Superfood aus dem Garten

Rosenheim – Sebastian Kneipp hielt große Stücke auf die Pflanzen.

Sein Wissen stützte sich auf die Tradition der Klostergärten. Dabei waren es die ganz einfachen Gewächse, die er besonders zu schätzen wusste  – wie der Löwenzahn. Seine Bitterstoffe fördern den Appetit, treiben die Galle und Magensaftproduktion an. Weitere Stoffe aus dem Löwenzahnblatt erhöhen die Wasser- und Salzausscheidung über die Niere. Somit eignet sich der Extrakt bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden sowie bei Störungen des Gallenflusses. Traditionell in der Ernährungsmedizin – wenn auch nicht wissenschaftlich untermauert – findet der Löwenzahn außerdem Verwendung bei Rheuma, Gicht, Arthrose, Bronchitis, Husten, Fieber, Ekzemen, Hühneraugen und Warzen. Naturheilkundler empfehlen eine vierwöchige Frühjahrskur mit Tee zur Rundum-Stärkung von Stoffwechsel bis Immunsystem. Dafür wird zweimal am Tag ein Teelöffel Löwenzahnblätter aufgekocht, die man dann eine Viertelstunde ziehen lässt. Der feine Geschmack junger Löwenzahnblätter ist eine leckere und gesunde Ergänzung im Salat.

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