Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Mittelschule am Luitpoldpark

Rollenspiel per Videochat in der Schule: So klappt der Kontakt zu Rosenheimer Firmen auch während Corona

Haben das Bewerbungsplanspiel an der Mittelschule am Luitpoldpark organisiert: (von links) die Sozialpädagoginnen Lisa Elflein, Anne Schmidt und Gitti Schneider vom Verein „Pro Arbeit“.
+
Haben das Bewerbungsplanspiel an der Mittelschule am Luitpoldpark organisiert: (von links) die Sozialpädagoginnen Lisa Elflein, Anne Schmidt und Gitti Schneider vom Verein „Pro Arbeit“.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
    schließen

Das Bewerbungsplanspiel der Jugendsozialarbeit in den achten Klassen der Mittelschulen ist Tradition – auch während der Corona-Pandemie. An der Mittelschule am Luitpoldpark haben 45 Schüler und 16 Betriebe an dem Online-Rollenspiel teilgenommen. Die Beteiligten ziehen ein positives Fazit.

Rosenheim – Damian Arbter (14) will Schreiner werden. „Die Arbeit mit Holz hat mich schon immer beeindruckt“, sagt er. Der Beruf sei abwechslungsreich. Das sehe er auch bei seinem Onkel, der eine eigene Werkstatt habe. Umso größer sei die Freude gewesen, als der Achtklässler im Rahmen des Bewerbungsplanspiels der Jugendsozialarbeit die Möglichkeit hatte, ein Gespräch mit dem Chef einer Schreinerei zu führen.

Lesen Sie auch: Schüler in Rosenheim: So klappt der Kontakt zu Firmen auch in Corona-Zeiten (Plus-Artikel OVB-Online)

„Ich war sehr nervös“, erinnert sich der 14-Jährige. Und das obwohl das Rollenspiel aufgrund der Corona-Krise nur über eine Online-Plattform stattgefunden hat.

Rollenspiel per Videochat

Während die Bewerbungsgespräche im vergangenen Jahr telefonisch abgehalten worden seien, habe man in diesem Jahr das Rollenspiel per Videochat durchgeführt, sagt die Sozialpädagogin Gitti Schneider. Sie betreut das Projekt gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen Lisa Elflein und Anne Schmidt vom Verein „Pro Arbeit“.

Vorbereitung auf Berufs- und Ausbildungssuche

Ziel des Bewerbungsplanspiels ist es, die Schüler der achten Klassen möglichst gut auf die Berufs- und Ausbildungssuche vorzubereiten. Das Angebot ist für die Schüler freiwillig und kostenlos. Je nachdem, wie überzeugend sie im Bewerbungsprozess aufgetreten sind, erhalten die Jugendlichen fiktive Zu- oder Absagen.

Viele Firmen seit Jahren dabei

Seit den Weihnachtsferien sind Schneider, Elflein und Schmidt mit den Vorbereitungen beschäftigt. „Wir haben unzählige Firmen angeschrieben“, sagt Schneider. Viele würden seit Jahren an dem Bewerbungsplanspiel teilnehmen, einige seien ganz neu dabei. Daran gestört, dass die Gespräche heuer über eine Online-Plattform stattfinden müssen, habe sich niemand.

Schülern meistern Hürde mit Bravour

Und auch die Schüler hätten die Corona-Hürde mit Bravour gemeistert. „Und dabei waren die Bedingungen höchst beschwerlich“, sagt Schneider.

Lesen Sie auch: 15 Kerzen für 15 erfolgreiche Jahre (Plus-Artikel OVB-Online)

Statt die Schüler während des Unterrichts beispielsweise daran zu erinnern, dass sie ihre Bewerbungsunterlagen einreichen müssen, mussten Lehrer und Sozialpädagogen des Öfteren zum Telefon greifen, um ihre Schützlinge an die Abgabefrist zu erinnern.

Auf ein gepflegtes Äußeres achten

Sobald alle Unterlagen vorlagen, hätten sie die Schüler noch einmal intensiv vorbereitet, sagt Gitti Schneider.

Lesen Sie auch: Tut der Kuh das Melken weh? Chiemgauer Clowns erklären Kindern die Welt in Kurzfilmen (Plus-Artikel OVB-Online)

Man habe den Achtklässlern Tipps für das Gespräch gegeben. Zum Beispiel, dass sie pünktlich vor dem Computer sitzen, den Blickkontakt halten und auf ein gepflegtes Äußeres achten.

Eine fiktive Zusage erhalten

Ratschläge, die sich auch Damian Arbter zu Herzen genommen hat. „Es ist sehr gut gelaufen“, sagt der 14-Jährige. Das Gespräch mit dem Chef der Schreinerei sei zwar kurz gewesen, überzeugen konnte Damian Arbter trotzdem, denn er habe eine Zusage erhalten. Und auch wenn diese nur fiktiv ist, stolz ist der Achtklässler trotzdem.

Projekt hat spielerischen Charakter

Groß ist die Freude auch bei Schulleiter Michael Holzner: „Auch wenn das Projekt einen spielerischen Charakter hat, bereitet es die Schüler trotzdem auf eine ernsthafte und reale Situation vor.“ Das Bewerbungsplanspiel sei eine „tolle Sache“ und eine wichtige Säule für die Mittelschule am Luitpoldpark.

Gut vorbereitet für die Zukunft

„Durch das Projekt fühle ich mich gut vorbereitet. Auch auf die Zeit nach der Schule“, sagt Damian Arbter. Für ihn ist der Traum vom Schreinerberuf auf jeden Fall ein ganzes Stück näher gerückt.

Kommentare