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Interview mit den beiden Organisatorinnen

„Siegfried & Roy“- Ausstellung in Rosenheim ist beendet - Organisatorinnen haben Wünsche für die Zukunft

Ein eingespieltes Team: Jennifer Fischbacher (links) und Erika Körner Metz haben die Ausstellung „Siegfried & Roy in memoriam“ im Stucksaal des Rosenheimer Ballhauses organisiert.
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Ein eingespieltes Team: Jennifer Fischbacher (links) und Erika Körner Metz haben die Ausstellung „Siegfried & Roy in memoriam“ im Stucksaal des Rosenheimer Ballhauses organisiert.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Rosenheim – Vier Wochen, mehr als 2000 Gäste und viele unvergessliche Eindrücke: Die Ausstellung „Siegfried & Roy in memoriam“ im Ballhaus ist zu Ende. Ein Gespräch mit Jennifer Fischbacher und Erika Körner-Metz, den beiden Organisatorinnen, über die schönsten Momente, Fans, die aus ganz Deutschland angereist sind und Wünschen, für die Zukunft.

Hinter Ihnen liegen anstrengende Wochen. Hat sich die harte Arbeit gelohnt?

Erika Körner-Metz: „Auf jeden Fall. Während der Ausstellung hatten wir weit über 2000 Besucher. Mit jeder Woche hat sich die Besucherzahl erhöht. Am letzten Tag der Ausstellung hatten wir allein 200 Besucher und das, obwohl es außer den Filmen, die wir gezeigt haben, keine weiteren Veranstaltungen gegeben hat.“

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Hätten Sie damit gerechnet, dass die Ausstellung so gut ankommt?

Körner-Metz : „Ich war optimistisch. Auch weil wir konkrete Vorstellungen davon hatten, wie das Konzept aussehen sollte.“

Jennifer Fischbacher: „Ich war tatsächlich etwas pessimistischer und wusste nicht, ob tatsächlich Leute kommen werden. Allerdings haben mir dann bereits während der Vorbereitungen zahlreiche Menschen auf Facebook geschrieben und mir mitgeteilt, dass sie ihren Sommerurlaub extra nach Rosenheim verlegt haben, um sich die Ausstellung anzuschauen. Außerdem bekam ich Nachrichten von Menschen, die mir gesagt haben, dass sie gerne gekommen wären, es durch Corona aber einfach nicht möglich gewesen sei.“

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Wer hat die Ausstellung besucht?

Körner-Metz: „Ich war überrascht, wie groß die internationale Fangemeinde von Siegfried und Roy war und immer noch ist. Die Ausstellung hat sich zu einem regelrechten Magnet für Fangruppen aus ganz Deutschland und Österreich entwickelt.“

Fischbacher: „Manche Besucher sind sogar jeden Tag gekommen, um die Filme zu sehen und mit uns zu sprechen. Viele Leute, die Siegfried und Roy kannten und die Ausstellung besucht haben, haben mir danach immer wieder gesagt, wie menschlich und normal die beiden gewesen sind. Ich glaube, das ist das Schönste, was man von fremden Menschen hören kann.“

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Haben viele Besucher Siegfried und Roy gekannt?

Fischbacher: „Ja. Viele Besucher haben sich an persönliche Begegnungen mit Siegfried erinnert und haben die Shows der beiden in Las Vegas besucht.“

Körner-Metz: „Wir bekamen immer wieder lustige Anekdoten zu hören. Beispielsweise von einem Rosenheimer, der sich noch heute darüber freut, dass er nach der Show in die Garderobe von Siegfried gehen durfte, um ihm Neues aus der Kastenau zu berichten. Außerdem hat er ihm einen Samerberger Schnaps überreicht.“

Fischbacher: „ Mich hat überrascht, wie viele junge Menschen in die Ausstellung kamen.“

Körner-Metz: „Das stimmt, viele junge Menschen haben die beiden Magier ja überhaupt nicht mehr gekannt und wollten trotzdem mehr über sie erfahren. Am Ende waren sie meistens voller Bewunderung für die Lebensleistung der beiden.“

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Haben Sie Dinge gelernt, die Sie vorher noch nicht über Siegfried und Roy wussten?

