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Leserforum

„Ruck ma olle wieder näher zamm“

Zur laufenden Corona-Berichterstattung, erschienen im Lokalteil:

:

Wie traurig, wenn bei einer angemeldeten Demo (neben den vielen klatschenden, winkenden und Daumen-hoch-Gesten) eine Frau vom Balkon aus mit hasserfülltem Gesicht und deutlichen Ausdrücken den friedlichen Menschen auf der Straße den Mittelfinger zeigt. Was ist da bloß passiert?

Ich habe darüber nachgedacht. Vielleicht hat sie ja jemanden aus ihrer Familie an der Krankheit verloren, vielleicht waren ihr auch einfach die Trommeln zu laut. Wir wissen es nicht. Könnte sehr gut sein, dass ich ihre Wut verstehen würde, kämen wir ins Gespräch. Eventuell könnte auch sie mich mit meinen Ängsten und Bedenken verstehen.

Was mich aber viel mehr beunruhigt und wirklich ängstigt, ist die Tatsache, dass diese Spaltung und dieser Hass zwischen Menschen geschürt wird durch Reden von Politikern, durch diskriminierende Verordnungen/Ausgrenzungen und ganz vorne dran durch die mediale Berichterstattung. Ist denn die erhöhte Anzahl der Klicks auf Nachrichten mit reißerischen Überschriften über die Verantwortung eines jeden Journalisten oder Redakteurs oder Verlegers zu stellen? Ich meine Nein!

Ich appelliere an alle öffentlichen Einflussnehmer, sich bewusst zu machen, inwiefern Sie an einer weiteren Spaltung mitschuldig sind oder zur Deeskalation beitragen. Bitte helfen wir alle mit, dass wieder mehr Toleranz und Frieden im Zusammenleben entstehen kann. Ganz besonders wünsche ich mir, dass jede Seite, Vereinigung oder Gruppierung gesprächsbereit bleibt. Und dass Dialog-Angebote (zum Beispiel aus dem Rathaus Rosenheim) nicht einseitig (wie in diesem Fall von der Vereinigung Rückenwind) abgelehnt werden. Redet miteinander und verschließt Euch bitte nicht den Argumenten der Andersdenkenden. Ruck ma olle wieder näher zamm.

Christa Schäffer

Bad Aibling