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Sechs Baustellen überlebt

Schilderte den Besuchern die Auswirkungen der Baustellen auf ihren Lebensmittelmarkt: Angelika Schweiger (Mitte), Inhaberin des Edeka-Markts in der Küpferling straße.  Trux
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Schilderte den Besuchern die Auswirkungen der Baustellen auf ihren Lebensmittelmarkt: Angelika Schweiger (Mitte), Inhaberin des Edeka-Markts in der Küpferling straße. Trux

„Hätten die Bauarbeiten noch drei Monate länger gedauert, hätte ich Insolvenz anmelden müssen“, sagt Angelika Schweiger. Die Inhaberin des Edeka-Marktes in der Küpferlingstraße hatte binnen weniger Jahre sechs Baustellen vor der Haustür.

Nachdem nun die letzten Baumaschinen abgezogen sind, informierte sich Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer mit ihrer Verwaltungsspitze im Markt. Der Besuch war auch als Zeichen gedacht, dass die Stadt die Probleme, die die Baustellen dem Handel verursachen, ernst nimmt.

Rosenheim – Erst wurden in der Küpferlingstraße Leitungen für die Fernwärme verlegt, dann die gewaltigen Rohre vergraben, die das Wasser des Herderbachs aufnehmen. Zwischendurch wurde am Radweg in der Prinzregentenstraße gebaut, es wurden neue Kabelnetze installiert und schließlich Prinzregenten- und Wittelsbacherstraße noch einmal komplett für Fernwärme und Bachsanierung gesperrt: Die Küpferlingstraße hat es in Sachen Baumaßnahmen in den letzten sechs Jahren schwer getroffen. Während Anwohner und Autofahrer vor allem Geduld brauchten, ging es bei Angelika Schweiger und ihren 19 Mitarbeitern um die berufliche Existenz. Ein Lebensmittelmarkt, der für seine Kunden nicht erreichbar ist, kann keine Umsätze machen. Hilfen gibt es nicht, denn ein Edeka-Geschäft ist nicht die Filiale einer Handelskette, sondern jeweils ein eigenständiges, inhabergeführtes Unternehmen.

700 000 Euro hat die Unternehmerin 2010 in den Umbau ihres Geschäftes investiert. „Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich das gelassen“, sagte Schweiger. Was kam, waren sechs Baustellen mit zum Teil monatelangen Straßensperrungen. „Für uns als echten Nahversorger mitten in der Stadt, der auf Kunden aus den umliegenden Vierteln angewiesen ist, war das eine echte Katastrophe“, schilderte Schweiger Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, der Verwaltungsspitze und Vertretern der Stadtratsfraktionen.

Große Erleichterung, dass Arbeiten zu Ende

Die OB war sich der Probleme, die die vielen Baustellen für den Handel bedeuten, bewusst: „Wir wissen, dass es für Sie nicht ganz einfach war.“ Solche Situationen gebe es in der ganzen Stadt am laufenden Band, wenn Stadtwerke und Stadtentwässerung die Infrastruktur der Stadt verbesserten: „Die Auswirkungen auf den Handel sind ganz schwierig.“

Wirklich helfen konnte die Stadt da nicht. Groß war die Erleichterung von Schweiger und ihren Mitarbeitern, als vor wenigen Wochen die letzten Arbeiter und Baumaschinen abzogen. Schweiger zeigte sich trotz aller Schwierigkeiten erfreut über den Besuch – für sie ein Zeichen, dass man sie und ihre Probleme bei der Stadt ernst nimmt.

Noch mehr freute sie sich allerdings über die Versicherung von Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl: „Die nächsten Jahre kommt hier keine neue Baustelle.“

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