Fischbacher: „ Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die beiden sich so für die Vermittlung von Tieren in Las Vegas engagiert haben. Dort hat es lange Zeit keine Tierheime gegeben. Auch haben sie zum Beispiel Tierheime in Rumänien immer wieder finanziell unterstützt oder die Hundestaffel der Polizei in Las Vegas. Tierschutz war für sie ein unheimlich wichtiges Thema.“

Werfen wir noch einmal einen Blick zurück. Woher kam überhaupt die Idee, eine Ausstellung zu organisieren?

Körner-Metz : „In den USA werden Siegfried und Roy mit verschiedenen Kulturprojekten, Filmen und Denkmälern noch lange zeitgeschichtlich lebendig gehalten. Warum sollte Rosenheim, die Heimatstadt von Siegfried, die beiden nicht mit einer Ausstellung posthum ehren? Alexandra Birklein, Managerin des Ballhauses, hatte dann die spontane Idee, gebührend auf den Tod von Siegfried und Roy zu reagieren und es begannen die Vorbereitungen für das Memoriam im Ballhaus.“

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Ein Ort, mit dem Siegfried sehr verbunden war.

Fischbacher: „Genau, Siegfried hat den Ort ganz besonders geliebt und im historischen Stucksaal das Tanzen gelernt.

Körner-Metz: Und ohne die große Unterstützung des Ballhauses und der Bereitschaft des Historischen Vereins, die Trägerschaft zu übernehmen, hätte die Ausstellung in dieser Form nicht sattfinden können.“

Neben den zahlreichen Fotos aus dem Privatbesitz der Familie Fischbacher gab es in den vergangenen drei Wochen auch etliche Liveveranstaltungen. Was ist bei den Gästen besonders gut angekommen?

Körner-Metz : „Neben der Zaubershow waren die Gespräche mit Schwester Dolore und Karl Heinz Wunschelmeier, dem Gründer des Sarmoti-Fanclubs, ein absoluter Höhepunkt. Viele Besucher haben bedauert, dass dieses Gespräch nicht jeden Tag stattfinden konnte.“

Fischbacher: „ Auch die Kindershow und die Plüschtigerversteigerung wurden total gut angenommen. Und natürlich die magische Stadtführung mit Zauberkünstlerin Stefanie Cuta.

Körner-Metz: „Da haben wir bereits zahlreiche Nachfragen erhalten, von Leuten, die wissen wollten, ob die Stadtführungen auch nach der Ausstellung weitergeführt werden. Das wäre natürlich schön, auch um die Erinnerungen wach zu halten. Das Material wäre da und auch Stefanie Cuta und Zauberkünstler Thomas Fraps wären bereit, es weiterzumachen.“

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Was passiert jetzt mit den ganzen Bildern, die während der Ausstellung gezeigt wurden?

Fischbacher: „Die Poster bringen wir nach Nordenham bei Bremen, der Geburtsstadt von Roy. Hier soll demnächst ebenfalls ein Projekt zu Ehren der beiden stattfinden. Die restlichen Bilder kommen wieder in die Kastenau.“

Ist in Zukunft von Ihrer Seite noch etwas geplant, um an die beiden Magier zu erinnern?

Körner-Metz: „Nein. Wir freuen uns aber, dass mit der Ausstellung ein Memoriam für Siegfried und Roy entstehen konnte, das viele Besucher begeistert hat. Vielleicht ist es ein Beitrag, damit die Erinnerung an die beiden Magier in der Heimat und ganz besonders in Rosenheim noch lange lebendig bleiben kann. Es war uns wichtig, einen Impuls zu geben und zu zeigen, wie man Siegfried und Roy touristisch nutzen könnte.“

Fischbacher : „Natürlich würde ich mich darüber freuen, wenn es in der Stadt in Zukunft etwas Bleibendes geben würde. Wir glauben ganz fest daran, dass Rosenheim ein Magnet für Zauberer sein könnte. Ein Zauberkongress in der Geburtsstadt von Siegfried wäre sicherlich für viele interessant. Aber wir wollen der Stadt auch keine Vorschriften machen, sondern vielmehr als Ideengeber fungieren.“

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