Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


P-Seminar „Gender & Diversity“ am SFG

„Rosenheim ist immer noch sehr konservativ“: So setzen Gymnasiasten bunte Zeichen für Respekt und Toleranz

Wollen ein Zeichen setzen: Die Mitglieder des P-Seminars „Gender & Diversity“ des Finsterwalder-Gymnasiums.
+
Wollen ein Zeichen setzen: Die Mitglieder des P-Seminars „Gender & Diversity“ des Finsterwalder-Gymnasiums.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
    schließen

Im Rahmen ihres P-Seminars wollen die Zehntklässler des Finsterwalder-Gymnasiums ein Zeichen für gegenseitiges Verständnis setzen. Es geht um Homo- und Transsexualität, aber auch Respekt und Toleranz. Ein erstes Fazit zeigt: In Rosenheim gibt es noch viel zu tun.

Rosenheim – Tamara Weidlich und Amelie Nickl sind zwei Frauen, die den Finger in die Wunde legen. Sie hinterfragen, informieren und klären auf. „Wir wollen die Diversität im Schulalltag sichtbarer machen und uns für deren Akzeptanz sorgen“, sagt Weidlich. Sie und Nickl besuchen die zehnte Klasse des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums und nehmen – gemeinsam mit elf anderen Schülern – am P-Seminar „Gender & Diversity“ teil.

In diesem wollen sie sich für mehr Respekt und Toleranz einsetzen. Also haben sie Flaggen in Regenbogenfarben im Schulhaus aufgehängt, einen Kummerkasten eingerichtet sowie Vorträge zusammengestellt, die sie in den achten und neunten Klassen halten. „Wir wollen dafür sorgen, dass sich jeder willkommen fühlt“, sagt Amelie Nickl. Neben einem Infoabend, der in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring vor einer Woche stattgefunden hat, haben die Seminarteilnehmer zudem erreicht, dass es an ihrer Schule eine non-binäre Toilette gibt, die von allen Personen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität genutzt werden kann.

Plakate in der Schule abgerissen

Es ist ein erster Schritt. Und doch wissen sowohl Weidlich als auch Nickl, dass es noch viel zu tun gibt. Auch an ihrer Schule. „Unsere Plakate und die Sticker an der Toilette werden immer wieder abgerissen“, sagt Weidlich. Hinzu kämen Mitschüler, die über das P-Seminar lustig machen würden. „Rosenheim ist nach wir vor sehr konservativ“, ist Nickl überzeugt.

Schon allein deshalb sei es wichtig, dass es Angebote wie das P-Seminar, das Queercafé beim Stadtjugendring oder Infoveranstaltungen gebe. „Davon braucht es noch viel mehr“, sagt Weidlich. Sie will sich jetzt dafür einsetzen, dass die Themen auch nach dem P-Seminar an der Schule und darüber hinaus präsent bleiben. Der Kummerkasten soll weitergeführt werden, zudem steht den nachfolgenden Klassen das Material, aus dem die Vorträge zusammengestellt wurden, zur Verfügung.

Bis es soweit ist, wollen Tamara Weidlich, Amelie Nickl und ihre elf Mitstreiter aber selbst noch Dinge auf den Weg bringen. Unter anderem soll noch in diesem Monat, also während des „Pride Month“, der für Stolz, Toleranz und Selbstbewusstsein steht – eine Flagge in den Regenbogenfarben gehisst werden. Damit die Diversität am Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim noch sichtbarer wird.

Mehr zum Thema