Stadtverkehr Rosenheim nimmt wieder Fahrt auf: So geht es ab dem 15. Juni weiter.

Ab Montag, 15. Juni, fahren wieder mehr Busse in Rosenheim und Kolbermoor.

Der Stadtverkehr Rosenheim steckt in der Krise. Die Fahrgastzahlen sind niedrig, die finanziellen Verluste groß. Trotzdem soll es ab Montag, 15. Juni, ein „gesteigertes Angebot“ geben. Das teilte die „Stadtverkehr Rosenheim GmbH“ (SVR) jetzt mit. Das Ziel: Fahrgäste durch ein erhöhtes Angebot zurückgewinnen.

Rosenheim/Kolbermoor – So fahren ab Montag, 15. Juni, die Linien 1, 3, 5, 9 und 10 wieder. Der Nachtverkehr 2 fährt mit weiteren 15 Minuten Taktverdichtungen. Kolbermoor Süd ist bereits angebunden, Pfaffenhofen kommt dazu. Kolbermoor Nord wird für die Schüler angefahren. Die Linien werden ab 19.35 Uhr derzeit nicht durch die Nachtverkehrslinien ersetzt. Die Fahrtrouten bleiben den ganzen Tag unverändert.

Samstags fahren die Linien-Busse bis 16 Uhr und werden erst dann ausgedünnt. Auch hier wird es keine Umstellung auf Nachtverkehr bis 22.05 Uhr geben, heißt es in der Pressemitteilung.

„Ehrenrunde“ in Kolbermoor Süd

Ein neues Konzept der Umläufe soll die Pünktlichkeit steigern. So wird zum Beispiel ein Plan mit einer „Ehrenrunde“ in Kolbermoor Süd getestet, das bei etwaigen Verspätungen durch eine Fahrt durch den Aicherpark bis zu zehn Minuten einspart. So sollen die Busse ab Kolbermoor nach Rosenheim auch wieder pünktlich ankommen.

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Die Linie 1 wird die Fahrzeiten zu Berufsschule, Hochschule/FOS, Kaserne und Lessingstraße verkürzen. Die Linie 5 fährt nun stadtein- und auswärts über die Rechenauerstraße, um der Erlenau nahe zu kommen und die Fahrzeiten zu verkürzen. Abwechselnd wird nun wieder Pfaffenhofen und Egarten angefahren. Auch das Gebiet Mitterfeld hat nun wieder Anbindung stadtein- und auswärts.

Mit Einsatz der Linie 10 kann die Linie 3 wie bisher ab Traberhof oder Alt-Happing wieder direkt den Bahnhof und Stadtmitte anbinden, die Umwege vermeiden und an Pünktlichkeit zulegen. Die Linie 12 wird die Fahrzeit von und nach Unterfürstätt und dem betreuten Wohnen in der Schießstattstraße verkürzen.

Nach Möglichkeit werden die Busse der Linie 5 und 1 zum umstiegslosen Anschluss zum Bahnhof durchgeführt. Wegen der ungleichen Anzahl der Abfahrten sei dies aber nicht immer möglich.

Schülerverkehr in gesondertem Fahrplan

Eine weitere Herausforderung ist der wieder anlaufende Schülerverkehr der außerhalb liegenden Grund- und Hauptschulen, heißt es in der Pressemitteilung. Die wechselnden Zeiten und neuen Zeitmodelle würden den Linienfahrplan „komplett aus dem Takt“ bringen. Daher wurden diese nun in einen gesonderten Fahrplan übernommen.

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Der Nachtverkehr 2 wurde um 11.20 Uhr und 11.50 Uhr zusätzlich auf einen 15- Minuten-Takt weiter verstärkt. So würden die Schüler der Realschulen besser verteilt. Weiterhin bleibe der Mangel der Anbindung von Oberwöhr bestehen. Durch die Baustelle und damit fehlende Durchfahrtmöglichkeit sei dieser Stadtteil „zur Bus-Mausefalle“ geworden. Weil es von der Erlenau keine Querverbindung zur Ebersbergerstraße gibt, kann dieses Gebiet derzeit nur über die Rechenauerstraße erschlossen werden. Auch müssen die Bereiche Aisingerwies sowie Aicherpark/Finsterwalderstraße mit kürzeren Fahrzeiten angebunden werden. Wie dieses Konzept aussehen könnte, stehe noch nicht fest.

Mund-Nase-Schutz im Linienbus

Im Linienbus gilt weiterhin die Pflicht des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes. Im Bus soll nach Möglichkeit der Mindestabstand eingehalten werden. Das solle bei den durchschnittlich zehn Fahrgästen pro Fahrtrichtung leicht möglich sein, wie der SVR mitteilte. Gemäß der aktuellen Regelungen dürfen 66 Fahrgäste im Linienbus befördert werden. Eine solche Auslastung habe es laut dem SVR aber noch nicht gegeben.

Die Fahrplanaushänge werden in den nächsten Tagen aktualisiert, heißt es in der Pressemitteilung.

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