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Mietnachlass hat viel geholfen

Rosenheimer Jazzclub ,Le Pirate‘: Bilanz der Spendenaktion macht Mut für die Zukunft

„Le Pirate“-Wirt Matthias Thurner (links), Kulturförderverein-Vorstand Wolfgang Lentner (Zweiter von links) und Wirt Thomas Jonas (rechts) bedanken sich bei Vermieterin Lisa Fritz für ihre Hilfe im Lockdown mit Blumen und einem Bild des Rosenheimer Künstlers Fried Stammberger.
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„Le Pirate“-Wirt Matthias Thurner (links), Kulturförderverein-Vorstand Wolfgang Lentner (Zweiter von links) und Wirt Thomas Jonas (rechts) bedanken sich bei Vermieterin Lisa Fritz für ihre Hilfe im Lockdown mit Blumen und einem Bild des Rosenheimer Künstlers Fried Stammberger.
  • vonKilian Schroeder
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Es tut sich wieder was im Rosenheimer Jazzclub „Le Pirate“ am Ludwigsplatz. Die Corona-Lockdowns hatten der Bar finanziell schwer zu schaffen gemacht. Jetzt sehen Wirt Thomas Jonas und der Vorstand des Kulturfördervereins, Wolfgang Lentner, optimistischer in die Zukunft.

Rosenheim – Mit zu verdanken haben sie das Lisa Fritz, die ihnen im Lockdown längere Zeit die Miete erlassen hatte. In der Bar, die sich gerade mitten im Umbau befindet, überreichten ihr Jonas und Lentner deshalb ein Bild des Rosenheimer Künstlers Fried Stammberger.

Mietnachlass hat viel geholfen

Das Gemälde war eigentlich als Teil einer Spendenaktion ausgeschrieben.„Wir haben Spenden gesammelt, um die Betriebskosten des ,Pirate‘ übernehmen zu können und als Anreiz quasi eine Auktion von drei Gemälden gestartet“, sagt Lentner. Die Spender konnten sich ein Bild wünschen, derjenige mit der größten Geldsumme hat es bekommen.

Den größten Teil zur Rettung des „Le Pirate“habe aber der Mietnachlass ausgemacht. Deswegen wollten die Verantwortlichen ihrer Vermieterin ein Bild anbieten.“ Für diese sei der Nachlass selbstverständlich gewesen: „Es kann ja niemand etwas für die derzeitige Situation. Für mich ist klar, dass jeder jetzt seinen Teil beitragen muss“, sagt sie. Inzwischen konnte der Förderverein seit Oktober alle Betriebskosten decken – die Spendenaktion „KIES – Kunst ist Ehrensache“ sei „erfolgreich beendet“.

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Dazu beigetragen hat auch Matthias Thurner. Eigentlich Unternehmer, steigt er als zweiter Wirt in das „Le Pirate“ ein. Tagsüber nutzt er das Lokal als Büro, abends will er hinter der Bar stehen. Zusammen mit dem bisherigen Wirt Thomas Jonas teilt er sich die Tage auf: Freitags und samstags übernimmt Thurner, den Rest der Woche Jonas.

„Le Pirate“ wird renoviert

Dafür kommt Thurner für die komplette Pacht des „Le Pirate“ auf und investiert in eine Renovierung. „Das ,Le Pirate‘ liegt mir am Herzen, es ist einfach eine schöne Bar“, sagt Thurner. Dem Gründungsmitglied des Kulturfördervereins gehörte früher eine Münchner Softwarefirma. Jetzt bietet er Coachings für Start-ups an.

Mit der Renovierung will er die Jazzbar moderner gestalten, ohne ihren Grundcharakter zu verändern. Heißt: Neue Beleuchtung anbringen, die Theke anders verkleiden und bequemere Stühle reinstellen. „Das ,Le Pirate‘ wird neu geboren.“ Auch Thomas Jonas freut sich auf die Zusammenarbeit: „Mit zwei Wirten können wir das jetzt gemeinsam ausweiten. Es ist ein Neustart.“ Im Juli soll die Renovierung fertig sein. Wann die Bar wieder aufmacht, ist aber noch unsicher.

Live-Konzerte vor dem „Ölberg“

Trotzdem plant der Förderverein des „Le Pirate“ schon die nächsten Veranstaltungen: Live-Konzerte vor dem „Ölberg“ am Ludwigsplatz im Rahmen des „Sommer in Rosenheim“. Auftreten sollen regionale Gruppen. „Das Ganze soll Straßenmusikcharakter haben, ohne Eintritt“, sagt Lentner. „Wahrscheinlich wird es deswegen etwas weniger ,jazzig‘ als sonst im ,Pirate‘.“

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Musiker hätten sie noch keine gebucht. Junge Bands aus der Region dürften sich aber jederzeit beim Kulturförderverein melden.

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