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MEGATHEMA ZERSIEDELUNG

Sondergebiet für den Reiterhof

Passt in die Landschaft und darf deshalb erweitern, findet die Mehrheit im Stadtrat: der Pferdehof in Happing, der einen weiteren Stall und eine Reiterhofpension bauen möchte. Reisner

Es ist weiterhin das Mega-Thema der Rosenheimer Kommunalpolitik: die drohende Zersiedelung der Landschaft im Außenbereich. Aktuelles Beispiel, das für Debatten sorgte: die geplante Erweiterung eines Reiterhofes in Happing. Mehrheitlich gab es die Zustimmung für einen entsprechenden Bebauungsplan, doch es hagelte auch Kritik.

Rosenheim – „Die Lage an den Happinger Seen, der Blick auf die Alpen und der Inn, an dem man so wunderbar entlang reiten kann, laden immer wieder neu zum Wohlfühlen ein“, heißt es auf der Internetseite des Islandpferdehofes Auensee. In der Tat könnte er idyllischer nicht liegen – ein Grund, warum hier auch Reiterferien angeboten werden. Der Betrieb möchte erweitern – nicht nur um einen neuen Stall, sondern auch um ein Wohngebäude für Pferdepfleger und Reiterhof-Pensionsgäste.

„Wenn nicht da, wo sonst?“, brachte Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/UP, die Meinung der Mehrheit auf den Punkt. Und diese lautet: Hier passt ein Reiterhof hin, hier sollte er auch aus betrieblichen Gründen maßvoll erweitern dürfen.

Die Grünen und die SPD sahen dies anders. Hintergrund: die Sorge, aus einer Pension für Feriengäste, die ihren Urlaub auf dem Rücken der Pferde verbringen möchten, könnte einmal ein normales Wohn- oder Mietshaus werden.

Das soll jedoch durch die Ausweisung eines Bebauungsplanes mit Sondergebiet „Reitersportanlage“ verhindert werden. Städtebauliche Verträge, Eintragungen im Grundbuch und Ausgleichsflächen haben das Ziel, Fehlentwicklungen Richtung Kleinsiedlung unmöglich zu machen.

Anna Rutz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, reicht dies jedoch nicht aus. Sie sieht die Gefahr, „dass wieder ein Pfosten eingeschlagen wird zur Zersiedelung der Landschaft“. „Jetzt ist Schluss“, appellierte sie angesichts mehrerer Fehlentwicklungen in den Rosenheimer Außenbereichen. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Robert Metzger zeigte sich überzeugt, die Erweiterung der Reitsportanlage sei nicht genehmigungsfähig.

Es geht den Kritikern vor allem um die Ausdehnung der Wohnbebauung im Außenbereich, denn im Bereich östlich des Happinger Dorfgebietes – an der Innaustraße 15 – möchte auch ein Baubetrieb erweitern: um ein Bürogebäude. Dieses Vorhaben fand die Zustimmung auch von SPD und Grünen.

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