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Stellvertretende Leiterin des Rosenheimer Schulamtes Angelika Elsner im Interview

Testpflicht ab Montag: „Die Schulen sind sehr umfangreich vorbereitet“

Ab Montag, den 12. April gilt eine Corona-Testpflicht an Bayerns Schulen. Im Gespräch mit rosenheim24.de erläutert die Stellvertretende Leiterin des Rosenheimer Schulamtes Angelika Elsner die Maßnahmen.
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Ab Montag, den 12. April gilt eine Corona-Testpflicht an Bayerns Schulen. Im Gespräch mit rosenheim24.de erläutert die Stellvertretende Leiterin des Rosenheimer Schulamtes Angelika Elsner die Maßnahmen.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Ab Montag, den 12. April gilt eine Corona-Testpflicht an Schulen in Bayern. Diese wird von unseren Lesern bereits heftig diskutiert. Im Interview mit rosenheim24.de erläutert die Stellvertretende Leiterin des Schulamts Rosenheim die Maßnahmen.

Rosenheim - „Natürlich haben sich schon Eltern gemeldet, die Bedenken gegen die verpflichtenden Selbsttestungen haben. Aber es gab auch viele positive Rückmeldungen von Leuten, deren Sicherheitsgefühl sich dadurch verbessert hat“, berichtet Angelika Elsner, stellvertretende Leiterin des Schulamts Rosenheim. „Die Schulen sind sehr umfangreich vorbereitet, auch mit Unterstützung von Hilfsorganisationen wie dem BRK und dem THW. Die Lehrkräfte wissen, wie sie vorzugehen haben und werden die Kinder genau anleiten. Wir sind hier den Schulleitungen und Lehrkräften zu großem Dank verpflichtet, wie sensibel und verantwortungsbewusst vorgegangen wird.“

Im Landkreis Rosenheim gäbe es zudem den Sonderfall, dass teils Schüler aus dem Landkreis Schulen in der Kreisfreien Stadt besuchen. „Hier gilt dann natürlich: Distanz.- oder Präsenzunterricht durchgeführt wird, ist dieser entsprechend zu besuchen.“

Ab Montag Testpflicht an Bayerischen Schulen - Stellvertretende Leiterin des Schulamts Rosenheim zu Regelungen

An Bayerns Schulen gilt ab Montag, den 12. April - inzidenzunabhängig - eine Testpflicht für Schüler und Lehrer und das mindestens zweimal wöchentlich. „Die Teilnahme am Unterricht kann nur mit einem negativen Testergebnis stattfinden“, stellte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch klar. Ansonsten bleibt das Konzept für den Unterricht weitestgehend wie bisher: In Städten und Kreisen mit einer Inzidenz von unter 100 bleibt es beim Wechselunterricht. Dort, wo ausreichend Abstand gewährleistet werden kann, ist sogar Präsenzunterricht möglich. Bei Inzidenzen über 100 gibt es Distanzunterricht - mit Ausnahme von Abschlussklassen, Q11 und den vierten Klassen der Grundschulen. Diese Jahrgangsstufen dürfen weiter Wechselunterricht anbieten.

„Damit Schülerinnen und Schüler am Präsenz- oder Wechselunterricht teilnehmen dürfen, müssen sie zweimal pro Woche in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alternativ kann auch ein PCR- oder POC-Antigenschnelltest vorgelegt werden, der durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt wurde“, erläutert Angelika Elsner. „ Solche Tests können beispielsweise in den lokalen Testzentren, bei Ärzten oder bei anderen geeigneten Stellen durchgeführt werden. Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht hier nicht aus.“ In Kreisen und Städten, in denen die Inzidenz über 100 liegt, darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein, bei Inzidenzen unter 100 nicht älter als 48 Stunden.

Neben den Schülern würden selbstverständlich auch sämtliche Lehrer an einer Schule, sowie das dort tätige Personal, wie Hausmeister, Putzkräfte und so weiter getestet. Die Selbsttests an Schulen würden normalerweise unmittelbar zu Beginn des entsprechenden Unterrichtstages im Klassenzimmer durchgeführt. Es werden dafür etwas 20 Minuten veranschlagt, wobei 15 Minuten davon auf Wartezeit entfallen. „Seitens des Bayerischen Kultusministeriums gibt es auch ein Erklärvideo dazu, wie die Selbsttests vorgenommen werden müssen.“

„Bevor das erste Mal getestet wird, erläutern die Lehrkräfte den Schülern ausführlich, wie der Test durchzuführen ist und was ein positives Ergebnis bedeutet. Es wird dabei auch ausdrücklich vermittelt, dass ein positives Ergebnis nicht zwangsläufig auch zu einer Erkrankung führen muss“, betont Elsner. „Sollte ein Test positiv ausfallen, kann der Schulbesuch zunächst nicht weiter fortgesetzt werden. Die betroffene Schülerin oder Schüler muss dann isoliert und, wenn möglich, von den Erziehungsberechtigten abgeholt werden. Das passiert natürlich seitens der Lehrkräfte mit aller gebotenen Sensibilität.“

„Wir tun alles, um Lernrückstände aufzuholen“, betont Elsner abschließend, „Alle Schulen und Lehrkräfte sind hier sehr engagiert.“

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