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Zu Besuch bei Michael Kunz im Wiesnfundbüro

Irre Fundstücke auf dem Herbstfest: „Unglaublich, was die Leute alles verlieren“

Wiesnfundbüro Herbstfest Rosenheim Michael Kunz
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Im Getümmel geht auf der Loretowiese doch mal was verloren. Fundstücke aller Art landen bei Michael Kunz im Wiesnfundbüro.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Handy, Geldbeutel, Ausweise, Schlüssel oder Kleidung - im Wiesnfundbüro von Michael Kunz herrscht reges Treiben während der Herbstfest-Zeit. rosenheim24.de verrät er seine kuriosesten Funde auf der Loretowiese.

Rosenheim - Wer Gepäck oder Kleidungsstücke abgeben will oder etwas verloren hat, der ist in der Gepäck-Aufbewahrung mit Fundbüro direkt am Haupteingang beim Flötzinger-Biergarten an der richtigen Adresse.

Leiter Michael Kunz hat hier kaum eine ruhige Minute und stets alle Hände voll zu tun. „Langweilig wird es mir nicht, aber ich mache die Arbeit hier gerne“, erzählt er im Gespräch mit rosenheim24.de.

Seit über 30 Jahren im Wiesnfundbüro

Sein ganzes Leben lang hat er schon auf der Wiesn gearbeitet, unter anderem bei Auf- und Abbau von Zelten und Fahrgeschäften geholfen. Seit vielen Jahren ist er fester Bestandteil auf der Loretowiese. In seinem vier auf vier Meter großen Häusl direkt am Eingang des Herbstfestes hilft der 51-Jährige, wo es geht.

„Mein Vater hat das Fundbüro vor über 40 Jahren ins Leben gerufen, ich bin seit Anfang der 90er-Jahre dabei“, erinnert er sich an die Anfänge. Neben der Wiesnstreife finden auch Leute von der Security sowie Wiesnbesucher von Jung bis Alt den Weg in sein kleines Reich.

Auch Langfinger unter den Wiesnbesuchern

Wer Glück hat, bekommt das Verlorene gleich vor Ort zurück. Es kann aber auch passieren, dass die Fundsachen bereits in die Zentrale nach Westerndorf St. Peter am Bauhof gebracht werden, wo sie auf ihre Besitzer warten.

Genau das ist einem Ehepaar widerfahren, das sich bei Michael am frühen Abend nach einem verlorenen Handy ihres Sohnes erkundigte. Die schickte der Fundbüro-Leiter prompt weiter in die Zentrale. „Handys landen nur vereinzelt bei mir“, erklärt er uns im Anschluss. „Die meisten tauchen nicht mehr auf, weil sie geklaut werden. Drum möchten die Wiesnbesucher immer ganz besonders Acht geben auf ihre Wertsachen.“

Mehr als appellieren aber könne er auch nicht. Schließlich sei das Rosenheimer Herbstfest neben dem Oktoberfest das größte Volksfest in Südostbayern, das locke auch Langfinger an, die im Getümmel leichte Beute finden. “Obacht geben“ sei hier an der Tagesordnung - zu schnell gehe etwas verloren oder werde am nächsten Fahrgeschäft vergessen.

Haarsträubendster Fund: Ein Gebiss

Was nicht geklaut wird, landet eben bei Michael im Fundbüro: Darunter auch Kuriositäten wie ein Radlsattel, aber ohne Radl, eine klatschnasse Lederhosen sowie Schlüssel aller Art - selbst Hotelkarten wurden schon abgegeben.

„Der haarsträubendste Fund aber war definitiv ein Gebiss - davon hatte ich sogar schon zwei in meiner Obhut. Es ist wirklich unglaublich, was die Leute auf dem Herbstfest alles verlieren oder vergessen“, schließt Michael seine Erzählungen mit einem breiten Grinsen.

mb

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