöglich! Der hat ja noch nichts geleistet!" Da sieht man: Um mehr leisten zu dürfen und mehr geleistet zu bekommen, hätte er sich das, was er sich geleistet hat, auf keinen Fall leisten können. Er hat sich damit keinen Dienst geleistet. Was unsereiner zu leisten vermag, würde eine Liste füllen, die von Abbitte und Beistand über Eide, Gehorsam, Hilfe bis zu Sühne, Verzicht, Widerstand und Zahlungen reicht. Die Leistungskräfte erstrecken sich auf Eigen- und Gegenleistungen ebenso wie auf Ab-, Neben-, Routine-, Pflicht-, Vor- und Zwischenleistungen. Nebenbei kennt man die Leistungskräfte, das Leistungsniveau, das Leistungsgefälle, die Leistungskurve und nicht zuletzt den Leistungsknick.

Kein Wunder, dass man uns eine Leistungsgesellschaft nennt. Nun, entsprechend leisten viele in erster Linie eines: Gesellschaft! pw

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