Sieben Monate Baustelle in der Krainstraße in Rosenheim

Großes Bauvorhaben: Die Arbeiten an der Krainstraße haben begonnen. Schlecker

Die Krainstraße in Rosenheim gilt als wichtige Haupterschließungsstraße für den Stadtteil Oberwöhrt. Der Zustand der Straße allerdings ist beklagenswert. Im Abschnitt zwischen Fuchsbichlweg und Kardinal-Döpfner-Straße wird sie jetzt saniert. Die Stadträte haben das Projekt im Haupt- und Finanzausschuss genehmigt.

Rosenheim – Der Belag der Krainstraße zeigt Risse, ist an vielen Stellen aufgebrochen. Die Entwässerungsrinnen und die Borde aus Betonsteinen sind verformt, es bilden sich Pfützen. Und schließlich ist der Fahrbahnbelag in seinen einzelnen Schichten nicht mehr tragfähig genug. Die Schäden werden nun behoben und parallel dazu lässt die Stadt die Vorbereitungen treffen für die Erschließung der geplanten Baugebiete, die nördlich und südlich der Straße entwickelt werden. Das heißt: Es werden die Leitungen gelegt für Kanal, Entwässerung und Versorgung. Die Arbeiten sollen spätestens im November dieses Jahres abgeschlossen sein. Im Zuge der Baustelle werden auch die zum Teil vorhandenen Gehwege erneuert. Bereits jetzt laufen Netzbaumaßnahmen im Abschnitt Finkenweg bis Kardinal-Faulhaber-Straße. Sie sind Teil des geplanten Netzausbaus, der für die Verbindung Aicherpark-OVB-Miesbacher Straße geplant ist.

Kosten: 700 000 Euro

Die Kosten für das Straßenbauprojekt auf einer Länge von 370 Metern betragen rund 700 000 Euro. Die Stadtwerke Rosenheim beteiligen sich an den Sanierungsarbeiten der Straße mit etwa 350 000 Euro. Die Stadt als Baulastträger muss als rund 400 000 Euro bezahlen. Das Problem dabei: Die Entscheidung, die Arbeiten durchzuführen, fiel erst im zweiten Quartal des laufenden Haushaltsjahres. Also während der derzeit geltenden Haushaltssperre. Sie war aufgrund der Corona-Krise verhängt worden. In der Folge steht eigentlich kein Geld zur Verfügung, sondern muss außerplanmäßig bereitgestellt werden. Das wiederum gelingt nur, wenn es anderswo eingespart wird. In diesem Fall wird es bei dem Vorhaben „Mangfallstraße“ abgeknapst. Der dort für 2020 geplante Netzausbau, ebenfalls als Teil der Verbindung Aicherpark-OVB-Miesbacher Straße geplant, ist auf kommendes Jahr verschoben.

Kritik von Franz Opperer

Mit kritischem Auge blickt Franz Opperer, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, auf die Planungen. Er mahnt an, dass mehr getan werden müsse, als das Vorhandene zu sanieren. Der Radentscheid verlange schließlich einen Ausbau der Wege für Radfahrer und Fußgänger. Dem Argument der Verwaltung, das sei an dieser Stelle nicht sinnvoll, zumal dort schon Tempo 30 gelte, entgegnete Opperer: Gerade weil in der Umgehung neue Wohnhäuser gebaut würden, müsse man vorausschauend planen. bw

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