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Hilfe für Außengastronomie

Rosenheimer Gastronomen begeistert über Schanigärten: „Das bringt Leben in unseren Laden“

Michael Freismuth in seiner Burrito Company.
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Michael Freismuth in seiner Burrito Company.

Ein Glas Wein und einen Teller Spaghetti auf einem Parkplatz genießen – was schräg klingt, ist eine große Hilfe für Gastronomen. Die sogenannten Schanigärten sind bewirtete Plätze im Freien, die es auch in Rosenheim bereits gegeben hat. Wenn es nach der CSU geht, soll sich das wiederholen.

Um Restaurantinhaber während der Pandemie zu unterstützen, genehmigte die Stadt Rosenheim diese Schanigärten bereits im vergangenen Jahr. Die Christsozialen forderten in einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) –wie berichtet– die dauerhafte Einführung der Schanigärten in den Sommermonaten.

Die Atmosphäre begeistert

In dem Schanigarten seines italienischen Restaurants Cortina steht Erdogand Zymberi.

Das Restaurant Cortina an der Nikolaistraße hat bereits einen Schanigarten. „Ich finde das top, es schafft eine bessere Atmosphäre“, sagt Inhaber Erdogand Zymberi. Der Gastronom würde sogar für die fünf Parkplätze bezahlen, wenn die Stadt nach der Pandemie Gebühren verlangen würde, so begeistert ist er: „Saisonweise ist das einfach traumhaft.“ In Bad Aibling oder Wasserburg würden Gastronomen Parkplätze vor ihren Restaurants schon ewig nutzen.

„Sogar München macht mit, daran können wir uns ein Beispiel nehmen“, sagt Zymberi. Die Landeshauptstadt sei ein Vorbild für Rosenheim. Das Feedback zu seinem Schanigarten sei großteils positiv. Ein paar Geschäftsinhaber hätten sich beschwert, dass es weniger Parkflächen gebe. Zymberi verweist auf die vielen Parkhäuser und die Loretowiese: „Parkgelegenheiten haben wir wie Sand am Meer.“

Probleme mit einem Nachbarn

Die Burrito Company an Herzog-Otto-Straße hat ebenfalls Erfahrung mit Schanigärten. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie die Fläche vor ihrem Lokal bestuhlt. „Das war wirklich super“, sagt Restaurantinhaber Michael Freismuth. Die Zusammenarbeit mit der Stadt habe gut funktioniert.

Dennoch steht die Burrito Company vor einem Problem: Ein Nachbar beschwere sich, wenn bis 22 Uhr Gäste vor dem Lokal sitzen. Deshalb könne die Stadt nun wahrscheinlich keine Genehmigung mehr ausstellen. Freismuth ärgert, dass seinem Schanigarten eine einzige Person im Weg steht: „Das bringt mich um den Verstand.“

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Gerade in der jetzigen Situation solle die Gesellschaft zusammenrücken, um gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen. Denn die Schanigärten seien entscheidend, ob Gastronomen überleben. „Das bringt Leben in unseren Laden“, sagt der 35-Jährige.

Nicht alle nutzen die Möglichkeit

Vor seinem Weinregal: Josef Zeilinger führt das Arte Vino und Nenas in Rosenheim.

Josef Zeilinger, Geschäftsführer des Arte Vino an der Weinstraße und Nenas an der Heilig-Geist-Straße, sieht die Schanigärten als gute Option für Lokale, die keine oder nur eine kleine Terrasse haben. Er wird keine Freischankfläche beantragen. „Einerseits sind die Schanigärten richtig cool, die Umsetzung ist wieder das andere“, sagt der 31-Jährige.

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Es sei unpraktisch, den Schanigarten jedes Jahr im Winter abzubauen. Dafür brauche der Gastronom Lagerkapazitäten, die er nicht hat. „Für das Arte Vino sind die Regelungen zu schwierig, da die Weinstraße zu eng ist und die die Feuerwehrzufahrt nicht mehr gewährleistet werden kann“, meint Zeilinger. Vor der Tapas-Bar Nenas hat er bereits eine Terrasse. Trotzdem sagt der Wirt: „An sich ist es eine schöne Idee, um die Gastronomie zu unterstützen.“

Formlose Anträge sollen ermöglicht werden

Das ist ein Ziel, das auch die CSU mit ihrem Antrag verfolgt. „Die Schaffung von zusätzlichen Freiflächen kann die Gastronomen bei der Kompensation von Umsatzeinbußen unterstützen und zudem ist das Infektionsrisiko im Freien um ein vielfaches geringer als in Innenräumen“, heißt es darin.

Die Innenstadt soll belebt werden

Ab einer Inzidenz unter 100 dürfe die Außengastronomie wieder öffnen, weshalb formlose Anträge von Gastronomen positiv durch die Verwaltung begleitet und gemeinsam geeignete Flächen gefunden werden. CSU-Stadtrat und Rosenheims zweiter Bürgermeister Daniel Artmann sagt: „Wir wollen die Innenstadt beleben und mediterranen Flair nach Rosenheim bringen.“

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