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Hürden: Genehmigung und fehlende Grundstücke

In Corona-Zeiten: Große Nachfrage nach kleinen Häusern

Begrenzter Raum: Um Küche, Bad, Schlaf- und Wohnbereich zu vereinen, hat Erhard Seiler, hier in seinem Prototypen, jeden Zentimeter optimiert.
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Begrenzter Raum: Um Küche, Bad, Schlaf- und Wohnbereich zu vereinen, hat Erhard Seiler, hier in seinem Prototypen, jeden Zentimeter optimiert.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Sie sind maximal 50 Quadratmeter groß und der Inbegriff vom kleinen Eigenheim: Tiny Houses. Die rund zehn Meter langen Häuser sollen alles bieten, was man zum Leben braucht, ohne einen Millimeter Platz zu verschwenden. Seit der Corona-Pandemie sind die kleinen Häuser gefragt wie nie.

Rosenheim – Das kann Erhard Seiler, Geschäftsführer der Rosenheimer Firma „OrthoDorn“, nur bestätigen. Der Reiz der kleinen Häuser hatte auch bei ihm seinen Erfindergeist geweckt – und ließ ihn einen Prototypen entwerfen. In diesem Fall ein Tiny House aus Zirbenholz.

Prototyp an der Isarstraße

Besagter Prototyp steht an der Isarstraße in Rosenheim. Von vergangenen Sommer an hat Seiler seine Idee weiterentwickelt und inzwischen eine eigene Serie an kleinen Wohnmöglichkeiten entworfen. Das Interesse sei groß. „Die Leute wollen sich reduzieren und sich in Pandemie-Zeiten in ihr kleines eigenes Revier zurückziehen, ohne dabei allzu viel Geld auszugeben.“

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Daher informierten sich derzeit nicht nur Einzelgänger, sondern auch viele Paare das platzsparende Angebot an. Auf 22 Quadratmetern wird in Seilers Häuschen der Stauraum bis zum Maximum ausgereizt. Doppelte Böden, kleine Nischen und versteckte Fächer sorgen dafür, dass man auf zwei Etagen ein Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer miteinander vereint.

Das größte Problem sei für viele Interessenten allerdings die Genehmigungsfrage, wie der Aisinger Hersteller berichtet: „Man kann sich das nicht einfach irgendwo hinstellen und am nächsten Tag woanders aufbauen. Baurechtlich gesehen ist es ein komplettes Haus.“

Neue Wohnform wird von der Politik als Chance gesehen

Als alternative Wohnraumschaffung werden die kleinen Häuser, die zwischen 70.000 und 100.000 Euro kosten, auch in der Politik wahrgenommen. So hat die Rosenheimer CSU-Stadtratsfraktion bereits einen Antrag gestellt mit der Intention, dass Rosenheim eine Tiny-House-Siedlung schafft. Stadtrat Florian Ludwig erhofft sich davon, „einen Beitrag zum teuren und begrenzten Wohnraum in Rosenheim leisten zu können“.

Idee kam von der TH Rosenheim

Der Prototyp, der die Idee für eine ganze Siedlung aufbrachte, kam von der TH-Rosenheim. Dort haben 19 Architektur-Studenten bereits 2018 eine mögliche Version eines Tiny Houses entworfen. Dieses steht seit einigen Monaten am Salzstadel vor der Rosenheimer Stadtbibliothek. Ursprünglich als kreativer Treffpunkt für neugierige Einwohner angedacht, findet der kleine Raum aufgrund der Corona-Bestimmungen derzeit nur einmal wöchentlich als Kuchen-Verkaufsstation Verwendung.

Auch wenn Erhard Seiler die Varianten seines Unternehmens derzeit auf keiner Messe vorstellen kann, bleiben die kleinen Häuser sein Projekt für die Zukunft – wenn es nach ihm geht, auch nach Corona-Zeiten.

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