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Am Tag der Stadtführung

Taschenlampen und Sprichwörter: Rosenheimer Stadtführer stellen ihr Programm vor

Das Team der Stadtführer: (von links) Stefan Kürschner, Rosi Fery, Ilse Schönhammer, Hanne Fortmeier, Maria Wolfarth, Karin Wiesböck, Brigitte Schwaighofer, Reinhard Mäurer und Dagmar Deisenberger.
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Das Team der Stadtführer: (von links) Stefan Kürschner, Rosi Fery, Ilse Schönhammer, Hanne Fortmeier, Maria Wolfarth, Karin Wiesböck, Brigitte Schwaighofer, Reinhard Mäurer und Dagmar Deisenberger.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Im Rahmen von „Sommer in Rosenheim“ präsentieren die Rosenheimer Touristinfo und das Team der Stadtführer ihre vielfältigen Touren. Eine Geschichte über Herzblut, kuriose Führungen und warum sich viele keine schönere Berufung vorstellen können.

Rosenheim – Franz Schmid (50) kann sich gar nicht mehr daran erinnern, wann er damit begonnen hat, Stadtführungen anzubieten. „Das muss schon ewig her sein“, sagt er am Telefon und lacht. Die Arbeit mache ihm Spaß, außerdem sei es schön, während der Führungen immer wieder neue Leute kennenzulernen.

Franz Schmid.

Alles rund ums Bier

Am Freitag (5. August) bietet der 50-Jährige um 17 Uhr seine Sonderführung „Hopfen und Malz“ an. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt zeigt Schmid den Teilnehmern die alten Braustätten in der Innenstadt und informiert über die Bierherstellung und deren Rohstoffe.

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„Auf die Führung musste ich mich fast ein halbes Jahr vorbereiten. So etwas schüttelt man nicht einfach so aus dem Ärmel“, sagt Schmid. Er musste im Internet recherchieren, hat sich zusätzliche Informationen beim Stadtarchiv, den Brauereien und beim Wirtschaftlichen Verband geholt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und begeistert die Teilnehmer auch immer wieder.

Dagmar Deisenberger.

Unheimlich stolz auf die Heimat

Ähnlich erfolgreich ist Dagmar Deisenberger (54) mit ihren beiden Stadtführungen „Rosenheim und die Liebe“ und „Weibsbilder“. Die 54-Jährige ist erst seit drei Jahren Teil des Teams. „Ich bin ein totaler Rosenheim-Fan und unheimlich stolz auf meine Heimat“, sagt sie. Aus diesem Grund genieße sie es auch, ihre Heimat während der Führungen herzuzeigen, wie sie sagt. Hinzu komme, dass sie gerne Leute unterhält. Gute Voraussetzungen also, um Stadtführerin zu sein.

„Mit einem rosarot-eingefärbten Blickwinkel“

Weil sie zudem eine Romantikerin ist, bietet sie seit diesem Jahr die Führung „Rosenheim und die Liebe“ an – einen Spaziergang durch die Innenstadt mit Geschichten rund um die Liebe, eingebettet in die wichtigsten Ereignisse der Rosenheimer Vergangenheit. „Die Stadtgeschichte kommt nicht zu kurz. Es gibt nur einen anderen, rosarot-eingefärbten Blickwinkel“, sagt Deisenberger.

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Karin Wiesböck.

Ähnlich begeistert erzählt sie über die Stadtführung „Weibsbilder“, die sie gemeinsam mit Karin Wiesböck anbietet und die am Freitag (5. August) sowohl um 13 Uhr als auch um 17 Uhr stattfinden. „Hier machen wir interessante Rosenheimer Frauenfiguren wieder lebendig“, sagt Wiesböck.

Rosenheimer Geschichten liegen ihr am Herzen

Sie ist die zweite Vorsitzende der Stadtführerzunft und schon „seit der ersten Stunde dabei“. Ihr liegen Rosenheimer Geschichten am Herzen. Aus diesem Grund macht sie neben der Stadtführung „Weibsbilder“ unter anderem auch die Rosenheimer Friedhofsführung, „Im Herzen der Altstadt“ und „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“ an.

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„Mir ist nicht nur die Geschichte wichtig, sondern auch die Unterhaltung“, sagt Wiesböck. Ihr Ziel sei es, den „Leuten Lust auf die Stadt zu machen“. Und damit Menschen aus der ganzen Welt an ihren Stadtführungen teilnehmen können, bietet sie auch englischsprachige Touren an. Unter anderem für die Master-Studenten der Hochschule.

Ilse Schönhammer.

Historisches und Kulinarisches

Mit Leidenschaft dabei ist auch Ilse Schönhammer. Die 78-Jährige sagt, ihr sei im Ruhestand „die Decke auf den Kopf gefallen“. Weil sie auch während ihrer beruflichen Laufbahn mit vielen Menschen zu tun hatte, entdeckte sie die Stadtführungen für sich. Seit 2008 führt sie durch die Rosenheimer Kaffeehäuser und bietet die Tour „Historisches und Kulinarisches“ an.

Seit 25 Jahren Stadtführerin

Brigitte Schwaighofer.

Bereits seit 25 Jahren als Stadtführerin unterwegs ist Brigitte Schwaighofer. Am heutigen Freitag bietet die 82-Jährige unter anderem die Führung „Wer ko der ko“ – Rosenheim sprichwörtlich“ sowie die Themenführung „Himmelsleiter und Grabendächer“ an. Bei diesem Rundgang wird anhand von ausgewählten Gebäuden an die Bauweise erinnert, die früher im südöstlichen Bayern, Tirol und Oberösterreich verbreitet war.

Von Kempten nach Rosenheim

Auf das Programm am Freitag (5.8) freut sich auch Stefan Kürschner, Vorsitzender der Stadtführerzunft. Er kommt ursprünglich aus Kempten und hat zuvor Führungen auf Schloss Neuschwanstein gegeben. Seit 2001 ist er in Rosenheim und erklärt Interessierten seitdem alles, was es über Rosenheim zu wissen gibt. „Ich habe nicht nur Spaß an der Historie, sondern auch am Erklären“, sagt Kürschner.

Stefan Kürschner.

Beginn ist ab 11 Uhr

Doch auch seinen Verein hat die Corona--Krise schwer getroffen. Umso glücklicher ist er, dass er und sein Team seit einigen Monaten wieder unterwegs sein können. Unter anderem am heutigen Freitag (5.8). Beginn ist ab 11 Uhr. Die Führungen starten alle zwei Stunden vor der Rosenheimer Touristinfo am Parkhaus P1. Treffpunkt für die Taschenlampenführung ist um 20.30 Uhr an der Arche am Mangfallpark Süd.

Folgende Führungen werden am Freitag angeboten: 11 Uhr: „Himmelsleiter und Grabendächer“ und Wer ko der ko – Rosenheim sprichwörtlich“

13 Uhr: „Weibsbilder“ und „Rosenheimer Kaffeehausgeschichten

15 Uhr: „Im Herzen der Altstadt“ und „Wer ko der ko“

17 Uhr: „Hopfen und Malz“ und „Weibsbilder“

20.30 Uhr: Taschenlampenführung. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht möglich. Die Registrierung erfolgt vor Ort. Unter allen Teilnehmern verlost die Touristinfo Tickets für die Stadtführung „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“.

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