Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Söder zum Transit-Zoff: „Geduld geht zu Ende“

Streit um Blockabfertigung eskaliert: Jetzt plant Bayern Sperrungen

Die Blockabfertigung sorgt immer wieder kilometerlange Staus im Inntal.
+
Die Blockabfertigung sorgt immer wieder kilometerlange Staus im Inntal.
  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
    schließen

Die Blockabfertigung im Inntal sorgt seit Jahren für Frust bei Autofahrern und Anwohnern in der Region. Jetzt schlägt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Transit-Streit mit Tirol zurück. Hier die exklusiven Hintergründe.

Rosenheim – Im erbitterten Transit-Streit mit Österreich plant Bayern jetzt tageweise eigene Lkw-Straßensperren. „Die bayerische Geduld geht zu Ende. Wir brauchen kurzfristige Maßnahmen, um unsere Bürgerinnen und Bürger in der Grenzregion zu entlasten“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Exklusivinterview.

„Maßnahmen zum Schutz unserer heimischen Bevölkerung“

Hintergrund ist der seit vielen Jahren ungelöste Streit mit Tirol um die Blockabfertigung im Inntal. Immer öfter kommt es zu endlosen Lkw-Schlangen auf bayerischer Seite und zu Ausweichverkehr durch die Orte. Bayerische Politiker wehren sich dagegen auf allen Ebenen – bisher vergeblich. „Das droht im Sommer noch schlimmer zu werden, wenn die Probleme an den Flughäfen noch mehr Verkehr auf die Straße bringen“, warnt Söder. „Jetzt müssen Maßnahmen zum Schutz unserer heimischen Bevölkerung folgen.“

Söder plant nun, den Ausweichverkehr durch die Orte im Inntal und Richtung Salzburg zu stoppen – noch im Sommer. Sein Innen- und sein Verkehrsminister in München sollen „sehr zügig“ ein Konzept dafür entwickeln. Der Bund soll aufgefordert werden, an Tagen mit Blockabfertigung durch die Österreicher die Abfahrten an den Autobahnen A 8 und A 93 für überregionalen Lkw-Verkehr zu sperren. Die Landratsämter, zuständig für die Landstraßen, könnten zudem an diesen Tagen die Ortsdurchfahrten für den Lkw-Transit schließen. „Wir werden das mit der bayerischen Polizei kontrollieren und durchsetzen“, verspricht Söder. Das bezieht sich explizit auf Lastwagen, Sperrungen für Autos sind nicht geplant.

Verkehrsinfarkt droht

Der CSU-Chef sagt, er werde mit Berlin und Wien im Gespräch bleiben, er müsse aber nun handeln. „Andernfalls droht uns auf den Nebenstrecken nach Salzburg und durchs Inntal der Verkehrsinfarkt.“

Söder kritisierte auch, dass sein jüngster Vorstoß, die Maut auf der Brenner-Strecke in einer gemeinsamen Aktion von Deutschland, Österreich und Italien zu erhöhen, kaum weiterverfolgt wurde. Er hatte bei einer Wien-Reise im Frühjahr dafür geworben, unter anderem bei Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Ziel war, mehr Brummis auf die Schiene und somit die Schweizer Alpenquerung zu verlagern, um das enge, von Lärm und Abgasen geplagte Inntal zu entlasten. „Unser Vorschlag der Süd-Maut von München bis Verona auf der Brenner-Strecke wird bisher nur zögerlich verfolgt, obwohl es Bayern, Tirol und Südtirol befürworten“, sagte Söder.

Mehr zum Thema

Kommentare