Rosenheimer Freibad zieht Bilanz: Schwimmspaß trotz Coronavirus auch noch im September

Verlängerte Öffnungszeiten: Dr. Hermann Spensberger (l.) und Dr. Christian Otterbein bedanken sich im Namen aller Schwimmer bei den Stadtwerken Rosenheim.
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Verlängerte Öffnungszeiten: Dr. Hermann Spensberger (l.) und Dr. Christian Otterbein bedanken sich im Namen aller Schwimmer bei den Stadtwerken Rosenheim.

Normalerweise schließen sich schon im August die Pforten des Rosenheimer Freibads. Doch mit dem verspäteten Beginn der Badesaison, den das Coronavirus mit sich brachte, ließen sich die Stadtwerke Rosenheim überzeugen, den außergewöhnlichen Sommer noch ein wenig zu verlängern.

Von Korbinian Sautter

Rosenheim – Seit Oktober ist die Freiluftsaison aber endgültig vorbei und Ulrike Willenbrink, Presssprecherin der Stadtwerke, kann mit einer Zahl von 60 810 Badegästen eine positive Bilanz ziehen. „Insgesamt war es den Umständen entsprechend eine gute Saison mit wenigen Zwischenfällen. Es waren keine ärztlichen Hilfseinsätze notwendig, da es glücklicherweise keine schlimmeren Badeunfälle gab. Kleinere Verletzungen, wie Insektenstiche oder Platzwunden, konnten wir unspektakulär versorgen. Daher können wir sehr zufrieden sein.“

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Die Besonderheit war dieses Jahr, neben den besonderen Hygienevorschriften, die dreiwöchige Verlängerung, die von den Badegästen mit Freude angenommen wurde. Nachdem das Bad erst knapp zwei Monate später, am 8. Juni, öffnen konnte, war das Verlangen nach dem gewohnten Freizeitangebot gerade bei gutem Wetter sehr hoch. Allein am 5. Juli konnte man 1747 Besucher verzeichnen, die sich den Corona-Regeln schnell angepasst haben. „Die Leute haben das neue Konzept gut angenommen und sich wirklich vorbildlich an die neuen Vorschriften gehalten“, resümiert Stephan Heidig, der Abteilungsleiter des Rosenheimer Freibads. Demzufolge war das auch mit ein Grund, die Saison noch bis Ende September zu verlängern und so noch gut 60 Prozent der Anzahl an Gästen zu erreichen, die das Freibad normalerweise besuchen. Hinzu kam, dass sich auch die Stadt Rosenheim für eine Verlängerung stark gemacht hat, um den Bürgern ein längeres Freizeitangebot im Freien ermöglichen zu können.

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Sport- und Hobbyschwimmer wie Dr. Hermann Spensberger konnten so die warmen Tage im Frühherbst noch ein wenig genießen. „Wir Schwimmer haben uns sehr gefreut, dass das Freibad heuer länger geöffnet hatte. Es wäre natürlich sehr schön, wenn das keine Ausnahme bleibt und vielleicht auch in Zukunft längere Öffnungszeiten möglich sind“, hofft der Stephanskirchner.

Extra-Wochen auch nächstes Jahr denkbar

Ob die Stadtwerke diesem Wunsch nachkommen, steht allerdings noch nicht fest. Laut Sprecherin Willenbrink hängt eine längere Badesaison in erster Linie von der Witterung und nicht von Corona ab: „Die sonnigen und auch warmen Tage, wie wir sie in diesem Jahr hatten, sind im Monat September nicht in jedem Jahr zu erwarten. Daher werden wir das auch künftig kurzfristig entscheiden. Es ist aber nicht ausgeschlossen.“

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Fest steht dagegen schon, dass die Winterpause wie üblich bis Ende April andauern soll, bevor sich die Tore zum Freibad in der Chiemseestraße wieder öffnen. Inwieweit dann auch das Hygienekonzept angepasst werden muss, wird sich im kommenden Frühjahr zeigen.

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