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„Startschuss für meine Musik-Karriere“: Sanyram aus Rosenheim veröffentlicht erste Single

Der Rosenheimer DJ und House-Produzent Marinus Schwarzmann (23), alias Sanyram.
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Der Rosenheimer DJ und House-Produzent Marinus Schwarzmann (23), alias Sanyram.

Rosenheim – Der Musiker Marinus Schwarzmann (23), alias Sanyram, wagt mit seiner neuen Single „Flightmode“ den Schritt in die professionelle Musik-Szene. Aus dem ursprünglichen Track des Rappers Baro Beretta hat der Künstler einen Dance-House-Remix gemacht, dessen Vocals und Beats zum Tanzen animieren.

Von Rebecca Seeberg

Sanyram, welchen Stellenwert nimmt die Single „Flightmode“ in Ihrer Künstler-Laufbahn ein?

Sanyram: „Damit trete ich zum ersten Mal professionell und unter einem Label, den Queens Bay Records, auf. Bisher habe ich ziemlich bedroom-producer mäßig gearbeitet. „Flightmode“ ist der Startschuss in meine Musiker-Karriere.“

Wie spiegelt die Single Ihren Style wider?

Sanyram: „Jede meiner Singles spiegelt natürlich auf die eine oder andere Weise meinen eigenen Sound wider. Man könnte meine Musik am ehesten als „Organic und Chill-House“ beschreiben. Darunter kann man sich natürlich schwer etwas vorstellen, deshalb beschreibe ich meinen Style mal so: Ich lege live auf und baue ebenfalls live gespielte Instrumente ein. Unter anderem spiele ich das Drum Pad oder arbeite mit anderen Musikern, zum Beispiel Gitarristen, zusammen. Dabei entsteht tanzbare und gleichzeitig sehr atmosphärische und organische Musik. Meine neue Single „Flightmode“ ist im Vergleich zu meinen anderen Tracks zwar ebenfalls elektronisch und experimentell, aber weniger atmosphärisch. Ich wollte in meine professionelle Musiker-Karierre mit einem richtigen Knaller starten.“

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Der Remix basiert auf einem Song des Rosenheimer Rappers Baro Beretta. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Sanyram: „Baro Beretta und ich sind schon länger befreundet. Wie ich hat auch er angefangen hobbymäßig Musik zu machen und mittlerweile was aus sich gemacht. Ich habe seine Entwicklung beobachtet und fand die ziemlich cool. Auch sein Musikstil gefällt mir. Wir hatten beide Bock darauf zusammen was zu produzieren, also hat er hat mir seine Vocals zugeschickt und ich habe einfach etwas daraus gemacht.“

In welcher Rosenheimer Club-Szene fühlen Sie sich (in nicht-Corona-Zeiten) am wohlsten?

Sanyram: „Dazu zählt auf jeden Fall die Asta-Kneipe. Hier geht es nicht um Glamour und darum gut aufzutreten, sondern die Musik steht im Vordergrund. Und genau das will ich widerspiegeln – ich will, dass die Leute meine Musik fühlen und sich dazu bewegen. Deshalb ist die Asta-Kneipe die Bar, mit der ich mich in Rosenheim am meisten identifizieren kann. Aber eine richtige House-Musik-Szene gibt es in Rosenheim eigentlich nicht. Das finde ich schade und möchte deshalb genau in dem Bereich selber was aufbauen. Ich bin dabei mich stetig zu verbessern und habe mir für 2021 viel vorgenommen. Zusammen mit den Jungs von Queens Bay Records plane ich unter anderem einige Shows, also Live-Auftritte.“

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Und wie bringt man als DJ eine Party richtig in Schwung?

Sanyram: „Das ist keine leichte Frage. Es dreht sich alles darum, die richtige Atmosphäre aufzubauen. Dazu gehört es ordentlich einzuheizen und nicht einfach nur hinter dem DJ-Pult zu stehen und den Arm zu heben. Die Energie der Tracks auf das Publikum zu übertragen, das ist das Wichtigste.“

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