„Strebt nach glücklichem Leben“: Abiturverleihung an der Freien Waldorfschule Rosenheim

... Das Abitur in der Tasche haben (von links) Laura Fischbacher, Luca Daumüller, Freya Dohle, Susanne Krebs, Johanna Schneiderrmeier, Joel Sailer und Clara Marie Boscheck.re

An der Freien Waldorfschule Rosenheim waren alle 14 Abschlussschüler erfolgreich und haben das Abiturzeugnis erhalten. In den Reden auf der Abiturfeier wurde die Eltern und Lehrer gewürdigt und auf die Bedeutung von Talenten abseits der Abschlussnote hingewiesen.

Rosenheim – Ein ganz besonderes Ereignis im Leben eines jeden Gymnasiasten ist die Abiturfeier. Die Umstände, unter denen sowohl die Abiturprüfung als auch die Feier ablief, waren wegen der Corona-Pandemie heuer durchaus außergewöhnlich.

Unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln wurden am vergangenen Samstag, 18. Juli, im Schulhof derFreien Waldorfschule Rosenheim die Abiturienten verabschiedet. Alle 14 Schüler – acht junge Männer und sechs junge Frauen – legten in dieser besonderen Zeit erfolgreich die staatlichen Prüfungen ab. Sie erhielten bei der Feier ihr Abiturzeugnis und als Abschiedsgeschenk eine Sonnenblume.

Mit dem Scheitern von Plänen umgehen

Die Absolventen starteten in ihr letztes Schuljahr mit einem festen Plan, der auf viel Erfahrung basiert. Dieser musste im März jedoch kurzfristig und auch mehrfach abgeändert werden. Die neuen Gegebenheiten in der Corona-Krise machten dies notwendig. Die Fähigkeit, mit dem Scheitern und dem Anpassen von Plänen umzugehen, ist laut Abschlussklassen-Betreuerin Kirsten Laker-Callie eine wichtige Voraussetzung für das weitere Leben der Abiturienten.

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Christian Schneidermeier, Vater eines Schülers, forderte in seiner Rede die Absolventen dazu auf, nach einem glücklichen Leben zu streben. Jeder solle erkennen, dass alle Dinge im Leben zueinander in Verbindung stehen. Das würde den Menschen in der Corona-Pandemie momentan wieder vor Augen geführt werden.

Ausdauer und Geduld der Eltern gewürdigt

Er ergänzte, dass sich der Wert eines Menschen nicht nur an einer Abschlussnote ermessen lasse, sondern an seinen vielen Eigenschaften und Talenten. Das würden auch immer mehr Unternehmen so sehen, versprach er. Schneidermeier gratulierte den Schülern zu ihrem Erfolg und dankte den Lehrern für ihren Einsatz. Außerdem würdigte er die Ausdauer und die Geduld der Eltern. Diese hätten während der Schulzeit oft mit ihren Kindern gelitten.

Das letzte Wort gebührte Amon Weidl, dem Vertreter der Abiturienten der Freien Waldorfschule. Seine Rede war heiter, aber auch nachdenklich. Er wies darauf hin, dass der Tag der Abiturfeier neben dem Start in die Zukunft auch gleichzeitig der Abschied von einer tollen Schulzeit und von seinen Schulfreunden sei. Abschließend bat er alle Anwesenden um einen kräftigen Applaus für die Abiturienten der Freien Waldorfschule Rosenheim.

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