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Nach zwei Jahren Zwangspause

Trotz Corona-Pandemie: Rosenheim hofft auf Herbstfest

Ein Bild aus längst vergangenen Zeiten: Unbeschwerte Szene beim Rosenheimer Herbstfest.
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Ein Bild aus längst vergangenen Zeiten: Unbeschwerte Szene beim Rosenheimer Herbstfest.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Noch wird dort getestet und geimpft. Im Spätsommer aber könnte die Loretowiese nach zwei Jahren Zwangspause wieder Schauplatz des Herbstfestes sein. Ungewiss bleibt die Zukunft des Impfzentrums. Möglich erscheint – bei derzeit rund 800 Impfungen täglich – ein Umzug lediglich mit dem Zeltanbau.

Rosenheim – 27. August bis 10. September: In diesen zwei Wochen könnte es stattfinden, das Rosenheimer Herbstfest. Zumindest, wenn alles glattgeht. Nach zwei Jahren der Pandemie-Zwangspause denken die Veranstalter offenbar wieder über das Rosenheimer Großereignis schlechthin nach: Auf der Homepage des Wirtschaftlichen Verbandes Rosenheim findet sich auch schon ein entsprechender Terminhinweis. Mit dem Adjektiv „hoffentlich“.

Ein Herbstfest 2022: Es wäre für viele Menschen ein Glücksfall, der die Stadt Rosenheim aber in die Zwickmühle bringen könnte. Denn laut Gesundheitsministerium sollen die Impfzentren bis Jahresende betrieben werden. Die Stadt unterhält – zusammen mit dem Landkreis – ein Test- und ein Impfzentrum auf der Loretowiese. Von dort müsste man im Fest-Fall weichen. Wohin? „Wir prüfen alle Optionen“, sagt Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl.

Vertrag der Stadt mit Auerbräu läuft nur noch bis Frühling

Was den Zeitdruck erhöht: Der Vertrag zwischen Stadt und Auerbräu läuft nach Angaben Bugls Ende April aus. Bugl fügte aber hinzu, dass die Stadt Rosenheim einem Herbstfest, so es stattfinden kann, „auf keinen Fall im Wege stehen würde“.

Damit legt sich die Stadt einigermaßen fest. Ob das Fest stattfindet oder nicht, wird sich nicht bis Ende des Vertrags entscheiden lassen. Reinhold Frey, Vorsitzender des veranstaltendenden Wirtschaftlichen Verbands, rechnet mit einer Festlegung für oder gegen das Herbstfest erst im Mai.

Auerbräu wiederum wird sich kaum den Weg zum Herbstfest voreilig verbauen, es wird die Halle als Fest-Location nutzen wollen, auch wenn sich Sprecher Michael Hinterseer sich am Dienstag dazu konkret nicht äußern wolle. Alles zusammengenommen sieht es danach aus, dass sich die Stadtverwaltung nach Alternativ-Standorten für das Impfzentrum umsehen muss.

Denkbar wäre eine immerhin Verlängerung des Impfzentrumsbetriebs um einige Wochen. Das würde der Stadt mehr Spielraum für die Suche nach einem Standort bieten. Denn erst im Juli, so sagt es Reinhold Frey, beginnen im Normalfall die Vorbereitungen zu einem Rosenheimer Herbstfest.

Bei rund 800 Impfungen pro Tag liegt man derzeit im Impfzentrum. Das Pensum ließe sich wohl auch im kleineren Zeltanbau bewältigen. Was wiederum die Suche nach einem Standort erleichtern dürfte.

Schausteller Fahrenschon äußert sich optimistisch

Die Hoffnung auf einen festlichen Spätsommer, sie lebt in vielen Beteiligten. Max Fahrenschon, Schausteller aus Großkarolinenfeld und Herbstfest-Institution, äußert sich zuversichtlich. „Das Oktoberfest in München ist für uns so etwas wie das Leit-Fest“, sagt Fahrenschon. „Und die Münchner planen ja schon.“ Reinhold Frey äußert sich ebenfalls optimistisch, allerdings mit einer Einschränkung: „Vorausgesetzt, es bleibt bei Omikron: Dann haben wir eine ganz gute Chance.“

Schauen, was München macht

Feiern in größerem Ausmaß? In den vergangenen zwei Jahren war das nicht drin. Zu ansteckend ist das Corona-Virus. Doch machen die Eigenarten des Omikron-Typs – einiges deutet drauf hin, dass er weniger schwere klinische Verläufe verursacht – und die Tatsache, dass über 70 Prozent der Menschen geimpft sind, offenbar Gedankenspiele möglich.

„In München denken sie über eine Bändchen-Lösung nach“, sagt Fahrenschon. „Da kann man sich dann vorher online mit einem Impfzertifikat anmelden.“ Derlei sei doch auch fürs Herbstfest in Rosenheim denkbar. Und kann man sich wirklich feiernde Menschen in einem Festzelt vorstellen? Fahrenschon kann: „Die Gastronomie ist doch schon auf gute Lösungen gekommen.“

Auch Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbandes, äußert sich verhalten optimistisch - wenn es doch nur bei Omikron bliebe und nichts Schlimmeres daherkomme. Denn das Virus habe in der Vergangenheit immer Überraschungen parat gehabt. „Die Leute waren ja auch zuversichtlich, was die Weihnachtsmärkte betrifft“, sagt er, „man hatte teilweise ja schon aufgebaut. Wie man heute weiß, vergebene Liebesmüh.

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