Technische Hochschule Rosenheim: Wettbewerb „Solar Decathlon Europe“ auf 2022 verschoben

Die Studenten des Projektteams arbeiten trotz des verschobenen „Solar Decathlon“-Wettbewerbs weiter an ihrem Projekt.
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Die Studenten des Projektteams arbeiten trotz des verschobenen „Solar Decathlon“-Wettbewerbs weiter an ihrem Projekt.

Für die Studenten des Projektteams an der Hochschule bringt die Nachricht vom verschobenen Wettbewerb positive und negative Folgen mit sich.

RosenheimDer internationale Studentenwettbewerb „Solar Decathlon Europe 2021“ ist wegen der Corona-Pandemie auf 2022 verschoben worden. Die Technische Hochschule ist mit ihrem Projektteam „Level Up“ für den Wettbewerb qualifiziert. Die Studenten entwerfen eine innovative und klimafreundliche Aufstockung für ein Haus in der Nürnberger Innenstadt. Was bedeutet diese Nachricht für das Projekt und die Studenten?

Projektleiter Andreas Boschert hört sich nicht so an, als würde ihn der verschobene Wettbewerb beunruhigen. Im Gegenteil: „Das kommt uns und den anderen Teams hinsichtlich der Quantität und Qualität der Ergebnisse zugute“, sagt er. Im Team habe große Erleichterung geherrscht.

Allerdings bringe die Verlängerung des Projekts auch einige Schwierigkeiten mit sich. Zum Beispiel die finanziellen Ausgaben, die durch Forschungs- und Sponsorengelder nun ein Jahr länger gedeckt werden müssen. „Wir suchen weiterhin dringend nach Partnern und Sponsoren für unser Projekt“, sagt Boschert.

Teammitglieder schließen Studium ab

Außerdem erhöhe sich der Aufwand, die Projektarbeiten zu koordinieren. Teammitglieder, die ihr Studium in der nächsten Zeit beenden, müssten den „Staffelstab“, wie Boschert es nennt, an neue Studenten übergeben. „Die neuen Zeitachsen bedeuten für uns also kein entspannteres Arbeiten, sondern ein ambitioniertes Verfolgen unserer Ziele.“

Während der vergangenen Monate hat sich im Projekt einiges getan. Die Studenten haben laut dem Projektleiter die Konzepte für die Aufstockung des Bestandsgebäudes in Nürnberg weiterentwickelt. Ein Team habe an der Gebäudehülle gearbeitet. Außerdem hätten sie eine Photovoltaikanlage für Dach und Fassade konkret geplant. Aber die Studenten haben nicht nur an ihrem Projekt, sondern auch an sich selbst gearbeitet. In einem Seminar habe ein externer Trainer die Studenten und ihre persönlichen Entwicklungsschritte „engmaschig betreut“, berichtet Boschert. „Und nun laufen die Planungen und Vorbereitungen für das kommende Wintersemester auf Hochtouren.“

„Ein Haus lässt sich nicht digital bauen“

Die Hochschule wird – wie viele andere Institutionen und Einrichtungen – von der Corona-Pandemie beeinflusst. Dennoch hat laut Boschert zu Beginn die Umstellung auf die Mischung aus Präsenzveranstaltungen und virtuellen Besprechungen gut funktioniert. Es gebe mittlerweile viele Online-Funktionen, die ein vernetztes Zusammenarbeiten unterstützen. Trotzdem gebe es Dinge, die das Team virtuell nur schwer bearbeiten könne. „Ein Haus lässt sich schließlich nicht digital bauen“, sagt er. „Es fehlt uns, bei gemeinsamen Treffen, Seminaren und Workshops in Form von Präsenzveranstaltungen zusammenzukommen.“ Alexandra Schöne

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