Zu viele Neuinfektionen mit Coronavirus

Rosenheims Grundschüler müssen im Unterricht Maske tragen – härtere Regeln auch an Kitas

Auch im Unterricht in den Grundschulen müssen die Kinder in Rosenheim nun Masken tragen (Symbolfoto).
+
Auch im Unterricht in den Grundschulen müssen die Kinder in Rosenheim nun Masken tragen.

Ab Montag gilt an den Grundschulen in Rosenheim eine Maskenpflicht. Grund ist die anhaltend hohe Zahl der so genannten 7-Tages-Inzidenz. Die Stadt muss handeln.

Rosenheim – Ab Montag (14. September) gilt an den Grundschulen in der Stadt Rosenheim eine Maskenpflicht. Das bestätigte der Sprecher des Landratsamtes, Michael Fischer, den OVB Heimatzeitungen. Grund ist die anhaltend hohe Zahl der so genannten 7-Tages-Inzidenz (Neu-Infektionen mit dem Coronavirus binnen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner).

Klasse an der FOS/BOS in Quarantäne

Wie Fischer weiter sagte, sind derzeit bis auf die bekannten Fälle in der FOS/BOS Rosenheim keine weiteren Corona-Infektionen an Schulen oder Kitas in Rosenheim gemeldet worden.

Wie berichtet, war am Donnerstag (10. September) ein Schüler einer 12. Klasse der FOS/BOS Rosenheim positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden – woraufhin die gesamte Klasse umgehend in Quarantäne geschickt wurde. Das bestätigte Schulleiter Dr. Marko Hunger auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen.

7-Tage Inzidenz in Rosenheim über 60

Die Klassenkameraden sollen sich an diesem Freitag einem Corona-Test unterziehen. Die Schulleitung steht diesbezüglich in engem Austausch mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim. Zudem sei die gesamte „Schulfamilie“ über den Positivfall informiert worden. 

Lesen Sie hier: Hohe Fallzahlen, gnädige Verläufe: Das Rosenheimer Corona-Rätsel

Auf die stetig hohe Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus reagiert die Stadt Rosenheim nun am Freitag, 11. September. Laut Robert-Koch-Institut liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz aktuell über 70. Den bundesweit gültigen Grenzwert von 50 hatte Rosenheim bereits im August überschritten und daraufhin Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

So dürfen sich nur Gruppen mit bis zu fünf statt zehn Personen in der Öffentlichkeit oder in Gaststätten treffen. Zudem sind private Feiern eingeschränkt worden. Doch einen deutlichen Rückgang haben die Beschränkungen bislang nicht gebracht.

Mundschutz-Pflicht in den Grundschulen Rosenheims

Aufgrund der andauernden Überschreitung des Schwellenwertes der 7-Tages-Inzidenz von 50 in der Stadt Rosenheim seit dem 6. September hat das Gesundheitsamt Rosenheim weitere präventive Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten festgelegt.

Lesen Sie auch:

Corona-Tests auf Rosenheims Loretowiese: Langes Warten auf die Ergebnisse

„Sommer in Rosenheim“: Schausteller gehen mit ihren Ständen in die Verlängerung

Ab Montag, 14. September, spätestens jedoch am Dienstag, 15. September, müssen in den Schulen der Stadt Rosenheim alle einen Mund-Nase-Schutz tragen. Dies betrag bislang nur die weiterführenden Schulen. Jetzt wird die Regelung auch auf die Grundschulen in Rosenheim ausgeweitet. Die Pflicht gilt überdies auch im Unterricht.

Kitas in Rosenheim müssen wieder feste Gruppen bilden

Auch in den Kindertagesstätten im Stadtgebiet von Rosenheim gelten ab kommendem Montag, spätestens jedoch ab Mittwoch, 16. September, bis einschließlich 2. Oktober präventive Infektionsschutzmaßnahmen. Einrichtungen, welche offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen wieder feste Gruppen bilden. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Besuch von Kindern mit nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich.

Lesen Sie auch:

Corona-Tests an den Autobahnen – vom Start bis zur Panne

Den Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt die Umsetzung dieser präventiven Maßnahmen. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz allerdings deutlich niedriger als in der Stadt.

Kommentare