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So steht‘s um die Gesundheit in der Region

Studie zu Gesundheitsverhalten: Wie gesund lebt Rosenheim und warum?

Bei der Übergabe der Studie: (von links) Stadtdirektor Michael Keneder, „Gesundheitsbotschafter“ Professor Dr. Dieter Benatzky, Oberbürgermeister Andreas März und Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl.
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Bei der Übergabe der Studie: (von links) Stadtdirektor Michael Keneder, „Gesundheitsbotschafter“ Professor Dr. Dieter Benatzky, Oberbürgermeister Andreas März und Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl.

Wie stark ist das Gesundheits-Bewusstsein der Rosenheimer und was kann die Stadt tun, um noch bessere Voraussetzungen für ein gesundes Leben zu schaffen? Dieser Frage ist die Stadt Rosenheim in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Dieter Benatzky im Rahmen einer Studie nachgegangen.

Rosenheim – Die Ergebnisse bescheinigen den Rosenheimern ein hohes Maß an Wohlbefinden: 35 Prozent fühlen sich „rundum gesund“, selbst wenn 56 Prozent dieser Personengruppe über „gewisse Einschränkungen“ ihres körperlichen Zustands berichten. Insgesamt geben nur neun Prozent an, überhaupt nicht gesund zu sein. Das betrifft vor allem ältere Menschen über 75 Jahren, von denen sich 24 Prozent laut Studie überhaupt nicht gesund fühlen. Sie klagen vor allem über Probleme mit dem Bewegungsapparat, dem Herz-Kreislauf-System und den Atemwegen.

Die Bewegungsangebote von Vereinen, Fitnessstudios, der Volkshochschule, des RoMed Klinikums oder der Krankenkassen werden von älteren Personen wenig angenommen. Hinzu kommt, dass diese Gruppe überproportional unter Einsamkeit leidet.

Soziale Kontakte wirken sich auf die Ernährung aus

Doch auch junge Erwachsene sind laut Studie vom Problem der Einsamkeit betroffen: Immerhin 17 Prozent der 25- bis 39-Jährigen haben demnach kaum soziale Kontakte in ihrer Freizeit. Diese Personengruppe zeigt erhebliche Defizite bei gesunder Ernährung. Auch bei vielen Auszubildenden und Sozialhilfe-Empfängern ist das Bewusstsein für gesunde Ernährung kaum oder gar nicht vorhanden.

„Aus diesen Befragungsergebnissen ergeben sich zwei Handlungsansätze: Erstens kann und muss die vorhandene Bürgerhaus-Struktur in den Rosenheimer Stadtteilen dazu genutzt werden, gerade für ältere Menschen mehr gemeinschaftsbildende Veranstaltungsformate anzubieten. Zweitens sollten die vorhandenen Sportangebote generationenübergreifend intensiver bekannt gemacht werden.

Etliche Befragte beklagten negative Umwelteinflüsse wie Straßenlärm und schlechte Luft.

Medizinische Versorgung wird positiv bewertet

Positiv bewertet die Studie die Qualität der medizinischen Versorgung in Rosenheim. Gepunktet haben vor allem die Qualität der Hausärzte und die Notaufnahme im Klinikum. Bei Fachärzten wurden Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung beklagt. Exzellente Noten erhielten die Rosenheimer Apotheken vollem für ihre qualitativ hochwertige Beratung.

Im Vergleich mit den 24 weiteren kreisfreien Städten in Bayern liegt Rosenheim nach Würzburg auf Rang zwei bei der Ärztedichte: Auf 303 Einwohner kommt ein Arzt. Nach Auskunft der „Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns“ attestiert der Bedarfsplan im aktuellen Versorgungsatlas für Rosenheim mit Kolbermoor und Stephanskirchen einen Versorgungsgrad bei den Hausärzten von rund 115 Prozent. Der Versorgungsgrad für die fachärztliche Versorgung mit Stadt und Landkreis Rosenheim liegt bei Kinder- und Jugendärzten bei 115 Prozent, bei den Augenärzten bei 120 Prozent und bei den Chirurgen und Orthopäden sogar bei 189 Prozent. Bei der Apothekendichte liegt Rosenheim mit einer Apotheke auf 3504 Einwohner auf Rang 14.

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Nach Einschätzung der Stadt ist die Studie ein Beleg für die gute medizinische Infrastruktur in der Stadt. Rosenheim erfülle eine zentrale Versorgungsfunktion für die gesamte Region. „Darauf lässt sich in einer Zeit aufbauen, in der auch wegen des demografischen Wandels und einer insgesamt älter werdenden Bevölkerung der Gesundheitsversorgung vor Ort immer mehr Bedeutung zukommt“, so Oberbürgermeister Andreas März.

Die Stadt ist seit 2007 Mitglied im „Gesunde-Städte-Netzwerk“ der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ziel des Netzwerks ist es, vor Ort die Voraussetzungen für ein gesundes Leben und Arbeiten zu verbessern.

Die vorliegende Studie wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit von Sabrina Moffa an der Technischen Hochschule Rosenheim durchgeführt. (re)

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