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Fünf neue Songs am Freitag (17. Dezember)

Träume voller Inspiration: Rosenheimer Musiker „Fabig“ startet mit EP durch

Für das Entstehen seiner Songs braucht „Fabig“ nach eigenen Angaben eine besondere Atmosphäre.
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Für das Entstehen seiner Songs braucht „Fabig“ nach eigenen Angaben eine besondere Atmosphäre.
  • VonKilian Schroeder
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Momentan verdient er seine Brötchen noch im Bereich Gartenbau. In Zukunft will der Rosenheimer Fabian von Dobschütz, der in der Musikwelt unter dem Namen „Fabig“ bekannt ist, aber als Künstler auf sich aufmerksam machen. Dabei helfen soll seine zweite EP mit fünf Songs, die am 17. Dezember erscheint.

Rosenheim – Er sei ein Tagträumer, sagt Fabian von Dobschütz über sich. „Aber das ist nicht negativ gemeint.“ Eher male er sich bei der Arbeit, auf Reisen oder auch einfach zu Hause gerne verschiedenste Zukünfte aus, versetze sich in Situationen hinein. Diese Situationen bleiben aber nicht in seinem Kopf. Der 33-jährige verarbeitet seine Gedanken zu Musik und veröffentlicht sie unter dem Künstlernamen „Fabig“. Am Freitag (17. Dezember) erscheint seine zweite EP, fünf Songs sind darauf. Mit seiner Musik hat er aber noch einiges vor.

Eigentlich ist er Gartenbauer

Eigentlich ist von Dobschütz Gartenbauer. Das muss, wenn es nach ihm geht, aber nicht für immer so bleiben. „Ich halte mir das offen“, sagt er. „Denn ich will so viel Musik machen wie möglich.“ Sein Ziel ist, später einmal als professioneller Musiker zu arbeiten. „Ich bin froh, dass ich jetzt während der Pandemie noch nicht von der Musik lebe. Aber wenn sich einmal eine Tür dazu öffnet, werde ich nicht Nein sagen.“

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Schon seit er vier Jahre alt ist, macht der Rosenheimer Fabian von Dobschütz Musik. Zuerst als Schlagzeuger in der Musikschule, später fängt er mit Klavier an. Er macht 2008 praktisches Musikabitur am Ignaz-Günther-Gymnasium, spielt in Schülerbands und klassischen Orchestern. Nebenher bringt er sich selbst ein wenig Gitarre bei, im klassischen Singer-Songwriter-, oder wie er es sagt, „Lagerfeuer“-Stil. Nach dem Abitur begann er, seine ersten eigenen Lieder zu schreiben, erst auf Englisch, später auf Deutsch. „Auf Deutsch kann ich mich besser ausdrücken, so macht es auch mehr Spaß.“

Am Anfang war es nur ein reines Hobby

Dass er einmal von seiner Musik leben will, war aber nicht immer klar – anfangs habe er Musik eher als Hobby nebenbei gemacht, sagt von Dobschütz. Doch eines Tages hätte ein Freund ihm den Rat gegeben: „Wenn du selbst nicht in dich investierst, warum sollte das jemand anderes machen?“ „Da hat es ,Klick‘ bei mir gemacht und ich habe angefangen, da etwas reinzustecken“, sagt er. Seitdem besteht seine Freizeit hauptsächlich daraus, an seiner Musik zu arbeiten – das bedeutet auch, Zeit und Geld in Vermarktung zu stecken. Damit sei er auch schon angeeckt, sagt von Dobschütz. „Ich konnte nicht zu Geburtstagen, oder habe kurzfristig Termine abgesagt, wenn plötzlich ein Auftritt möglich wurde.“ Bisher sei ihm alles verziehen worden.

„Coldplay“ und Clueso als Vorbilder

Inzwischen arbeitet er mit einem Münchner Produzenten zusammen. Zwei EPs hat er schon aufgenommen. Bei der ersten hatte noch eine Band mitgespielt, bei der zweiten, die am heutigen Freitag erscheint, hat von Dobschütz alle Instrumente einzeln eingespielt. Musikalisch orientiert er sich am Deutschpop, kombiniert mit Alternative- und Indie-Einschlägen. Seine Vorbilder: Die Band „Provinz“, der Musiker Clueso oder „Coldplay“.

Für seine Songs braucht von Dobschütz eine besondere Atmosphäre. „Ich setze mich oft abends an den Schreibtisch, drehe das Licht ein herunter und stelle manchmal ein Glas Wein dazu.“ Dann versucht er in einen kreativen Tunnel zu geraten, wo die Musik aus ihm herausströmt.

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Bis 23 Uhr abends sitzt er so oft da. Am nächsten Tag steht er um fünf Uhr auf, um zur Arbeit zu fahren. Die Texte entstehen aber oft, wenn er unterwegs ist: „Ich reise viel, in einem Pickup, auf dem ein Dachzelt aufgebaut ist. Dann setze ich mich gerne in einen Campingstuhl und schreibe meine Texte.“ Die Ideen dafür kommen aus dem Alltag, die Texte sollen den Menschen Raum für Interpretation bieten.

Die Corona-Pandemie hat das Projekt „Fabig“ zu einem gewissen Teil ausgebremst. Wie fast alle Musiker und Bands musste auch von Dobschütz seine Konzerte absagen. Insgesamt habe er im vergangenen Jahr nur zwei Mal vor Menschen gespielt. Er vermisse das Publikum, sagt der Musiker. Vor allem das Feedback, dass er aus der Menge bekomme. „Es ist nicht einfach“, sagt er.

Songs aus der Zeit des Lockdowns

Die Songs auf seiner neuen EP kommen auch aus der Zeit im Lockdown. „Träume“ heißt sie und passt damit gut zum Tagträumer Fabian von Dobschütz. Außerdem will er Anfang Januar ein besonderes Musikvideo veröffentlichen: Eine Tanzperformance zu einer Ballade aus seiner EP. Die Lieder darauf seien zwar nachdenklich, würden aber auch Mut machen.

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Mit seiner Musik will er die Menschen inspirieren, Auswege aus schweren Momenten aufzeigen. „Im Titelsong geht es darum, dass jeder Träume hat. Und wenn man sie nicht erreicht, öffnen sich oft neue Türen, hinter denen neue Träume sind.“ An seinem Traum, Profimusiker zu werden, arbeitet Fabian von Dobschütz so lange weiter.

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