Auf Schnäppchenjagd in der Einkaufsstadt Rosenheim: Es geht ins Saisonfinale

Bis zu 70 Prozent Rabatt sind drin: Im WSV lassen sich Schnäppchen machen. maier
  • Anton Maier
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Auch wenn es den klassischen Winterschlussverkauf (WSV) wie in früheren Jahren nicht mehr gibt, markiert der Montag, 27. Januar, nach Angaben des Handelsverbands Bayern den inoffiziellen Start dafür. Das Angebot a sei wegen des milden Winters sehr groß, teilte der Verband mit.

Rosenheim – An sich ist der WSV aber längst in vollem Gang, wie eine Umfrage der OVB-Heimatzeitungen im Rosenheimer Einzelhandel ergab. „Die großen Ketten fangen schon Ende Dezember oder sogar noch früher damit an“, sagt zum Beispiel Sabrina Knierer, Inhaberin des Damenmodegeschäfts Block 6 in der Gillitzerstraße. Sie hingegen reduziert Winterware erst nach den Weihnachtsferien, „zuerst um 30 Prozent, später dann um 50 oder auch 70 Prozent.“

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Bei Modepark Röther an der Kufsteiner Straße laufen Rabattaktionen ganz unabhängig vom WSV, wie Filialleiterin Michaela Hartmann im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erläutert. „In dieser Saison war es generell schwierig mit der Winterware angesichts des fehlenden Schnees und der eher milden Temperaturen“, so Hartmann. Die Kunden würden in erster Linie nach witterungsbedingtem Bedarf kaufen, und da seien dicke Winterjacken eben weniger gefragt gewesen.

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Das kann Helmut Quitt bestätigen, er betreibt den Jack-Wolfskin-Laden in der Fußgängerzone und ist auf Funktions- und Outdoorkleidung spezialisiert. „Es ist kein Vergleich zum Winter vor einem Jahr. Der Januar 2019 mit dem vielen Schnee war sensationell, das ist heuer ganz anders“, so Quitt. Der Dezember und die erste Januarhälfte seien noch ganz gut gelaufen, doch in den vergangenen zehn Tagen sei der Umsatz ziemlich mau gewesen. „Wir sind mit unserem Sortiment noch voll im Winter und hoffen insofern auf den Februar.“ Rabatte von 20 bis 30 Prozent sollen dem Geschäft zusätzlich Schwung geben.

Besondere Situation bei Trachtenläden

„Der Winterschlussverkauf ist bei uns eigentlich durch“, sagt Martin Kolb, Geschäftsführer des Trachtengeschäfts Jäger am Max-Josefs-Platz. „Bei den großen Modegeschäften geht der teilweise ja schon Ende November los.“ Insofern habe man um den Jahreswechsel herum auch schon reduzierte Ware angeboten. „Als Trachtengeschäft befindet man sich aber in einer Nische, in der es nicht so sehr um Rabatte geht“, so Kolb.

So sieht es auch Paul Unterseher, Inhaber des gleichnamigen Trachtengeschäfts am Ludwigsplatz. Dennoch reduziere man Teile der Winterware etwa ab Anfang Januar. „Bei Einzelteilen ist ein Nachlass von 50 Prozent drin“, so Unterseher.

In einer speziellen Situation ist Schuh Reindl in der Nachbarschaft. Dort beginnt am Montag ein sechswöchiger Umbau des Geschäfts. „Aus diesem Anlass bieten wir aktuell und auch noch am Samstag 30 Prozent Rabatt auf unser gesamtes Sortiment mit Ausnahme der aktuellen Sommerware“, sagt Seniorchefin Inge Reindl.

Echte Schnäppchen in den Rosenheimer Geschäften verspricht Paul Adlmaier, Inhaber des Herrenmodegeschäfts gleichen Namens am Max-Josefs-Platz und Vorsitzender des City Managements, bei dem er sich zusammen mit Geschäftsführerin Sabrina Obermoser um die Belange des Handels in der Stadt kümmert: „Im Saisonfinale, das bis etwa Ende Februar geht, kann man schöne Stücke zu tollen Preisen bekommen.“

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