Stadt warnt vor ominöser Sammelaktion in Rosenheim

So sehen die Handzettel aus: Eine „ungarische Familie“ bittet in verständlichem, aber nicht immer korrektem Deutsch um Spenden.
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So sehen die Handzettel aus: Eine „ungarische Familie“ bittet in verständlichem, aber nicht immer korrektem Deutsch um Spenden.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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„Wir nehmen alles, was sie nicht brauchen“ steht auf einem Flugblatt, das in Rosenheim verteilt wurde. Warum man sich an der Sammlung nicht beteiligen sollte.

RosenheimIn der Finsterwalderstraße sind – wieder einmal – Flugblätter aufgetaucht, auf denen eine „ungarische Familie“ verspricht, ausrangierte Gegenstände vor der Tür abzuholen. Experten raten zur Vorsicht.

Alufelgen, Türen und Kaffeeautomaten: Auf dem kleinen, weißen Zettel, den in den vergangenen Tagen zahlreiche Rosenheimer aus ihrem Briefkasten gefischt haben, steht in schwarzen Buchstaben das Wort „Sammlung“.

Verständlich, aber kein gutes Deutsch

Darunter: „Wir möchten Sie darüber informieren, dass eine ungarische Familie eine Sammlung organiziert“. Die Aufforderung ist gut verständlich, aber nicht immer in korrektem Deutsch. Weiter heißt es: „Wir nehmen alles, was Sie nicht brauchen.“ Was mit „alles“ gemeint ist, wird dann ausführlich aufgezählt. „Bastelei Maschine (auch defekt)“, „Tanne Möbel“, Schlittschuh (maximal vier Jahre alt), „Porzellan Puppe“ oder „ein Rutsche“ werden gesucht.

Keine Kontaktdaten auf den Flugblättern

Was auf dem Zettel fehlt, sind Kontaktdaten eines Verantwortlichen. Dafür gibt es einen Hinweis, dass der- oder diejenige, der hinter dem Zettel steckt, auch bei regnerischem Wetter für die „hinausgetanten Sachen“ vorbeikommt.

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Die Sammlung ist der Stadt Rosenheim bekannt. „Sie kommt jedes Jahr wieder. Nicht nur in Rosenheim, sondern bundesweit“, sagt Pressesprecher Christian Schwalm. Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz handelt es sich dabei um eine gewerbliche Abfallsammlung. Eine solche muss laut Stadt drei Monate vorher angemeldet werden.

Keine Angaben über Größe und Art der Sammlung

Auch müssen Angaben über die Größe und Organisation des Sammlungsunternehmens gemacht werden, aber auch über die Art, das Ausmaß und die Dauer der Sammlung. Auch muss nachgewiesen werden, wie die Abfälle verwertet und ordnungsgemäß entsorgt werden. „Das wird allerdings nie eingehalten“, sagt Schwalm. Und selbst wenn die Sammlung fristgerecht angemeldet worden wäre, würde die Stadt sie aufgrund fehlender Zuverlässigkeit untersagen, heißt es in einer Stellungnahme. „Bürger sollten keinen Abfall bereit stellen und mögliche Informationen zu den Sammlern an die Polizei weitergeben“, teilt die Stadt mit.

Sammlung soll am 14. August stattfinden

Es ist eine Meinung, die Robert Maurer, der Medienbeauftragte der Rosenheimer Polizei teilt. Zwar habe es in den vergangenen Monaten wenig Probleme mit Straßensammlungen gegeben, es sei trotzdem nicht förderlich, „den ganzen Hausstand rauszustellen“. Die Sammlung soll am Freitag, 14. August, von 7 bis 12 Uhr stattfinden. hei

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