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BENEFIZAKTION „DEUTSCHBÜCHER FÜR FLÜCHTLINGE“

Vertrauen mit Hilfe von Musik gefasst

Der Spenden-Erlös von 1600 Euro wurde nun der Bürgerstiftung Rosenheim übergeben (von links): André Golob, Sieglinde Zehetbauer und Christian Hlatky. re
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Der Spenden-Erlös von 1600 Euro wurde nun der Bürgerstiftung Rosenheim übergeben (von links): André Golob, Sieglinde Zehetbauer und Christian Hlatky. re

„Eine gute Nachricht“ heißt das Wort „Gospel“ übersetzt und das ist es, im wahrsten Sinne des Wortes: Mit ihrem Gospelchor „Deep roses“ hat die Rosenheimer Sopranistin Sieglinde Zehetbauer rund 1600 Euro gesammelt, die nun der Bürgerstiftung Rosenheim übergeben wurden, um Deutschbücher für Flüchtlinge zu kaufen.

Rosenheim – Wie so vielen Menschen ist es auch Sieglinde Zehetbauer ein Anliegen, anderen zu helfen. Ihr Beruf bietet dafür beste Voraussetzungen, denn mit Musik geht vieles leichter, so ihre Überzeugung.

Seit 2013 organisiert die professionelle Koloratursopranistin und Gründerin des Gospelchors „Deep roses“ jedes Jahr Benefizkonzerte, deren Erlös Hilfsbedürftigen in der Region zugute kommt – in diesem Jahr dem Patenprojekt der Bürgerstiftung Rosenheim unter Leitung von Christian Hlatky mit der Aktion „Deutschbücher für Flüchtlinge“. Schließlich sei die Sprache die Basis für alles, um sich zu verständigen und eine neue Kultur verstehen zu lernen, um sich integrieren zu können und eine bessere Zukunft zu finden, so die Verantwortlichen.

Bereits im vergangenen Sommer hatte Sieglinde Zehetbauer mit ihren Schülern und den „Deep roses“ ein Benefizkonzert für die Bücheraktion organisiert, zwei weitere Auftritte, unter anderem auf dem Rosenheimer Christkindlmarkt folgten.

Den Abschluss der aktuellen Benefizaktion bildete ein Konzert in der Allerheiligenkirche. Mit großer Unterstützung von Pfarrer Dr. André Golob, der die Flüchtlingsthematik auch als biblische Thematik sieht und ein Engagement der Kirche für unerlässlich hält.

Bei diesem jüngsten Auftritt in der alt-katholischen Kirche an der Kaiserstraße wurden die „Deep roses“ von den „Nigerian Gospelsingers“ aus der Kufsteiner Straße unterstützt. Diese hatten sich ebenfalls auf Initiative von Sieglinde Zehetbauer formiert, mit organisatorischer Hilfe von Henriette Stoll, der Leiterin des Helferkreises der Flüchtlingsunterkunft.

Erst zur Generalprobe kamen die rund zehn Nigerianer und die elf Sänger, begleitet von Piano und Querflöte, zum ersten Mal zusammen; ein spannendes Experiment mit klangvollem Ergebnis. Bei einem Teil der circa 20 Gospels wurden die „Deep roses“ von den „Nigerian Gospelsingers“ teils einstimmig, teils mehrstimmig unterstützt.

Begegneten sich die beiden Chöre anfangs noch mit ein bisschen Abstand, so haben sie im Laufe des Konzerts immer mehr zueinander gefunden. Ihr gegenseitiges Vertrauen ist mit der Musik gewachsen. „Am Ende wollten alle gar nicht mehr aufhören, so groß war die Begeisterung, so gut die Stimmung, jeder hat irgendwie zusammen geholfen“, erinnert sich Sieglinde Zehetbauer immer noch berührt von diesem Moment.

Die Mischung aus klassischem Gesang, dem Klatschen und Tanzen und der Lebensfreude beider Chöre war in den Augen aller Beteiligten perfekt. Jeder hat seine Stärken für einen guten Zweck eingesetzt, ein gelungenes Zusammenspiel von allen Seiten.

Die verschiedenen Stimmen, die bunten Gewänder, Kinder, die mitgesungen haben, ein lebendiges und lebensbejahendes Bild – ein frohes Miteinander, voller positiver Klänge und voller Hoffnung für die Zukunft.

Um den regionalen Gedanken auch in der Umsetzung der Aktion weiterzuführen, sollen die weit über 300 Bücher über Johann Postl, besser bekannt als „Bücher Johann“, bestellt werden, der zusätzlich noch weitere 100 Euro spendete.

Am Dienstag, 20. September, ist ein Abend für alle ehrenamtlichen Helfer mit Musikprojekten geplant, bei dem neben einer Aiblinger Band und einer Trommler-Gruppe aus Traunreut auch die „Nigerian Gospelsingers“ auftreten werden.

Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.szehetbauer.de abzurufen. re

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