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DIE FOLGEN DER CORONA-PANDEMIE

Rosenheimer Vinzentiusverein will Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

Veronika Meier, Leiterin des Jugendtreffs Logo, ist in Sorge um die jungen Menschen. „Sie gehen gerade komplett unter“, befürchtet sie. Mit dem Projekt #wir treten aus dem Schatten soll auf ihre Situation aufmerksam gemacht werden.
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Veronika Meier, Leiterin des Jugendtreffs Logo, ist in Sorge um die jungen Menschen. „Sie gehen gerade komplett unter“, befürchtet sie. Mit dem Projekt #wir treten aus dem Schatten soll auf ihre Situation aufmerksam gemacht werden.
  • VonKilian Schroeder
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„Was brauchst du jetzt?“ Diese Frage soll im Mittelpunkt stehen, wenn ab Dienstag, 25. Mai, der Jugendtreff Logo des Rosenheimer Vinzentiusvereins Kinder und Jugendliche dazu aufruft, bei dem Projekt #wirtretenausdemschatten mitzumachen. Ihre Ängste und Nöte sollen Platz im öffentlichen Raum finden.

Rosenheim

„Vielen Jugendlichen geht es gerade nicht gut“, sagt Veronika Maier. „Nicht jeder hat einen Garten oder ein eigenes Kinderzimmer.“ Das hat Folgen: Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung haben über zwei Drittel der jungen Menschen in Deutschland Zukunftsängste, 65 Prozent fühlen sich nicht ausreichend gehört. Das Team des Jugendtreffs sieht dabei die Gefahr, dass aus dieser Enttäuschung Politikverdrossenheit wird. „Kinder und Jugendliche gehen gerade komplett unter“, sagt Maier. „Wir wollen ihnen jetzt eine Stimme geben.“

Antworten auf Holzfiguren

Deshalb auch der Name der Aktion #wirtretenausdemschatten.Konkret bauen die Mitarbeiter des Jugendtreffs dabei Silhouetten von Kindern und Jugendlichen aus Holz, die auf der einen Seite schwarz – wie der Schatten – und auf der anderen Seite bunt sind. Auf einer Sprechblase stehen dann die Antworten, die Jugendliche auf die Frage: „Wie geht es dir gerade und was willst du jetzt?“ geben. Das Team des Jugendtreffs will die Holzfiguren dann auf öffentlichen Plätzen in Rosenheim aufstellen. Schon bald nach dem Start der Aktion sollen die ersten Silhouetten am Platz vor der Christkönigkirche stehen, später vielleicht sogar am Max-Josefs-Platz.

Großer Handlungsbedarf

„Wir wollen aufzeigen, dass großer Handlungsbedarf besteht. Die Folgen vonCoronafür die jüngeren Generationen sind massiv“, sagt Gregor Schumm, einer der Mitarbeiter des Jugendtreffs Logo. „Und das wird sich in den nächsten Jahren verstärken.“ Veronika Maier bekommt jetzt schon mit, wie sich die Pandemie auf Jugendliche auswirkt. „Der Jugendtreff ist einer der wenigen Orte, wo Jugendliche einfach sie selbst sein können. Aber diese Freizeitmöglichkeiten gehen gerade total ab. Viele hangeln sich einfach von Ort zu Ort.“ Sie selbst hat derzeit nur mit wenigen Jugendlichen direkt Kontakt, meistens nur über Soziale Netzwerke.

Interviews mit Jugendlichen

Das Projekt #wirtretenausdemschatten findet im Rahmen der Aktion #hörtaufdiejugend desBayerischen Jugendringsstatt. Das Team des Jugendtreffs hofft deshalb, dass sich auch andere Jugendorganisationen in Rosenheim ihnen anschließen.

Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erreichen, planen Maier und ihre Kollegen auch, Interviews mit Jugendlichen aufzunehmen und die Tonaufnahmen in einem Video auf dem Youtube-Kanal RONJA – Rosenheimer Online Jugendarbeit – zu posten.

Verständnis für Situation wecken

Teilnehmen kann jeder bis zu 27 Jahren. „Es ist klar, dass wir nicht sofort die Politik ändern können“, sagt Maier. „Aber so entsteht vielleicht mehr Verständnis für die Situation von Jugendlichen gerade.“ Die nächsten Schritte seien dann, gemeinsam über Lösungen nachzudenken. „Viele Jugendliche haben während der Pandemie mega Rücksicht auf andere genommen und sich an die Regeln gehalten. Jetzt sollen sie in den Vordergrund.“

Wer bei der Aktion #wirtretenausdemschatten mitmachen möchte, kann einen Gesprächstermin unter der E-Mail info@jugendtreffs.com oder telefonisch unter 0176/52049769 ausmachen.

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