Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Vernissage am Freitag, 20. Mai

Über Sehnsuchtsorte der Rosenheimer: Zwei Kulturschaffende wollen für mehr Pep in der Stadt sorgen

Wollen „Kunstausstellungen mit Pep“ nach Rosenheim holen: Claudia Hanslmeier (links) undElaine Herrmann.
+
Wollen „Kunstausstellungen mit Pep“ nach Rosenheim holen: Claudia Hanslmeier (links) undElaine Herrmann.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
    schließen

Sonnenaufgänge, Erinnerungen an den Urlaub oder das Lieblingslied im Radio: Jeder Mensch hat seine persönlichen Sehnsuchtsorte. Am Freitag, 20. Mai, lädt das Künstlerkollektiv „Adelheid“ zu einer Ausstellung ein, um die Besucher auf eine Reise zu ihren inneren und äußeren Sehnsuchtsorten mitzunehmen.

Rosenheim – In der Alten Druckerei in der Königstraße 7b laufen an diesem Abend die Vorbereitungen auf Hochtouren. Abstände werden gemessen, Tische verschoben und Pflanzen in die richtige Position gerückt. Mittendrin stehen Elaine Herrmann und Claudia Hanslmeier. Zwei junge Kulturschaffende, die vor einigen Monaten die Entscheidung getroffen haben, ihren persönlichen Sehnsuchtsort zu schaffen.

Niederschwellig und unter einem Decknamen

Am Küchentisch einer WG-Wohnung sind die ersten Ideen zur Ausstellung entstanden. Niederschwellig sollte es sein, wie die beiden erzählen, für jeden zugänglich, unter einem Decknamen und wenn möglich in leer stehenden Häusern. Zumindest bei Letzterem sei die Umsetzung schwierig gewesen.

„Wie mussten schnell feststellen, dass es gar nicht zu einfach ist, offene Vermieter zu finden“, sagt Herrmann. Also haben sie beschlossen, ihre Werke vorerst in der Alten Druckerei auszustellen. Unter dem Decknamen „Adelheid“ – eine Art fiktive Person, die genau verkörpern soll, wofür die Ausstellungen, aber auch die beiden Künstlerinnen stehen.

Einladung in das Wohnzimmer

„Adelheid ist eine Frau, die weiß, was sie will“, sagt Claudia Hanslmeier. Sie habe viel erlebt, sei durch die Welt gereist und habe von jedem ihrer Sehnsuchtsorte etwas mit nach Hause gebracht. Um ihre Sehnsüchte mit anderen zu teilen, lädt Adelheid Menschen in ihr Wohnzimmer ein – zum Austausch, Staunen und gemeinsamen Zusammensein.

„Die Besucher erwartet in den kommenden Tagen eine sinnliche Schnitzeljagd in den eigenen Kern“, sagt Claudia Hanslmeier.

Ausgestellt werden nicht nur die Werke von Elaine Herrmann, sondern auch Franziska Eslami, die 2019 den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern im Bereich Kultur bekommen hat, und Lukas Riddermann, der sich seit fünf Jahren der künstlerischen Fotografie verschrieben hat.

Abstrakte Malerei entführt in sinnliche Welt

Während Franziska Eslami die Besucher mit ihrer abstrakten Malerei in eine sinnliche Welt entführen will, manipuliert Lukas Riddermann mit einfachen Mitteln analoge und digitaler Kameratechnik.

Elaine Herrmann hat sich als Textildesignerin vor allem den Fäden verschrieben und überführt die Malerei in eine neue Materialität. „Wir arbeiten zu Themen aus unterschiedlichen Gesichtspunkten“, sagt Claudia Hanslmeier.

Ein Netzwerk für kreative Köpfe

Neben den Ausstellungen verfolgen Hanslmeier und Herrmann auch das Ziel, kreative Menschen zusammenzubringen. „Wir wollen ein Netzwerk schaffen und das nach Rosenheim holen, was uns fehlt“, sagt Hanslmeier. Herrmann fügt hinzu: „Rosenheim ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Doch das ein oder andere Puzzleteil fehlt.“

Eigene Sehnsuchtsorte erkennen

Und das ist, in den Augen der beiden Künstlerinnen, eben eine Ausstellung wie die, die am Freitag, 20. Mai, in der Alten Druckerei in der Königstraße gezeigt werden soll. „Wir hoffen, dass die Besucher in unseren Werken ihre eigenen Sehnsuchtsorte erkennen“, sagt Herrmann.

Die Ausstellung „Sehnsuchtsorte“ findet in der Zeit von Freitag, 20. Mai, bis Mittwoch, 25. Mai, statt in der Alten Druckerei in der Königstraße 7B statt. Montag und Dienstag hat die Ausstellung geschlossen. Die Vernissage beginnt am Freitag um 17 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Am Samstag ist zudem ein Collagen-Workshop.

Mehr zum Thema