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Rosenheimer Original und Seelsorger Korbinian Kreuz ist tot

Pfarrer Korbinian Kreuz im März 2009 am Pfarrheim Pang.
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Pfarrer Korbinian Kreuz im März 2009 am Pfarrheim Pang.

Korbinian Kreuz ist tot. Im Alter von 83 Jahren ist der Ruhestandsgeistliche in der Nacht auf Ostermontag friedlich in Rosenheim eingeschlafen. Rund 27 Jahre lang prägte er als Pfarrer von Mariä Himmelfahrt mehrere Generationen von Katholiken in Aising, Pang und Westerndorf am Wasen.

Von Martin Aerzbäck

Rosenheim – Korbinian Kreuz wuchs am Nuller-Anwesen in Hötzing (Gemeinde Bernau) auf und erlernte zuerst den Beruf des Schreiners. Schließlich wechselte er in das Priesterseminar in Wolfratshausen-Waldram, um das Abitur nachzuholen und anschließend in München zu studieren.

Primiz mit 4.000 Gläubigen

1974 feierte der Spätberufene in seiner Heimatpfarrei Hittenkirchen mit 4.000 Gläubigen Primiz. Nach Stationen als Kaplan in Dachau und Miesbach kam er 1981 in den Rosenheimer Süden – seine erste und einzige Wirkungsstätte als Gemeindepriester. Seinen Auftrag, die Seelsorge, nahm Kreuz wörtlich. Mehr als 1.000 Kinder taufte er, reichte ihnen die Erstkommunion und führte sie zur Firmung. Hinzu kamen hunderte von Trauungen, Beerdigungen und Andachten.

Ein Herz für die Alten und Kranken

Besonders am Herzen lagen ihm die Besuche von Alten und Kranken, sodass der Panger Pfarrer jede Woche im Rosenheimer Klinikum anzutreffen war, um mit ihnen zu beten und ihnen Trost zu spenden.

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Bei den Senioren-Ausflügen war er ebenso dabei wie einige Tage beim alljährlichen Zeltlager seiner großen Ministranten-Schar im Südtiroler Ahrntal. Höchste Priorität räumte der Geistliche bis ins hohe Alter dem Sakrament der Eucharistie ein.

Über Umwege zurück nach Rosenheim

Aus gesundheitlichen Gründen wechselte der damals 72-Jährige im Jahr 2009 nach Holzham (Markt Bruckmühl) und wirkte als engagierter Ruhestandspriester zwischen Unterlaus, Großhöhenrain und Weihenlinden. Dort lebte und versorgte er sich selbstständig, zelebrierte bis in das Jahr 2019 hinein Gottesdienste, ehe er über Umwege zurück nach Rosenheim kam.

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Jeden Tag, bis zum Ostersonntag, nahm er dort in seiner Albe an den Messen in St. Nikolaus und St. Sebastian teil. Sparsamkeit, Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit waren Tugenden, die sein frommes Leben prägten. Selbst nahm er sich immer zurück.

Freie Montage in den Bergen

Ausgleich zu seinem hingebenden Einsatz fand Kreuz in den Bergen, wo er gerne freie Montage verbrachte. An den Gipfelkreuzen und Kapellen beten und beim Abstieg singen, gehörte zu den Touren, die in früheren Jahren bis auf 4.000 Metern Höhe führten, dazu.

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Hatte er in den 1990er-Jahren noch mehrtägige Wanderurlaube in der Schweiz verbracht, arbeitete der Priester mehr und mehr im Sommer ohne Pause durch. „Zu den Leuten zu gehen, das war die große Stärke von Korbinian Kreuz“, so Domkapitular Dekan Daniel Reichel.

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Der Verstorbene habe nach dem Prinzip gelebt, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Er sei ein „sehr guter Seelsorger“ und ein „Original“ gewesen, das den Blick auf seine ehemalige Pfarrei nie verloren habe.

Beisetzung im Priestergrab

Der Sterberosenkranz findet am Freitag , 9. April, in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt, das Requiem am Samstag, 10.April. Danach folgt die Beisetzung im Priestergrab. Zudem besteht am Freitag, 9. April, ab 15 Uhr die Möglichkeit, sich am Sarg des Verstorbenen zu verabschieden (keine Anmeldung).

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