Unbekannte verwüsten „Koko-Beach“ am Happinger Ausee: Polizei sucht nach Zeugen

Ein Bild der Verwüstung: So hat es am Mittwochmorgen am Kiosk am Happinger Ausee ausgesehen. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.
  • Anna Heise
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Unbekannte haben in der Nacht von Dienstag, 23. Juni, auf Mittwoch, 24. Juni, den „Koko Beach“ am Happinger Ausee verwüstet. Das Besitzer-Ehepaar hat eine Vermutung, wer dahinter stecken könnte.

Rosenheim – Zerbrochene Glasflaschen, leere Chipstüten und Lachgaskapseln: Claudia Kokoschka und ihr Mann Christian trauten ihren Augen nicht, als sie am Mittwochmorgen (24. Juni) ihren Kiosk am Happinger Ausee aufsperren wollten. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagt Claudia Kokoschka. Vor fünfeinhalb Jahren hat sie den Kiosk „Koko-Beach“ von der Stadt Rosenheim gepachtet, eine Situation wie diese hat auch sie noch nicht erlebt. „So etwas sind wir nicht gewöhnt“, sagt ihr Mann Christian. Neben den Verschmutzungen hätten die Unbekannten auch versucht, das Schloss einer Eisentür gewaltsam aufzubrechen. Geklaut wurde, laut Claudia Kokoschka, aber nichts.

Stecken die Absolventen der Fachoberschule dahinter?

Sie und ihr Mann vermuten, dass die Absolventen der Fachoberschule dahinter stecken, die ihren Abschluss am Happinger Ausee gefeiert haben. „Wir sind um 22 Uhr nach Hause gegangen. Die Studenten waren noch da“, sagt Claudia Kokoschka und fügt hinzu: „Es ist ein Unding, dass sich Jugendliche so aufführen.“

Beschädigte Bänke und Tische

Beweise, dass die Absolventen der Fachoberschule aber tatsächlich etwas mit den Verwüstungen zu tun haben, gibt es nicht. Die Rosenheimer Polizei hat jetzt die Ermittlungen aufgenommen. Bei einem Besuch vor Ort stellten die Beamten zudem beschädigte Bänke und Tische fest.

Zerbrochene Glasflaschen haben die Aufräumarbeiten erschwert. privat

Wie hoch der Schaden ist, kann im Moment noch nicht gesagt werden. Die Polizei hat jetzt ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Zeugen werden gebeten sich unter Telefon 08031/200-2200 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Auch Mitarbeiter der Stadt an Aufräumarbeiten beteiligt

Große Hoffnungen, dass die Täter gefasst werden, haben Claudia und Christian Kokoschka nicht. Und auch die Aufräumarbeiten auf ihrer Terrasse blieben an ihnen hängen.

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Um die Liegewiese, die in den Zuständigkeitsbereich der Stadt fällt, kümmerten sich zwei Mitarbeiter des Baubetriebshofs. Wie die Stadt mitteilt, waren beide Mitarbeiter fast drei Stunden beschäftigt. Das Hauptproblem: die zerbrochenen Glasflaschen.

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