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Sauber ausgezeichnet

Viel Lob und eine Urkunde gibt es von Rosenheims Bürgermeisterin Gabriele Bauer für (von links) Georg Schmid, Waltraud Reich und Eberhard Häfele vom Rosenheimer Repair-Café.

Rosenheim – Eine blühende Wiese und ein roter Staubsauger haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam.

Doch für Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und ihre Jury geht beides prima zusammen: Denn die Blühwiese von Familie Sanftl aus Happing steht für den Gedanken einer schützenswerten Umwelt. Ebenso wie der rote Staubsauger, den die Mitglieder des Rosenheimer Repair-Cafés wieder zum Laufen gebracht haben. Beide, Familie Sanftl und das Repair-Café-Team, haben den Umweltpreis der Stadt erhalten. Dotiert mit je 1000 Euro Preisgeld.

Drei Jahre ist es her, dass Imker und Austragslandwirt Lorenz Sanftl, der Blasibauer aus Happing, die Samen der sogenannten Veitshöchheimer Bienenweide ausgebracht hat. Auf 3000 Quadratmetern, so hatte es der heute 78-Jährige mit seiner Familie damals beschlossen, sollten Blumen und Kräuter wachsen. Eine vielfältige Blühlandschaft sollte in Heilig Blut entstehen, ein Platz, an dem sich die Bienen, Hummeln, Vögel und viele andere wohlfühlen.

Heute ist diese Idee preiswürdig. Von einer „Blütenpracht“ in Happing, die Sanftl „mit viel Liebe zur Heimat und zu den Pflanzen“ pflege, spricht Oberbürgermeisterin Bauer bei einer kleinen Feierstunde. Schnell wie nie seien sie und die fünfköpfige Jury, bestehend aus Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Energie und Klimaschutz, sich einig gewesen: Diese Wiese, heute 4000 Quadratmeter groß, ist ein ganz besonderer Lebensraum für Pflanzen und Tiere geworden – und deshalb ein Projekt, das den Umweltpreis verdient hat.

Ebenso wie das Repair-Café, das es seit November 2014 gibt, im Bürgerhaus an der Lessingstraße. Bis zu 30 Ehrenamtliche im Alter zwischen 40 und 70 Jahren engagieren sich in der Einrichtung unter der Trägerschaft der Kolpingsfamilie. Sie arbeiten ehrenamtlich. Gemeinsam stehen sie für den Gedanken, sich der Wegwerf-Gesellschaft entgegenzustemmen: Geräte, ob groß oder klein, werden, wenn möglich, repariert – und nicht weggeworfen. Wer daheim nicht mehr weiter weiß, weil der rote Staubsauger nicht mehr funktioniert, der kann ihn zum Team des Repair-Cafés bringen, jeden ersten Donnerstag im Monat von 17 bis 19.30 Uhr. Ein Angebot, das bisher 600-mal genutzt worden ist. Sehr zur Freude der Oberbürgermeisterin. Weil auf diese Weise nicht nur Abfall vermieden wird. Das Engagement versteht sich zudem als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Denn wer sein Gerät bringt, soll auch gleich bei der Reparatur zusehen, lernen wie's geht. Und wenn es manchmal länger dauert, bis der Fehler gefunden ist, dann bietet das Repair-Café für die Wartenden eine Plauderecke an, mit Kaffee und Kuchen.

1000 Euroals Dankeschön

Eine feine Idee, die ebenfalls mit 1000 Euro von der Stadt belohnt worden ist. Das Geld werde wieder ins Projekt investiert, sagt Team-Mitglied Eberhard Häfele. Was Familie Sanftl mit ihren 1000 Euro machen wird, das steht noch nicht fest.

Am Ende spielt das ja auch keine so große Rolle. Viel wichtiger ist, dass die Blumenwiese und der rote Staubsauger gemeinsam für etwas Wichtiges stehen: für einen wohlwollenden Blick auf die Umwelt.

Mit einem kräftigen Händedruck bedankt sich Rosenheims Bürgermeisterin Gabriele Bauer bei Lorenz Sanftl für seine Idee mit der Blühwiese. SChlecker

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