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REPORTERIN IN JOGGINGHOSE – FOLGE 8: TISCHTENNIS

Die Timo Bolls von Morgen

Zusammen trainieren sie wie die Profis:(von links) Vini, Muamer, Janek, David, Nico, Dennis, Co-Trainerin Johanna, Noah, Philipp, Leon, Linus, Lenny, Michi , Michi, Jugendleiter Bernhard, Johann, Co-Trainer Julian, (vordere Reihe von links) Leandro und Kema
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Zusammen trainieren sie wie die Profis:(von links) Vini, Muamer, Janek, David, Nico, Dennis, Co-Trainerin Johanna, Noah, Philipp, Leon, Linus, Lenny, Michi , Michi, Jugendleiter Bernhard, Johann, Co-Trainer Julian, (vordere Reihe von links) Leandro und Kema

15 Prozent der Kinder in Deutschland sind zu dick. Der Grund: mangelnde Bewegung. Das gilt nicht für viele Mädchen und Buben, die in den Rosenheimer Vereinen fleißig trainieren. Was sie alles können, zeigen sie in der OVB-Serie „Reporterin in Jogginghose“. In Folge acht probiert sich Susanne Hoffmann im Tischtennis – trainiert von jungen Könnern des Sportbunds Rosenheim.

Rosenheim – Die Hitze drückt schwer in der Turnhalle am Nörreut. Den 18 überwiegend männlichen Tischtennisspielern scheint das aber nichts auszumachen. Schon beim Aufwärmen flitzen sie durch die Turnhalle und haben Spaß an der Bewegung. Mir rinnt der Schweiß nur so herunter und schon noch drei Runden Laufen bin ich außer Puste.

Lenny (13) und Linus (11) sind heute meine Tischtennislehrer. „Den Schläger musst du so halten“, sagt Linus und zeigt mir, wie er das macht. Den Zeigefinger klemme ich wie die beiden Jungs quer auf die Rückseite des Schlägers. „Die Beine parallel und etwas in die Knie gehen“, ergänzt Lenny die richtige Körperhaltung. Dann zeigen mir die Zwei, wie man kontert, wie die Vor- und die Rückhand geht und wie man einen Topspin schlägt.

Ich merke schnell, dass ich meine Keller-Kentnisse von unserer Tischtennisplatte zu Hause über Bord werfen muss. Jahrelange falsche Schlägerhaltung rächen sich, und das bisschen Ping-Pong im Hobbyraum ist eben nicht vergleichbar mit dem, was die Jungs können.

Trainer Bernhard Bruckner gesellt sich zu uns an die Platte, die mir plötzlich viel zu kurz vorkommt. Mit ihm üben wir ein wenig die Technik und schlagen abwechselnd ein paar Vor- und Rückhandbälle. Lenny und Linus beherrschen dies im FF. Ich nicht. Meine Bälle kommen nie dort an, wo ich sie eigentlich haben will. „Den Schläger nicht so weit öffnen“, gibt Bruckner als Tipp. Das Umsetzen finde ich nicht so einfach. Doch nach ein paar Übungsschlägen etabliert sich langsam so etwas wie Routine – zumindest, was das Treffen der Platte angeht. „Jetzt machen wir ein kleines Spiel“, sagt Bruckner. Spiel?, denke ich und hoffe, dass mir eine Blamage bei meinem „Können“ erspart bleibt.

Doch schnell werfe ich meine Zweifel über Bord – überwiegt doch der Spaß an der Herausforderung. Im Duell spiele ich abwechselnd gegen einen der vielen Jungen. „Wer zuerst sieben Punkte hat, gewinnt. Der Verlierer bleibt an seiner Platte und behält seine erzielten Punkte im neuen Match“, sagt Bruckner und lächelt mich an: „So haben auch die Schwächeren die Chance, einmal zu gewinnen.“

Dieses Glück wird mir zwar nicht vergönnt, doch ich entwickle auch Freude am Verlieren und an meinen wenigen gewonnen Punkten, die ich für mich einheimsen konnte.

Überwältigt bin ich nach der Trainingsstunde von dem Können der jungen Tischtennisspieler. Angeschnittene Bälle, Spielzüge mit Köpfchen – die Kinder beherrschen ihren Sport wie kleine Profis. Und die Freude an ihrem Hobby, die ist beim Training spürbar.

Infos unter www.sbrtt.de Schnuppertraining möglich nach Voranmeldung unter SBR-TT-Jugend@t-online.de

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