Tag des Butterbrotes: Premiere kommt in Rosenheim gut an

Tag des Butterbrotes: Rosina Kienle genießt das Angebot am Bürgerhaus
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Tag des Butterbrotes: Rosina Kienle genießt das Angebot am Bürgerhaus

Die Kontaktstelle „Bürgerliches Engagement“ in der Lessingstraße hat am Freitag (25. September) den Tag des Butterbrotes gefeiert. Was es damit auf sich hat? Ein Besuch vor Ort.

von Korbinian Sautter

Rosenheim – Gänzlich unverhofft kam Rosina Kienle am Freitagvormittag beim Bürgerhaus „Miteinander“ zu einem zweiten Frühstück. Die Rosenheimer Rentnerin war eine der Passanten, die in der Lessingstraße 77 vorbeikamen, als die „Kontaktstelle bürgerschaftliches Engagement (KBE)“ gerade Butterbrote verteilte. Der Anlass war der deutsche Tag des Butterbrotes. Ein Tag, der 1999 von einer Marketinggesellschaft für Agrarwirtschaft ins Leben gerufen wurde und seither jedes Jahr am letzten Freitag im September stattfindet.

Hygiene-Regeln werden beachtet

Die Gesellschaft hatte sich zwar 2009 aufgelöst, der Brottag aber blieb. Karin Weiß, der Sozialraumkoordinatorin der KBE, brachte die Rosenheimer Innenstadt. „Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das gelesen habe. Aber ich dachte mir, dieser Butterbrot-Tag ist doch genau das Richtige, um mal nicht jede Woche nur Kaffee und Kuchen anzubieten.“

Abendbrot im Vorbeigehen serviert

Die neue Idee kam an. Trotz des schlechten Wetters nutzten einige Passanten die ungewöhnliche Gelegenheit, um sich den Klassiker im Vorbeigehen servieren zu lassen. Auch Rosina Kienle ließ sich eine Scheibe der insgesamt drei Kilogramm Brot schmecken, die eine örtliche Bäckerei für diesen besonderen Anlass gespendet hatte.

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Die Menschen hinter dem Tag des Butterbrotes: (von links)Renate Plesch, Karin Weiß, Hannah Annen, Viktoria Zelenika, Bernadette Schmitzberger, Nathalie Jennes.

„Ich bin eine große Butterbrot-Liebhaberin. Das erinnert mich an früher, als es das bei uns fast jeden Abend gab“, schwelgt Kienle in Erinnerungen.

Keine Wurst- und Käsebrote

In Zeiten von Corona wurde bei der Verteilung der Butterbrote natürlich auf besondere Hygiene geachtet. Die Backwaren wurden mit Mundschutz und Handschuhen bestrichen, und bei der Ausgabe wurde stets auf Abstand geachtet. Auch der Belag wurde dementsprechend angepasst.

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Geplant war zunächst, auch Wurst- und Käsebrote anzubieten, was allerdings an den erforderlichen Hygienevorschriften scheiterte. Bis auf den Schnittlauch, der nach Wunsch auf das Brot gestreut werden konnte, gab es daher nur die ursprüngliche Variante des Butterbrotes.

Informationen über die Kontaktstelle

Die Initiatorin der Aktion zeigte sich mit der Premiere voll und ganz zufrieden: „Es kamen wirklich einige Leute, mit denen wir ins Gespräch kamen und die wir über unsere Kontaktstelle informieren konnten. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass wir das auch nächstes Jahr wieder machen, vielleicht ja dann sogar bei besserem Wetter.

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