POLIZEIEINSATZ

Vermeintliche Schusswaffe unter der Jacke

Eine vermeintliche Schusswaffe löste am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr bei einem Getränkemarkt in der Ebersberger Straße einen Polizeieinsatz aus.

Auslöser war die Mitteilung einer aufmerksamen Passantin, die einen Mann mit einer Waffe gesehen hatte, so die Polizei. Dieser sei, so teilte sie der Polizei mit, im Bereich der Lessingstraße unterwegs gewesen. Nachdem der Betroffene die Waffe unter seiner Jacke versteckt habe, sei er in ein Fahrzeug gestiegen und damit in Richtung Innenstadt weggefahren. Die alarmierten Streifen konnten das Fahrzeug bald ausfindig machen und im Bereich der Ebersberger Straße anhalten. Der beschriebene Mann befand sich noch im Auto. Da die eingesetzten Streifen zu diesem Zeitpunkt noch keine genaueren Erkenntnisse zur Art der Waffe hatten, gingen sie mit äußerster Vorsicht vor, steht im Einsatzbericht der Polizei. Bei der durchgeführten Personenkontrolle ermittelten die Beamten, dass es sich bei dem Mann um einen 67-jährigen Rosenheimer handelte. Die Waffe, die er tatsächlich mitführte, war eine sogenannte „Softairwaffe“, stellten die Beamten fest. Sie sehen oft einer echten Waffe manchmal täuschend ähnlich, würden aber keine lebensgefährlichen Verletzungen herbeiführen, so die Polizei. Auf den ersten Blick ließ sich auch die vorgefundene Druckluftwaffe des Rosenheimers nicht von einer echten Schusswaffe unterscheiden. Deshalb dürfe sie auch auf keinen Fall in der Öffentlichkeit mitgeführt werden, so die Polizei. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Nach der Sicherstellung der Waffe und der nötigen Sachbearbeitung, wurde der Rosenheimer wieder entlassen. Auf ihn wartet nun ein Verfahren wegen des Vergehens nach dem Waffengesetz.

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