Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Hallenbad-Saison eröffnet

Rosenheimer Freibad im Winterschlaf: Warum es für die Mitarbeiter trotzdem viel zu tun gibt

Daumen hoch für eine erfolgreiche Schwimmbadsaison: Bäderleiter Stephan Heidig freut sich über die 80246 Gäste, die in den vergangenen Monaten das Freibad besucht haben.
+
Daumen hoch für eine erfolgreiche Schwimmbadsaison: Bäderleiter Stephan Heidig freut sich über die 80246 Gäste, die in den vergangenen Monaten das Freibad besucht haben.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
    schließen

Rosenheim – Die Freibadsaison ist offiziell beendet. Während die Anlage in der Chiemseestraße winterfest gemacht wird, geht es für die Schwimmer bereits im Hallenbad weiter. Bäderleiter Stephan Heidig darüber was im Winter im Freibad zu tun ist.

Das Freibad hatte in diesem Jahr, coronabedingt, nur 128 Tage geöffnet. Sind Sie trotzdem zufrieden?

Stephan Heidig: „Ja, da es sehr gut gelaufen ist. Wir hatten 80.246 Gäste – und das, obwohl uns drei Wochen gefehlt haben. Ich denke, wenn wir das Bad schon früher hätten aufmachen dürfen, hätten wir auch heuer wieder die Besucher-Marke von 100.000 geknackt. Zudem darf man nicht vergessen, dass wir auch immer nur 1000 Besucher auf einmal ins Freibad lassen durften.“

Lesen Sie auch: Besucherrekord beim beliebten Hundebadetag in der Bad Aiblinger Therme

Die Anlage hat mittlerweile schon seit gut einer Woche geschlossen. Wie haben Sie diese Zeit genutzt?

Heidig: „Wir haben uns darum gekümmert, das Bad winterfest zu machen. Unter anderem müssen alle sieben Filteranlagen desinfiziert werden. Das dauert ungefähr zwei Tage. Im Anschluss haben wir das Wasser in den Becken abgesenkt und das verbleibende Wasser mit einem Überwinterungsmittel versehen. Damit soll verhindert werden, dass sich Algen und Verschmutzungen an dem Beckenrand und dem Boden festsetzen. Das erleichtert im Frühjahr die Reinigung.“

Ein Blick in den Technikraum: Hier wird unter anderem dafür gesorgt, dass das Wasser gereinigt wird. Immer wieder werden Proben genommen.

Unter den Fachleuten spricht man von einer sogenannten Saisonnachbereitung. Was beinhaltet das noch?

Heidig: „Wir haben zum Beispiel alle wasserführenden Leitungen und Pumpen geleert, gespült und gereinigt. Dann sind wir auch noch eine Zeit lang mit den Umkleiden und Duschen beschäftigt. Die waren zwar nicht in Betrieb, aber die Leitungen standen trotzdem unter Wasser. Die Leitungen müssen geöffnet und das Wasser rausgelassen werden.

Dann haben wir alle Rettungsgeräte und Schirme aufgeräumt. Außerdem ist der Kiosk komplett gereinigt und die Kasse wurde runtergefahren. Nicht vergessen darf man auch die Pflege der Grünanlage. Der Rasen wird beispielsweise noch mal gemäht und wir kümmern uns darum, regelmäßig das Laub aufzusammeln, damit wir im Frühjahr weniger Arbeit haben.“

Lesen Sie auch: Trotz Corona-Beschränkungen: Vorab-Bilanz des Rosenheimer Freibads fällt positiv aus

Sind sie und Ihre Mitarbeiter trotzdem hin und wieder vor Ort, auch wenn das Freibad geschlossen hat?

Heidig: „Einmal die Woche kommt jemand ins Freibad und schaut nach dem Rechten. Da werden dann unter anderem auch alle von Hand beweglichen Teile an den Pumpen kurz gedreht, damit die sich nicht festsetzen. Das dauert ungefähr zehn Minuten.“

Seit dem 13. September hat zudem das Hallenbad wieder eröffnet. Wie wird es bisher angenommen?

Heidig: „Prinzipiell gut, aber man merkt, dass die Leute, im Gegensatz zu früher, verhaltener sind. Was natürlich auch daran liegt, dass im Hallenbad die 3G-Regel herrscht. Das schreckt scheinbar doch einige noch ab.“

Bedanken sich bei den Mitarbeitern der Stadtwerke für die zweifache Verlängerung und das „tolle Hygienekonzept“: Marina Geser (links) und Sabine Weidinger.

Welche Regeln gelten noch im Hallebad?

Heidig: „Neben der 3G-Regel haben wir eine Maskenpflicht im Eingangsbereich. Die Mitarbeiter an der Kasse kontrollieren die Corona-Regeln. Es gibt auch Vereinzelte, die wir wieder zurückschicken müssen, weil sie weder geimpft, noch genesen oder getestet sind. Aber im Großen und Ganzen funktioniert es reibungslos. Eine Teilnehmerbegrenzung gibt es nicht, aber wir müssen darauf achten, dass der Abstand von anderthalb Metern eingehalten wird.“

Für die kommenden Wochen haben Sie einiges geplant.

Heidig: „Ich möchte gerne ab nächster Woche wieder mit den täglichen Aktivangeboten starten wie beispielsweise Wassergymnastik, Aqua-Zumba oder Aqua-Jogging. Am Freitag wollen wir zudem mehr Schwimmkurse anbieten. Da gibt es Nachholbedarf.“

Lesen Sie auch: Kostenloser Badespaß für coronagebeutelte Kinder? Rosenheimer Ausschuss lehnt Antrag ab

Trotzdem werden nicht alle auf ihre Kosten kommen.

Heidig: „Wir können nicht alle Wünsche erfüllen. Dafür haben wir das Personal nicht. Und die Wasserflächen fehlen uns. Im Sommer ist es kein Problem, aber im Hallenbad ist das Becken gerade einmal ein Viertel so groß wie das im Freibad. Und deswegen kann ich auch nicht Kurse mit zehn Teilnehmern anbieten, weil ich da das halbe Becken bräuchte und drei Leute, die auf sie aufpassen. Aus diesem Grund gibt es kleine Gruppen, die intensiv arbeiten. Ziel ist es, mit wenig Stunden viel zu erreichen.“

Lesen Sie auch: Rosenheimer Bademeister verrät, wie er im Gewusel nach dem Lockdown den Überblick behält

Was wünschen Sie sich von den Gästen?

Heidig: „Wir hoffen auf ein Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme. Zudem ist es wichtig, dass sich jeder an die Corona-Regeln hält. Dann hat der Gast sein Badevergnügen und wir haben Freude, wenn die Leute alle kommen.“

Mehr zum Thema

Kommentare