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Über 500 Trauergäste

Oliver Häusler in Rosenheim beerdigt: Eishockey-Familie der Starbulls im Schmerz vereint

Unüberschaubar war die Menge der Trauergäste vor der Aussegnungshalle auf dem Rosenheimer Friedhof.
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Unüberschaubar war die Menge der Trauergäste vor der Aussegnungshalle auf dem Rosenheimer Friedhof.
  • VonFranz Ruprecht
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Über 500 Trauergäste nahmen am Freitag, 22. Juli, am städtischen Friedhof Rosenheim Abschied von Oliver Häusler. Dem Verstorbenen war die große Schar der Trauergäste in Gedanken, in den Herzen und Gebeten spürbar verbunden.

Rosenheim - Bereits auf dem Weg zur Aussegnungshalle war schnell zu erkennen, hier geht es darum, einen ehemaligen Eishockeyspieler und – trainer auf dem letzten Erdenweg zu begleiten. Seine über viele Jahre betreuten Nachwuchsmannschaften beteiligten sich in einheitlichen T-Shirts, mit Rosen in der Hand und Tränen im Gesicht.

Nach dem Einführungsmusikstück „Halleluja“ von Pentatonix stellte Seelsorgerin Hannelore Maurer ihre Predigt unter das Leitwort „Das Leben ist ein Schatz in einem zerbrechlichen Gefäß“ und zitierte den wohl besten Eishockeyspieler aller Zeiten, Wayne Gretzky, der einmal sagte: „Ein guter Eishockeyspieler steht, wo der Puck ist, ein sehr guter Eishockeyspieler steht, wo der Puck sein wird. Eishockey ist ein flotter Sport, wo immer alles ziemlich schnell geht. Manchmal wie in unserem Leben, in dem wir leider auch nicht immer wissen, wie das Spiel verläuft, was morgen sein wird. An einem Tag wie heute, wenn Ihr als Familie und langjährige Freunde und Vertraute Abschied nehmt von Oliver Häusler, steht der Puck im Spiel des Lebens, steht die Welt erst einmal still, wenn wir zurückschauen“, sagte sie.

Eishockey ist ihm Beruf geworden

Häusler ist in Augsburg geboren. Mit 15 Jahren kam er nach Rosenheim, nach Realschule und Lehre bei der Firma Fröschl in Rosenheim ist Eishockey sein Beruf geworden und geblieben. Oliver Häusler war Torhüter in Rosenheim, Weiden, Bad Aibling, Geretsried, letztendlich Rosenheimer Nachwuchstrainer und zuletzt zusätzlich Sportkoordinator. Er hat seinen Beruf über alles geliebt, aber nicht nur den Sport an sich, sondern eben die Mannschaft - besonders „seine“ Jungs, die er trainiert hat. „Sein Heimgehen lässt uns jetzt mit offenen Fragen zurück. Ihr als Familie und Freunde müsst Oli loslassen: den Ehemann, den Papa, den Sohn und Bruder, den Freund und Sportkollegen. Bei allem leben wir aus der Hoffnung, dass wir im Leben und im Sterben nicht tiefer fallen als hinein in Gottes Hand“, so Seelsorgerin Hannelore Maurer.

Trauerflor am Bild des verstorbenen Oliver Häusler.

Bewegender Abschied der Töchter

Den Töchtern Lea und Celina war wichtig, sich persönlich für den gemeinsamen Abschied mit vielen warmen Worten über ihren so geliebten Papa an die Trauergemeinde zu wenden. „Er wäre für uns durchs Feuer gegangen. Er hinterlässt eine riesengroße Lücke“. „Wenn andere Leute sagen, du bist wie dein Papa, dann macht mich das einfach stolz“, sagte Celina, „Papa du bist nicht mehr da, aber du wirst immer einen riesengroßen Platz in meinem Herzen haben.“

„Du hast Menschen ausgebildet“

Häuslers Frau Claudia führte den Trauerzug zur Grabstätte an, wo Seelsorgerin Maurer die Beisetzung vornahm. „Eishockey war und ist dein Leben. Eishockey in Rosenheim ist, wofür du stehst. Heute kommen wir im Schmerz zusammen und wissen immer noch nicht recht, was wir sagen, was wir fühlen sollen. Es war stets dein Bemühen keine Eishockeyspieler auszubilden, sondern Menschen. Dein Name ist mit unserem Verein untrennbar verbunden“, bedankte sich der Zweite Vorsitzende der Starbulls, Christian Hötzendorfer, bei der Abschiedsrede.

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