Rosenheimer Freibad-Spaß in der Corona-Krise: Abstand im Wasser und auf der Wiese

Eintauchen erlaubt:Am 8. Juni öffnet das Rosenheimer Freibad. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng. DPA
  • Ilsabe Weinfurtner
    vonIlsabe Weinfurtner
    schließen

Das Freibad in Rosenheim sperrt auf. Später als sonst üblich, dafür mit vielen neuen Regeln. Grund dafür: das Coronavirus.

Rosenheim – Da macht der Sommer dahoam endlich Spaß: Am Montag, 8. Juni, sperrt das Rosenheimer Freibad auf. Später als sonst üblich im Jahr. Dafür aber vorbereitet nach allen Regeln der Corona-Sicherheit. Nur wenn es sehr, sehr heiß werden sollte, könnte es Probleme geben, melden die Stadtwerke Rosenheim, die das Bad betreiben.

Gerade noch rechtzeitig für ein paar sonnige Tage während der Pfingstferien kommt die Nachricht, dass das Rosenheimer Freibad an der Chiemseestraße öffnet. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen. In den kommenden Tagen wird das Wasser in den Becken erwärmt. Alle Vorkehrungen für einen sicheren Badespaß auch während der Corona-Pandemie sind bereits getroffen. Ein Überblick:

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

  • Am Eingang, der nur über den Haupteingang an der Chiemseestraße möglich ist, haben Bäderleiter Stephan Heidig und sein Team zusätzlich zu dem Automaten eine Handkasse installiert. Auf diese Weise wollen sie verhindern, dass sich lange Warteschlangen bilden. Außerdem sei man vorbereitet, falls Namenlisten geführt werden müssten, sagte der Chef der Rosenheimer Stadtwerke, Dr. Götz Brühl, im jüngsten Stadtrat.
  • Wer Inhaber einer Dauerkarte ist, kann sich die durch Corona verursachte Pause über eine elektronische Einstellung sichern: Sie kann im nächsten Jahr eingelöst werden.
  • Im Innenbereich des Freibads bleiben die Duschen und Umkleiden geschlossen, da dort die Gefahr der Ansteckung über Aerosole groß ist. Stattdessen aber werden die Duschen im Außenbereich über einen Durchlauferhitzer mit warmem Wasser gespeist, die Aerosolbildung gelte dort als „überschaubar“.
  • Die Toiletten sind geöffnet.
  • Der Bereich für Menschen mit Behinderung ist ebenfalls zugänglich, aber verschlossen. Wer ihn nutzen möchte, soll sich beim Schwimmbad-Personal melden.
  • Im Schwimmerbecken gelten besondere Regeln: Es ist neu aufgeteilt, geschwommen werden kann nur im Kreis, damit sich die Schwimmer nicht zu nahe kommen. Der Abstand müsse drei Meter betragen, sagte Brühl.

Lesen Sie auch: Ausflugsziele in Corona-Zeiten: Schwimmbäder, Hütten und Freilichtmuseen öffnen wieder

  • Im Nichtschwimmerbecken gilt der Corona-übliche Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Familien sind dabei ausgenommen, sie können näher zusammenrücken. Allerdings werde es schwierig, zu kontrollieren, wer eine Familie bilde und wer nicht, sagte Brühl. Die Badeaufsicht werde aber ein Auge darauf haben, ob sich etwa eine Traube von Kindern bilde. Diese müsste dann aufgelöst werden. Geöffnet wird zudem das Babybecken für die ganz Kleinen.
  • Auf der Liegewiese sind ebenfalls Vorsicht und Rücksichtnahme geboten: Pro Gruppe ist eine Fläche von vier mal vier Metern vorgesehen. Markierungen sollen helfen, den Abstand einhalten zu können. Sie sind auch auf dem Holzdeck sowie rund um das Kleinkindbecken angebracht. Die 40 neuen Liegen, die ÖDP-Stadtrat Horst Halser beantragt hat, werden vorerst nicht angeschafft. Zu hoch sei der Aufwand der Desinfektion, sagte Götz Brühl.

Lesen Sie auch: Corona: EU-Nachbar öffnet Grenze zu Bayern – Söder kündigt lange Maskenpflicht an

  • Der Kiosk hat während der Saison geöffnet.
  • Beim Ausgang wird das große Drehkreuz gesperrt. Wer das Bad verlassen möchte, muss durch das Drehkreuz am Haupteingang gehen.

Der Hauptzugang zum Rosenheimer Freibad erhält zudem Hinweisschilder und Markierungen. Mit ihrer Hilfe wollen die Stadtwerke den Strom der Besucher lenken. Und auch ein Auge darauf haben, wie viele Gäste das Bad insgesamt gerade besuchen. Denn auf Basis des von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen ausgearbeiteten Pandemieplans wird die maximale Zahl der Badegäste begrenzt. Dr. Götz Brühl geht davon aus, dass bei sehr hohen Temperaturen nicht alle Freibad-Freunde eingelassen werden können. Die maximale Zahl der möglichen Besucher liegt nach seiner Aussage bei rund 600.

Längere Öffnungszeiten wird es erst einmal nicht geben. Morgens mache es „keinen Sinn“. Abends seien die Becken von unten nicht genug ausgeleuchtet, was ein Sicherheitsrisiko darstelle, sagte Brühl.

Mehr zum Thema

Kommentare